20. März 2017

ÖBB: Die Bahn ist Österreichs sicherstes Verkehrsmittel

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen dienen der Vorbeugung von Übergriffen auf ÖBB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sollen das Sicherheitsgefühl der Kundinnen und Kunden auf Bahnhöfen und im Zug steigern

78 Prozent der Bahnkundinnen und Bahnkunden fühlen sich bei den ÖBB sicher oder sehr sicher, wie neueste Studien belegen. Auch zeigt der jährliche Sicherheitsbericht, dass die Zahl an tätlichen Übergriffen und Diebstählen rückläufig ist – und das bei einer deutlich steigenden Zahl an Reisenden (2016: über 240 Mio. Fahrgäste). Gestiegen ist allerdings die Anzahl der Übergriffe und Tätlichkeiten gegen ÖBB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um dieser Entwicklung gegenzusteuern, erweitern die ÖBB ihre schon laufenden Sicherheitsinitiativen um ein neues Maßnahmenpaket. Damit soll noch mehr Service für die Kundeninnen und Kunden und noch mehr Sicherheit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter garantiert werden. 

In Wiener Neustadt haben sich heute Gerhard Schiffauer, Leiter ÖBB-Konzernsicherheit, und Michael Elsner, Regionalmanager ÖBB-Personenverkehr, mit Landesrat Karl Wilfing und Bürgermeister Klaus Schneeberger getroffen und das Thema Sicherheit besprochen, da es speziell aus der Region um Wiener Neustadt und Neunkirchen vereinzelt zu Beschwerden im vergangenen Jahr kam.

Gerhard Schiffauer, Leiter ÖBB-Konzernsicherheit: „Die ÖBB sind für ihre Kundinnen und Kunden das mit Abstand sicherste Verkehrsmittel Österreichs. Damit das auch in Zukunft so bleibt, haben die ÖBB und das zuständige Bundesministerium mit dem Betriebsrat der ÖBB ein umfassendes Service- und Sicherheitspaket geschnürt. Dadurch wollen wir das hohe Sicherheitsniveau für unsere Fahrgäste noch weiter anheben, und uns gleichzeitig ganz entschieden vor unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen. Beim Thema Sicherheit gibt es keinen Toleranzbereich. Mit der Erhöhung der Mitarbeiterpräsenz in den Zügen und auf den Bahnhöfen, mit baulichen Maßnahmen, mit technischen Lösungen wie etwa dem Einsatz der BodyCam und modernen Schulungsmethoden werden wir nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch unsere Serviceleistungen weiter verbessern.“

Michael Elsner, Regionalmanager ÖBB-Personenverkehr: „Der Großteil unserer Fahrgäste fühlt sich sicher. Unser Ziel ist es aber natürlich, dass sich das subjektive Sicherheitsempfinden unserer Kunden und unserer Mitarbeiter noch weiter erhöht. Dafür sollen zusätzliches Zugpersonal und Sicherheitsmitarbeiter bei den ÖBB, sowie mehr Kameras und bessere Beleuchtung sorgen.“

Landesrat Karl Wilfing: „Österreich ist eines der sichersten Länder der Welt. Allerdings müssen das die Menschen auch spüren! Wenn es daher zu Beschwerden von Fahrgästen kommt, weil sie sich durch lärmende Gruppen im Zug unsicher fühlen, müssen wir dem mit aller Konsequenz nachgehen. Ich begrüße daher ausdrücklich die Initiative der ÖBB, die Präsenz von Sicherheits-Mitarbeitern in Zügen und an Bahnhöfen schwerpunktmässig zu erhöhen. Die Pendlerinnen und Pendler – und speziell Fahrgäste, die alleine reisen – sollen auch weiterhin mit einem sicheren Gefühl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein können.“

Klaus Schneeberger Bürgermeister Wr. Neustadt: „Immer wieder bin ich mit besorgten Pendlerinnen und Pendler konfrontiert. Daher bedanke ich mich bei den ÖBB, dass die Anliegen der Wiener Neustädterinnen und Wiener Neustädter so rasch bearbeitet wurden und die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt wurden. Wiener Neustadt ist – und das hat der großartige Fahndungserfolg der Polizei gezeigt – leider ein Hot-Spot der Suchtmittelkriminalität. Daher habe ich darum ersucht, neben dem Stadtpark auch vor dem Bahnhof eine Schutzzone einzurichten. Wenn uns das gelingt, werden wir gemeinsam einen weiteren wichtigen Schritt für mehr Sicherheit in unserer Stadt, speziell am Bahnhof setzen können.

Mehr Mitarbeiterpräsenz in Zügen und auf Bahnhöfen

Die 490 aktiven ÖBB Security Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden künftig nicht nur auf Bahnhöfen, sondern auch verstärkt in Zügen präsent sein. Bis Ende 2018 wird das ÖBB Security Team um weitere 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt. 2017 werden 130 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Zugpersonal aufgenommen. Sie werden unter anderem als Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter in stark ausgelasteten Zügen im Fernverkehr eingesetzt, um den Fahrgästen noch mehr Service zu bieten. Ein Teil der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird in so genannten Service- und Kontrollteams verstärkt auf Zügen ohne reguläre Zugbegleiter-Besetzung (so genannte 0/0 Züge) unterwegs sein und für mehr ÖBB Präsenz sorgen. Bis Jahresende werden außerdem 40 zusätzliche ÖBB Kundeninformationsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aufgenommen. Durch die verstärkte Präsenz von ÖBB Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Zügen und auf Bahnhöfen sollen das Service für die Kundinnen und Kunden und das Sicherheitsgefühl weiter gesteigert werden. Die ÖBB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden künftig vorwiegend in Teams zu zweit, dritt oder viert unterwegs sein, wodurch auch die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor möglichen Übergriffen erhöht wird.  

Bauliche Maßnahmen, um nicht einsehbare Bereiche zu beseitigen

Mit mehr als 300 unterschiedlichen einzelnen Maßnahmen auf mehr als 130 Bahnhöfen werden nicht einsehbare Flächen vermieden. Zusätzliche Beleuchtung, Spiegel und neue Videoeinrichtungen werden auf 16 Bahnhöfen in ganz Österreich in Zukunft zusätzliche Sicherheit bieten.

Technische Maßnahmen zur Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Schnellere Unterstützung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Notfällen oder drohenden Übergriffen soll durch technische Unterstützungen erreicht werden, etwa durch eine Notfallalarm/Taste oder eine neue Notfall-App. An der Umsetzung dieser Lösungen wird derzeit intensiv gearbeitet. Ebenso kann nach dem derzeit laufenden Probebetrieb der Einsatz von BodyCams auf Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter sowie Service- und Kontrollteam-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeweitet werden.

Verstärkte Polizeipräsenz in den Zügen

Die ÖBB arbeiten sehr eng und erfolgreich mit dem Innenministerium zusammen. Die laufende Kooperationsvereinbarung wird auch 2017 fortgesetzt. Des Weiteren wurden verstärkte Streifen der Bereitschaftspolizei in S-Bahn Zügen, vor allem in der Ostregion, vereinbart sowie die Bestreifung von stark frequentierte Fernverkehrszügen. 

Bedarfsorientierte Schulung und volle rechtliche Absicherung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Durch verstärkte Mitarbeiterschulungen mit Deeskalationstrainings, Konfliktlösungs- und Szenarientrainings, zum Teil auch in Kooperation mit der Polizei, werden ÖBB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die täglichen Anforderungen im Dienst auf Bahnhöfen und in Zügen noch besser gerüstet sein.

Diese Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen sollen die Zahl der Übergriffe auf ÖBB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduzieren und ein sicheres Arbeitsumfeld schaffen. Diese Maßnahmen werden zügig umgesetzt. „Mit der Aufnahme von 425 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern setzen die ÖBB einen neuen Meilenstein hinsichtlich Service  und Sicherheit für Kundinnen und Kunden. Dies ist ein klarer Schritt zum verstärkten Schutz der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so ÖBB CEO Andreas Matthä zu dieser Offensive.

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Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 111,1 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2015 mit 96,3 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.031 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich 1.700 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.