02. März 2018

ÖBB: 62 Millionen Euro für Vorarlbergs Bahninfrastruktur

2018 wird die ÖBB-Infrastruktur AG in Vorarlberg wichtige Bauprojekte erfolgreich abschließen. Laufende Qualitätsverbesserungen sichern langfristig das hohe Niveau der regionalen Schienenverkehrsangebote.

111 km lang ist das ÖBB Schienennetz in Vorarlberg und 31  Bahnhöfe und Haltestellen dienen als Visitenkarten für eine umweltfreundliche Mobilität. Auch im Jahr 2018 wird die Leistungsfähigkeit und Attraktivität der Infrastruktur für die Kundinnen und Kunden weiter gesteigert. Mit den Maßnahmen sorgen die ÖBB für mehr Pünktlichkeit und Sicherheit im Zugverkehr, schaffen schnellere Verbindungen und bauen moderne und freundliche Bahnhöfe. Insgesamt werden im heurigen Jahr rund 62 Millionen Euro in den Erhalt und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur in Vorarlberg investiert. Bis zum Jahr 2022 werden es rund 355 Millionen Euro sein. Das Investitionsprogramm ist im Rahmenplan des BMVIT dargestellt. „Durch laufende Reinvestitionen in den Erhalt der Bahnhöfe und Haltestellen sowie in das Streckennetz in Vorarlberg werden höchste Ansprüche an die Betriebsqualität erfüllt. Zusätzlich erfolgt der Infrastrukturausbau schrittweise entsprechend den Erfordernissen der Kundinnen und Kunden“, so Regionalleiter Christian Wieser, ÖBB-Infrastruktur, Streckenmanagement und Anlagenentwicklung und Projektleiter Martin Gradnitzer, ÖBB-Infrastruktur, Neu- und Ausbau.

Bauvorhaben im Jahr 2018:

  • Gesamtfertigstellung Bahnhofsumbauten in Rankweil und Lustenau
    In den vergangenen Jahren haben die ÖBB intensiv Haltestellen und Bahnhöfe im Rheintal ausgebaut. Aktuell wird an den Bahnhöfen in Lustenau und Rankweil gebaut. Beide Projekte sind weit fortgeschritten und werden in den kommenden Monaten fertiggestellt. Als moderne Mobilitätsdrehscheiben bieten sie den Bahnkunden eine optimale Verknüpfung aller Verkehrsmittel und kurze, barrierefreie Wege. Im Sommer 2018 werden die Arbeiten in Rankweil beendet, in Lustenau ist noch bis Oktober mit Bautätigkeiten im Umfeld des neuen Bahnhofes zu rechnen. Seit 2006 haben die ÖBB bereits sieben Bahnhöfe und Haltestellen nach modernsten Qualitätsvorgaben umgebaut.
  • Streckensperren am Arlberg
    Bei der Sanierung von Bahnstrecken sind die ÖBB in erster Linie darauf bedacht, Betriebseinschränkungen vorzubeugen. Daher werden fallweise auch Maßnahmen gebündelt durchgeführt, manchmal sind dann für kürzere Zeitabschnitte Gesamtsperren einer Strecke unvermeidlich. Zwischen Ötztal und Bludenz wird die Arlbergbahn 2018 Ende März und im August nicht zur Verfügung stehen. In den Sperren werden insgesamt 26 Langsamfahrstellen beseitigt, Brücken und Durchlässe saniert und 11 neue Weichen eingebaut. Für Bahnkunden wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die ÖBB ersuchen Reisende und Anrainer um Verständnis.
  • Planung Lustenau – Lauterach
    Als abschließende Maßnahme des laufenden nahverkehrsgerechten Ausbaus St. Margrethen (CH) – Lauterach werden die ÖBB in den kommenden Jahren auch den Bereich zwischen dem Bahnhof Lustenau und der Haltestelle Lauterach ausbauen. Abschnittsweise wird diese Verbindung dann zweigleisig geführt, auch die Haltestelle Hard-Fussach wird für die Bahnkunden barrierefrei modernisiert. In Lauterach ist der Bau der neuen Haltestelle Lauterach West vorgesehen. Die öffentliche Verhandlung des Vorhabens wurde vergangenen Herbst durchgeführt. 2018 wird der Baubescheid erwartet, die ÖBB befassen sich aktuell mit Detailplanungen.
  • Güterzentrum Wolfurt nach Ausbau ab Herbst voll verfügbar
    Seit drei Jahren laufen auch die Umbauarbeiten am Terminal Wolfurt. Die neue Konfiguration bietet der Wirtschaft nicht nur zusätzliche Umschlagkapazitäten. Durch die Modernisierung der Gleisanlagen und neue Krananlagen ist der Güterumschlag zwischen Straße und Schiene wesentlich rascher und kostengünstiger durchzuführen. Durch die ÖBB Investitionen ist für die exportorientierten Unternehmen aus dem „Ländle“ auch weiterhin das Tor zu den wichtigsten Weltmärkten weit geöffnet. Der Terminal Wolfurt wird unter laufendem Betrieb umgebaut. Der Ausbau in Wolfurt ist ein ökologisches Vorzeigeprojekt, das bereits vor der Gesamtfertigstellung Auszeichnungen für vorbildliche Planung um Umsetzung erhalten hat.
  • Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren
    Fortgesetzt werden in Klostertal die Arbeiten, um die Bahnanlagen und umliegenden Flächen wirksam vor Naturgefahren zu schützen. Bereits in den vergangenen Jahren haben die ÖBB Maßnahmen wie zum Beispiel die Errichtung von Lawinenverbauungen im Klostertal gesetzt. Vorteile bringen diese Maßnahmen nicht nur im Hinblick auf eine größere Betriebssicherheit der Bahn. Auch die Siedlungsgebiete im Umfeld der Bahnanlagen sind vor Naturereignissen besser geschützt.
  • Park & Ride: Das Mobilitätsverhalten der Kundinnen und Kunden wird immer vielfältiger. Die Kombination Bahn und Auto bzw. Bahn und Fahrrad sind beliebt wie nie zuvor. Die ÖBB investieren daher in den Ausbau der Park & Ride bzw. Bike & Ride Plätzen um eine optimale Schnittstelle zwischen Individual- und öffentlichem Verkehr anzubieten. Im Zuge des Bahnhofsumbaus in Lustenau sind zum Beispiel 170 Fahrradabstellplätze sowie 34 PKW-Stellplätze vorgesehen. In Rankweil werden im Zuge der laufenden Umbauarbeiten insgesamt 300 Stellplätze für Fahrräder zur Verfügung gestellt. Die bestehenden Stellflächen für PKW werden um 27 erweitert.
  • Bei der Modernisierung von Bahnstrecken sind die ÖBB in erster Linie darauf bedacht, starke Einschränkungen über mehrere Jahre zu vermeiden. Die Kundinnen und Kunden werden über Einschränkungen umfassend und zeitgerecht im Vorfeld informiert – u.a. mit Durchsagen und Flyern in den Zügen und an den Bahnhöfen, Aushängen an den Bahnhöfen, im Internet unter www.oebb.at und beim Kundenservice unter 05-1717.

Die wichtigsten Streckensperren in Vorarlberg

SperreDauerAuswirkungen
Ötztal – Bludenz
(Arlbergbahnstrecke)
31.03. bis 02.04.2017Gesamtsperre zwischen Bludenz und Ötztal Bf.
Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Bludenz und Ötztal Bf.
Wolfurt – Lauterach Nord – Bregenz06.07. bis 30.07.2018Eingleisige Sperre mit Einschränkungen im Nahverkehr
Ötztal – Bludenz
(Arlbergbahnstrecke)
17.08. bis 03.09.2018Gesamtsperre zwischen Bludenz und Ötztal Bf.
Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Bludenz und Ötztal Bf.

Rückblick: Was wurde im Jahr 2017 in der Region Vorarlberg umgesetzt?

  • Investitionen in die Schieneninfrastruktur zahlen sich aus: Beim VCÖ-Bahntest 2016 gaben 51 Prozent der österreichischen Fahrgäste an, Strecken heute mit der Bahn zu fahren, die sie früher mit dem Auto gefahren sind. Neben der kürzeren Fahrzeit und dem verbesserten Angebot ist auch die nutzbare Zeit beim Bahnfahren ein zentrales Motiv mit der Bahn statt mit dem Auto zu fahren.
  • Für die Kundinnen und Kunden schaffen die ÖBB die Voraussetzungen für attraktivere Zugverbindungen: Mit der Modernisierung der Bahnhöfe wird den Wünschen der Reisenden nach barrierefreien, freundlichen und modernen Ein- und Ausstiegsstellen entsprochen. Seit 2006 wurden im Rahmen des „Rheintalkonzeptes“ sieben Bahnhöfe und Haltestellen in Vorarlberg modernisiert.
  • Der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Lustenau zu einer modernen Mobilitätsdrehscheibe wurde mit Nachdruck während des ganzen Jahres 2017 fortgesetzt. Gleisbereich und Unterführung sind bereits fertig hergestellt und in Betrieb. Bis Herbst 2018 entsteht ein moderner barrierefreier Bahnhof mit funktionalen Schnittstellen zu allen anderen Verkehrsträgern.
  • Auch in der Marktgemeinde Rankweil ist der Bahnhofsumbau weit fortgeschritten. Alle Wege stehen den Kundinnen und Kunden bereits barrierefrei zur Verfügung. Die Gesamtfertigstellung mit einem neuem Bahnhofsgebäude erfolgt bis Sommer 2018.
  • Mit großem Erfolg entwickelt sich der Um- und Ausbau des Güterzentrums Wolfurt. Im Juni 2017 sind zwei moderne Containerkräne, vier Ladegleise sowie ein modernes Werkstattgebäude in Betrieb gegangen.
  • Für die Durchführung des nahverkehrsgerechten Ausbaus der Verbindung Lustenau – Lauterach hat die ÖBB-Infrastruktur AG die öffentliche Verhandlung der Umweltverträglichkeit durchgeführt.
  • Verbesserungs- und Erhaltungsmaßnahmen im Streckennetz im gesamten Bundesland Vorarlberg. Besonders sind die Arbeitseinsätze während der Streckensperren in den Abschnitten Tisis und Nendeln (FL), Schaan-Vaduz von 29. Mai bis 2. Juli 2017, Lustenau und Lauterach von 5. August bis 3. September 2017 sowie Wolfurt und Dornbirn (8. bis 17. April 2017) hervorzuheben. Für einen störungsfreien Bahnbetrieb und noch mehr Komfort für die Kundinnen und Kunden.
  • Das seit mehreren Jahren laufende Lawinenschutzprogramm im Bereich Hintergasse Braz wurde während des gesamten Jahres erfolgreich fortgesetzt. Im Jahr 2017 wurden 1.800 Laufmeter Lawinen- und Steinschlagschutz und 900 Meter Seilsperren verbaut.

Rückfragehinweis für Medien

Christoph Gasser-Maier

Dr. Christoph Gasser-Mair

Pressesprecher Tirol, Vorarlberg

ÖBB-Holding AG
Südtiroler Platz 7
6020 Innsbruck

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Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.