08. November 2017

ÖBB: Neuer Fahrplan bringt zusätzliche Verbindungen, mehr Service und topmoderne Züge

Höhere Qualität: ÖBB setzen auf modernstes Wagenmaterial und Upgrade der Nahverkehrsflotte auf Cityjet-Standard; Mehr Angebot: Mehr Zugkilometer und digitales Unterhaltungsprogramm an Bord der ÖBB; Stabile Preise: Tarifanpassung unterhalb der Inflationsrate – Preise der ÖBB Wochen- und Monatskarten, Vorteilscards und Sparschiene Österreich bleiben konstant

Am 10. Dezember 2017 tritt europaweit der neue Fahrplan in Kraft. „Die ÖBB setzen mit dem neuen Fahrplan die Angebotsausweitung der letzten Jahre unvermindert fort. ÖBB Kundinnen und Kunden profitieren von neuen Reisemöglichkeiten, modernen Zügen und mehr Service“, so CEO Andreas Matthä.

Mit dem neuen Fahrplan ergeben sich regional, national und international viele neue Verbindungen. Gleichzeitig kommen in ganz Österreich immer mehr neue und modernisierte Fahrzeuge zum Einsatz. Das Reisen mit den Zügen der ÖBB wird dadurch noch angenehmer und bequemer.

Mehr Nahverkehrsangebote in der Ostregion

Alleine im Nahverkehr stellen die ÖBB mit dem Fahrplanwechsel voraussichtlich rund zwei Millionen Angebotskilometer mehr für die Kundinnen und Kunden bereit.

Mit diesem Mehrangebot sollen insbesondere für Pendlerinnen und Pendler Taktlücken geschlossen werden. Eine der wesentlichen Angebotsverbesserungen ist dabei der neue durchgehende Stundentakt zwischen Wien Westbahnhof über St. Pölten und weiter nach Amstetten. Mit Halten in Wien Hütteldorf und Tullnerfeld entsteht damit eine weitere attraktive Verbindung zwischen Wien Westbahnhof und St. Pölten – und das täglich 16 Mal hin und retour. Die ÖBB binden damit den Westen Wiens mit nur einem bahnsteiggleichen Umstieg in St. Pölten an den Fernverkehr Richtung Westösterreich an. Zum Einsatz kommen planmäßig ausschließlich moderne Cityjets. Fahrgäste profitieren von mehr Verbindungen, Barrierefreiheit, WLAN und onboard-Portal.

Insgesamt bieten die ÖBB mit Fahrplanwechsel stündlich zumindest drei Verbindungen von Wien in den Westen an: zur Minute 20 vom Westbahnhof und zur Minute 30 und 55 vom Hauptbahnhof Wien.

Zug zum Flug im Fernverkehr

Im Fernverkehr wird ein neuer Frühzug aus Oberösterreich die Städte Wels, Linz, Amstetten und St. Pölten – via Hauptbahnhof Wien – wochentags mit dem Flughafen Wien Schwechat verbinden. Durch die Ankunftszeit am Flughafen um  05:57 Uhr können Fahrgäste damit die Morgenabflugwelle am Wiener Flughafen komfortabel mit dem Zug erreichen.

Zudem wird mit 10. Dezember durch einen zusätzlichen Abendzug zwischen Innsbruck und Bregenz eine bestehende Taktlücke geschlossen. Der Railjet 866 – mit Start in Wien Hauptbahnhof um 16:30 Uhr – wird künftig um 20:51 Uhr in Innsbruck abfahren und um 23:17 Uhr in Bregenz ankommen.

In Salzburg wird in Neumarkt-Köstendorf ein neuer Umsteigeknoten zum Nahverkehr eingerichtet. Railjets halten hier künftig im Stundentakt, wodurch attraktive Verbindungen Richtung Flachgau und Mattigtal möglich werden.

Der Abendzug von Wien nach Villach (Railjet 633) mit Abfahrt um 18:25 Uhr in Wien Hauptbahnhof fährt künftig im Takt und wird dadurch auch in Judenburg, Unzmarkt, Treibach-Althofen halten und Velden am Wörthersee halten.

Verbesserte internationale Verbindungen

Auch im grenzüberschreitenden Fernverkehr bieten die ÖBB ab dem Fahrplanwechsel viele neue Angebote. Aufgrund der hohen Nachfrage wird die Strecke Wien – Venedig drei Mal täglich direkt bedient. Neben der beliebten Nightjet-Verbindung bieten die ÖBB nun von Wien Hauptbahnhof über Villach zwei Mal täglich eine Verbindung mit dem Railjet – um 06:25 Uhr und um 12:25 Uhr. Von Venedig Santa Lucia retour nach Wien geht es ab 10. Dezember täglich um 09:55 Uhr und um 15:55 Uhr.

Ausgeweitet wird auch der Taktverkehr von bzw. nach Tschechien: In den Tagesrandlagen gibt es eine neue Frühverbindung von Prag (Abfahrt um 04:49 Uhr) über Brünn und Wien weiter nach Graz sowie eine Abendverbindung von Graz (Abfahrt um 18:26 Uhr) über Wien nach Brünn.

Zudem wird der EC 100/101 ab dem Fahrplanwechsel von Wien über Bohumín hinaus bis nach Katowice verlängert.

Und auch in die Zentral- bzw. Ostslowakei wird mit der neuen Direktverbindung Wien – Bratislava – Košice ein attraktives Reiseangebot geschaffen. Ein REX-Zug von Wien nach Bratislava wird täglich ab Bratislava als IC nach Žilina, Poprad-Tatry und Košice weiterfahren.

Ebenfalls ab Fahrplanwechsel profitieren Fahrgäste von einer um 25 Minuten kürzeren Fahrzeit mit dem ICE von Wien in die deutsche Finanzmetropole Frankfurt am Main.

Nightjet – mit 1,4 Mio. Tickets ein internationaler Erfolg

Neuerungen gibt es im Zuge des Fahrplanwechsels auch beim ÖBB Erfolgsprodukt Nightjet. So wird beispielsweise die Verbindung von Zürich nach Hamburg bzw. Berlin durch eine Zugteilung optimiert. In Zukunft ist ein separater Zugteil direkt nach Hamburg unterwegs, anstatt wie bisher über Berlin. Sowohl für Berlin als auch für Hamburg ergeben sich dadurch attraktivere Ankunftszeiten. Gleichzeitig können mit Hannover, Braunschweig, Magdeburg und Potsdam zusätzliche Halte und damit Märkte erschlossen werden.

Innerösterreichisch wird die Nightjet-Verbindung Wien – Bregenz durch zusätzliche Halte im Rheintal aufgewertet.

Noch mehr Qualität – ÖBB setzen auf modernes Wagenmaterial

Die ÖBB arbeiten weiter an der Qualitätssteigerung und Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Beim Wagenmaterial setzen die ÖBB im Nah- und Regionalverkehr auf modernste Ausstattung und Design, um modernen Ansprüchen gerecht zu werden und noch mehr Menschen für die Bahn zu begeistern.

Eine wesentliche Komponente ist dabei die rasche Modernisierung der Nahverkehrsflotte. Zum einen wird neues Wagenmaterial beschafft. So werden Ende des Jahres in Oberösterreich, der Steiermark, in Salzburg und im Verkehrsverbund Ostregion bereits 98 Cityjets im Einsatz sein. Bis Ende des nächsten Jahres werden insgesamt 145 Cityjets durch sieben Bundesländer rollen. Die neuen Cityjets vom Typ Talent 3 werden im Frühjahr 2019 für Vorarlberg ausgeliefert.

Weiters wird die bestehende Nahverkehrsflotte an den Standard des Cityjet herangeführt. Ab sofort werden insgesamt 187 Talent- und 60 Desiro-Garnituren schrittweise umgebaut. Im Upgrade enthalten sind verbesserte Sitze (Talent und Desiro), der Einbau eines modernen Fahrgastinformationssystems, WLAN für das ÖBB onboard-Portal im Talent und eine einheitliche Außengestaltung im Cityjet-Look.

Neue Ruhe- und Familienzonen

Railjet-Kundinnen und Kunden haben je nach Reiseanlass sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Während die einen die Zugfahrt zum Entspannen nutzen, schätzen besonders Familien die Bewegungsfreiheit, die der Zug im Gegensatz zum Auto oder Bus bietet.

Für diese beiden Gruppen setzen die ÖBB nun eine Verbesserung innerhalb der Railjet-Garnituren um. Mit neuen Ruhezonen in der 1. und 2. Klasse und einer erweiterten Familienzone in der 2. Klasse, in der nach Herzenslust gespielt und gelacht werden kann. Beide Zonen werden in den Eingangsbereichen farblich gekennzeichnet und Piktogramme erklären die Spielregeln für die Zone am Eingang in den jeweiligen Wagen. In der Familienzone sind auf den Tischen Spiele verfügbar, so dass Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie garantiert sind.

Die ersten Railjets mit den neuen Ruhe- und Familienzonen starten bereits im Dezember 2017, die weiteren Railjet-Garnituren werden bis Mitte 2018 umgestellt.

Das onboard-Portal Railnet der ÖBB erscheint ab sofort in neuem Glanz und bietet u.a. mit der ORF TVthek jede Menge Information und Unterhaltung.

40.000 Haltestellen auf einheitlichen Vertriebskanälen buchbar

Die Umstellung der rund 1.000 Ticketautomaten auf die neue Benutzeroberfläche befindet sich auf der Zielgeraden. Nun folgen alle Vertriebskanäle – von Online, über die App, bis hin zu den Automaten und den Ticketschaltern – derselben Logik und sind auch optisch angeglichen.

Fahrgäste buchen nun Tickets zu über 40.000 Haltestellen – inklusive lokaler Verbundtickets für Bus, Bahn und Bim. Die Automaten zeigen aufgrund des fahrplanbasierten Verkaufs zudem die nächsten Verbindungen mit Abfahrts- und Ankunftszeit an. Bis zum heutigen Tag wurden an allen umgestellten Ticketautomaten rund 3,5 Millionen Ticketkäufe getätigt.

ÖBB setzen auf breitere Vertriebskanäle

Das digitale Angebot der online erhältlichen Vorteilscard 66 wurde bereits sehr gut angenommen und ist auch weiterhin um 66.- Euro verfügbar.

Um die Vertriebskanäle auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden weiter auszurichten, starten ÖBB und Post eine Kooperation. Ab November startet ein Testbetrieb mit Ticketverkauf in ausgewählten Postfilialen.

Und noch etwas ist neu: Ab Mitte November gibt es ÖBB Gutscheine nicht nur an den ÖBB Ticketschaltern, sondern auch in Form von ÖBB Geschenkgutscheinkarten bei ausgewählten Handelspartnern (u.a. Hartlauer, Libro, Pagro und Lidl Österreich).

Rail & Drive – das Carsharing der ÖBB startet durch

Mit Fahrplanwechsel startet nach einem intensiven internen Testbetrieb das neue ÖBB-Carsharing Rail & Drive. Vorerst 150 Fahrzeuge stehen in allen neun Bundesländern an 16 Standorten zur Verfügung: Bregenz, Feldkirch, Bludenz, Innsbruck, Salzburg, Wels, Linz, St. Pölten, Wr. Neustadt, Wien Hauptbahnhof, Wien Westbahnhof, Eisenstadt, Graz, Leoben, Klagenfurt und Villach. 

Mit ÖBB Rail & Drive fahren Sie ab 2.- Euro in der Stunde plus eines Kilometertarifs. Kundinnen und Kunden von Rail & Drive können sehr einfach auf das Fahrzeug ihrer Wahl zugreifen, Voraussetzung ist eine einmalige Registrierung unter railanddrive.at. Auch die Buchung der Fahrzeuge erfolgt über diese Plattform. Weitere Standorte sowie die Flottenerweiterung auf bis zu 450 Fahrzeuge werden aktuell geprüft.

Hohe Qualität und faire Preise

Um das Angebot weiterhin verbessern und ausbauen zu können, passen die ÖBB ihre Preise mit durchschnittlich 1,4 Prozent, und damit unterhalb der Inflationsrate, an. Kundinnen und Kunden mit ÖBB Vorteilscard zahlen ab Fahrplanwechsel zum Beispiel auf der Strecke Wien – St. Pölten 5.50 Euro statt 5.30 Euro, oder 18.10 Euro statt 17.70 Euro für die Strecke Wien – Linz. Nicht erhöht werden ÖBB Wochen- und Monatskarten, Vorteilscards und die Sparschiene Österreich.

Und die Sparschiene wird sogar noch billiger: Von Wien nach Prag geht es beispielsweise schon ab 14.- Euro1 statt bisher ab 19.- Euro1 und Tickets für den Nightjet International gibt es bereits ab 29.- Euro1 (bisher 39.- Euro1). Eine weitere Neuerung: auch Autos und Motorräder fahren ab sofort zu Sparschiene-Preisen2 durch Europa.

Und für den Fall, dass bei der langgeplanten Reise doch einmal etwas dazwischenkommt, gibt es ab sofort eine Stornoversicherung bei Krankheit und Unfall, die einfach im Ticketshop beim Kauf eines Tickets erworben werden kann.

1Ab-Preis pro Person und Richtung im Tag- oder Nachtverkehr, Sitzwagen 2. Klasse, kontingentiertes und zuggebundenes Angebot, max. 6 Monate (180 Tage) vor Fahrtantritt buchbar. Für Fahrten im Tagverkehr von/nach Polen sowie aus der/in die Schweiz gilt derzeit eine Vorverkaufsfrist von 3 Tagen vor Fahrtantritt. Liege- bzw. Bettplatz im Nachtverkehr sowie Auto- und Motorradtransport (sofern verfügbar) sind aufpreispflichtig. Keine Ermäßigungen. Umtausch, Stornierung und Erstattung ausgeschlossen. Es gelten die Tarifbestimmungen der ÖBB-Personenverkehr AG.

2Verfügbar auf allen Strecken mit Auto- und Motorradtransport. Gültig im Nachtreiseverkehr, kontingentiertes und zuggebundenes Angebot, max. 6 Monate (180 Tage) vor Fahrtantritt buchbar. Keine Ermäßigungen. Umtausch, Stornierung und Erstattung ausgeschlossen. Es gelten die Tarifbestimmungen der ÖBB-Personenverkehr AG.

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Presseprecher Mag. Bernhard Rieder

Mag. Bernhard Rieder

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1100 Wien

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ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 461 Millionen Fahrgäste und 111 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2016 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.265 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.