16. Juni 2017

Im Osten Österreichs fliegen wieder die Funken

Nächtliche Schleifarbeiten im östlichen Niederösterreich und im Burgenland von 28. März bis 2. April; Schienenschleifzug sorgt für weniger Bahnlärm, ruhigeres Fahrverhalten der Züge und längere Lebensdauer der Schienen

Der rund 70 Meter lange Schienenschleifzug ist ab Montag, 19. Juni, bis 27. Juni im Osten Österreichs unterwegs, um den Schienen mit seinen 2.500 PS ein neues, ideales Profil zu verleihen. Das Schleifen bringt sowohl für Anrainer als auch für ÖBB-Kunden Vorteile. Der Lärmpegel entlang der Bahnstrecken wird durch das Glätten der Schienen reduziert und in den Waggons wird das Reisen dadurch noch ruhiger und angenehmer. Für die ÖBB bringt das Schienenschleifen auch wirtschaftliche Vorteile, denn die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Schienen wird um ein Vielfaches verlängert.

Ideales Profil für Schienen und Weichen

Auf der Schienenoberfläche bilden sich durch das Befahren von Zügen kleine Schlupfwellen oder Verdrückungen des Schienenkopfes. Diese feinen Unebenheiten sind eine Lärmquelle, die zudem Fahrzeuge und Schienenoberbau durch Vibration belasten. Durch die 24 Schleifmotoren, welche sich an Bord des Zuges befinden, erhalten Schienen und Weichen wieder ihr ideales Profil. Es werden rund 0,3 - 1 mm abgeschliffen. In einer Nacht schafft der Schienenschleifzug etwas mehr als drei Kilometer. Die Streckenabschnitte werden bereits im Vorfeld mit einem speziellen Messzug ausgewählt. Dieses High-Tech Gerät zeigt den Fachexperten genau, wo der Schleifzug zum Einsatz kommen soll.

Einsatzgebiete im Detail

  • 19. - 20.06. Regelsbrunn / Petronell Carnuntum
  • 20. - 21.06. Schwechat / Flughafen Wien Schwechat / Wien Zentralverschiebebahnhof / Himberg
  • 21. - 22.06. Götzendorf
  • 22. - 23.06 Wien Zentralverschiebebahnhof
  • 24.06 Parndorf / Neudorf / Gattendorf / Pama
  • 26. - 27.06.2017 Parndorf / Bruck an der Leitha / Götzendorf

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Der Einsatz des Schienenschleifzuges ist minutiös geplant. Die Arbeiten finden aufgrund des dichten Bahnverkehres und um den Zugverkehr im Sinne der Reisenden so wenig wie möglich zu beeinflussen in der Nacht statt. Die ÖBB sind bemüht, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass Lärmentwicklungen nicht gänzlich vermieden werden können. Für die Sicherheit gegen Böschungsbrände ist der Schienenschleifzug mit einer Löscheinrichtung ausgerüstet.