06. September 2017

ÖBB: Service für die Semmering-Bergstrecke – Komplettsperre für alle Züge ab Montag

Umfangreiche Erneuerungs- und Instandhaltungsarbeiten auf der Semmering-Bergstrecke; Schienenersatzverkehr für Fernverkehrszüge zwischen Wiener Neustadt und Mürzzuschlag von 11. September bis 1. Oktober; Schienenersatzverkehr für den Nahverkehr schon seit 13. August bis 13. Oktober; Investitionen von 28,6 Millionen Euro

Wie Autos brauchen auch Bahnstrecken regelmäßig ein umfassendes „Service“, damit unsere Fahrgäste sicher und pünktlich unterwegs sind. Bis der Semmering-Basistunnel 2026 in Betrieb geht, rollen täglich rund 180 Züge über die 160 Jahre alte Semmeringstrecke. Dieses Verkehrsaufkommen müssen wir auch in der topographisch anspruchsvollen Lage unter härtesten Witterungsbedingungen bewältigen. Große Temperaturschwankungen, Schnee und Frost setzen der Zuverlässigkeit der Gleisanlagen Grenzen. Die denkmalgeschützte Semmeringstrecke zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag stellt eine der intensivst genutzten Bahnstrecken im Netz der ÖBB dar – ist sie doch ein Nadelöhr auf der Nord-Süd-Verbindung im Osten Österreichs und auf europäischer Ebene. Deshalb führen wir bis 2025 weitreichende Erneuerungs- und Instandhaltungsarbeiten an der Bergstrecke durch. Die Arbeiten, die heuer auf dem Programm stehen, wurden Mitte August gestartet. Für den Nahverkehr besteht bereits seit 13. August bis inklusive 13. Oktober ein Schienenersatzverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag. Die intensivste Phase findet jetzt in der zweiten September-Hälfte von 11. September bis 1. Oktober statt. In diesem Zeitraum muss auf der Semmeringstrecke nicht nur für den Nahverkehr, sondern auch für den Fernverkehr ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Der Schienenersatzverkehr für die Fernverkehrszüge betrifft den Abschnitt Wiener Neustadt – Mürzzuschlag. Investiert werden in die Maßnahmen auf der Semmering-Bergstrecke im heurigen Jahr 28,6 Millionen Euro.

Lange Planung und komplexe Umsetzung der Baumaßnahmen

Dem gesamten Projekt ist eine lange Planungsphase voraus gegangen, um die Arbeiten möglichst effizient erledigen zu können, und um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so weit wie möglich in Grenzen zu halten, was bei der Komplexität der einzelnen Vorhaben sehr schwierig ist. Die bewusst zeitgleiche Umsetzung der Vorhaben hat das Ziel, alle Arbeiten auf der Südstrecke im Abschnitt von Wiener Neustadt bis Mürzzuschlag zu bündeln und innerhalb einer Sperre so kompakt wie möglich abzuwickeln.

Baumaßnahmen Semmering-Bergstrecke:

  • Erneuerung von rund zehn Kilometern Gleis und zahlreicher Weichen
  • Sanierung des Kartnerkogel-Viaduktes auf den neuesten technischen Stand
  • Erneuerung der Oberleitungsanlagen im Bahnhof Semmering
  • Instandhaltungsmaßnahmen an Lehnen, Tunnel und Viadukten
  • Bahnsteigadaptierungen in den Bahnhöfen Klamm-Schottwien und Breitenstein
  • Sanierung Eisenbahnkreuzung in Breitenstein

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Die ÖBB sind bemüht, Lärm- und Staubentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der durchzuführenden Arbeiten und der dazu erforderlichen Maschinen und Warnsignale nicht vermieden werden können.Um den Zugverkehr im Sinne der Reisenden so wenig wie möglich zu beeinflussen, ist es notwendig und sinnvoll auch in der Nacht zu arbeiten. Durch die Maßnahmen wird die Qualität der Schieneninfrastruktur gewährleistet. Über die Arbeiten wurde von uns auch eine Anrainerinfo versendet.

Betriebliche Einschränkungen → Schienenersatzverkehr

  • 13.8. bis 13.10.2017
    Schienenersatzverkehr für Nahverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag
  • 11.9. bis 1.10.2017: Totalsperre
    • Schienenersatzverkehr für Fernverkehr zwischen Wiener Neustadt Hbf. und Mürzzuschlag
    • Schienenersatzverkehr im Nahverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag

Kundeninformation

Die Kundeninformation zum Schienenersatzverkehr erfolgt an den Bahnhöfen (Plakate, Informationen auf Monitoren, Lautsprecherdurchsagen), Durchsagen im Zug bzw. im Internet unter www.oebb.at. Auskünfte über ihre Reisemöglichkeiten erhalten unsere KundInnen anhand der ausgehängten Fahrpläne und unter Tel. 05-1717. Die Sonderfahrpläne mit den Fahrzeiten und der Information zu den Haltestellen der Schienenersatzverkehrsbusse sind in den Bahnhaltestellen und an den Haltestellen des Schienenersatzverkehrs ausgehängt. In den Bussen des Schienenersatzverkehrs ist keine Fahrradbeförderung möglich. Wir bitten unsere Fahrgäste für diesen Zeitraum die geänderten Reisebedingungen zu berücksichtigen sowie Aushänge vor Ort zu beachten.

Die Südstrecke: Vom Reisen und Befördern der Zukunft

An mehr als 100 großen und kleinen Projekten arbeitet  die ÖBB-Infrastruktur AG derzeit entlang der Südstrecke, einem Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors. 200 Kilometer Bahnlinie  werden modernisiert, 170 Kilometer neu gebaut. 80 km neue Tunnel und 150 neue Brücken errichtet. Über 5.000 Menschen arbeiten daran. Ab Ende 2026 eilen die Züge in 2 Stunden 40 Minuten von Wien nach Klagenfurt, von Graz nach Klagenfurt in 45 Minuten. Sie passieren, auf insgesamt 470 km, viele neue Bahnhöfe und durchqueren mit hohen Geschwindigkeiten zwei Berge – den Semmering und die Koralpe. Das Projekt Südstrecke umfasst: den Nordbahn-Ausbau, den Ausbau Wien-Bratislava, den neuen Wiener Hauptbahnhof, das Güterzentrum Wien Süd, den Ausbau der Pottendorfer Linie, den Bau des Semmering-Basistunnels, acht modernisierte Bahnhöfe auf dem Weg von Bruck nach Graz, den modernisierten Grazer Hauptbahnhof und 130 Kilometer neue Koralmbahn. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen für einen zukunftsorientierten Personen- und  Güterverkehr.

infra.oebb.at/suedstrecke

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Pressesprecher Christopher Seif

DI Christopher Seif

Pressesprecher Wien, Niederösterreich, Burgenland

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Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 461 Millionen Fahrgäste und 111 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2016 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.265 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.700 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.