16. März 2017

ÖBB investieren auch 2017 wieder kräftig in Salzburg

Rund 71 Millionen Euro werden 2017 im Bundesland Salzburg in Bahnhöfe, Vorplätze und Gleisanlagen investiert – neben dem Ausbau von Park & Ride Anlagen wird im heurigen Jahr auch der Vorplatz am Salzburger Hauptbahnhof erneuert.

Die ÖBB betreiben im Bundesland Salzburg 59 Bahnhöfe und ein 246 Kilometer langes Streckennetz. Zudem stehen den Bahnkundinnen und –kunden aktuell rund 2.137 PKW-Stellplätze und 3.398 Zweirad-Stellplätze bei Bahnhöfen und Haltestellen zur Verfügung. Erhalt und Verbesserung der Eisenbahninfrastruktur sind eine wichtige Investition in die Zukunft. Im heurigen Jahr werden wieder zahlreiche Einzelvorhaben mit einer Gesamtinvestition von rund 71 Millionen Euro investiert. Ziel ist es, die Verlässlichkeit, die Sicherheit sowie den Kundennutzen der Bahninfrastruktur weiter zu erhöhen. Das Geld ist gut angelegt, es kommt den Menschen langfristig zu Gute. Auch kommende Generationen werden profitieren. Zu den Hauptschauplätzen im heurigen Jahr zählen neben wichtiger Arbeiten an der Tauernbahnstrecke und der Bahnstrecke im Ennstal, die Erneuerung Vorplatz Salzburger Hauptbahnhof, die Errichtung bzw. der Ausbau von Park & Ride Anlagen. „Mit rund 71 Millionen Euro Investition haben wir viel vor, um den Ausbau der Bahn in Salzburg weiter voranzutreiben. Die Behinderungen für die Reisenden werden so gering wie möglich gehalten, am Ende profitieren von den Vorhaben unsere Fahrgäste ebenso, wie die heimische Wirtschaft“, betonen der Regionalleiter der ÖBB-Infrastruktur Helmut Windhager und ÖBB-Projektleiter Christian Höss. Die ÖBB sind bemüht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Aufgrund der Arbeiten an den einzelnen Projekten kann es jedoch vorübergehend zu Einschränkungen im Nahverkehr kommen. Die ÖBB bitten die Reisenden dafür um Verständnis.

Laufende Erhaltung sichert Betriebsqualität

Bahnstrecken benötigen laufend Wartung und Pflege. Damit der Betrieb der Eisenbahn in Salzburg auch in Zukunft auf höchstem Sicherheitsniveau rasch und komfortabel abläuft, sind die Techniker der ÖBB 365 Tage im Jahr im Einsatz. Sie vermeiden so weitestgehend  Einschränkungen der Betriebsqualität und sichern rund um die Uhr einen fahrplanmäßigen Betrieb. Beispielsweise durch Schleifen von Schienen und Weichen oder durch Austausch von abgenutzten Anlagenteilen werden die Laufruhe der Fahrzeuge optimiert und gleichzeitig die Fahrgeräusche reduziert.

Vorteile für Fahrgäste und Anrainer

Die laufende Erhaltung bietet somit sowohl Fahrgästen als auch Anrainern Vorteile. Aufgrund des dichten Zugverkehrs untertags sind viele dieser Arbeiten nur in den Nachtstunden möglich. Nur so können wesentliche Betriebseinschränkungen vermieden werden. Immerhin fahren rund 25.000 Menschen jeden Tag mit einem der 226 täglichen Nahverkehrszüge in Salzburg. Bei allfälligen Störungen durch den nächtlichen Einsatz von Baumaschinen bitten die ÖBB um Verständnis. Anrainer werden im Anlassfall mittels Postwurf informiert.

Streckensperren aufgrund von Bahnbauarbeiten

  • Inneralpine Strecke Bischofshofen - Selzthal:
    Im April finden wichtige Erhaltungsmaßnahmen auf der Bahnstrecke durch das Ennstal im Bereich zwischen Bischofshofen und Selzthal statt. So werden 184 Stück Brückenhölzer - auf ihnen sind die Schienen montiert – der Salzachbrücke in Bischofshofen und der 6. Fritzbachbrücke in Hüttau erneuert. Für Autofahrer kommt es während dieser Arbeiten auf der B99 im Bereich Hüttau zu Verkehrsanhaltungen von bis zu 10 Minuten. Für die Reisenden wird von 20. bis zum 24. April 2017 zwischen Bischofshofen und Selzthal ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
  • Tauernachse:
    Auf der Tauernachse gibt es im heurigen Jahr aufgrund von Erhaltungsmaßnahmen zwei kurze Streckensperren von 10. bis 12. Juni 2017 und von 14. bis 16. Oktober 2017, jeweils zwischen Schwarzach-St. Veit und Böckstein. Für die Reisenden wird in dieser Zeit ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
  • Hangsicherungsarbeiten zwischen Steindorf und Straßwalchen:
    Von 12. Juli bis 4. September werden im Abschnitt zwischen Steindorf und Straßwalchen Hangsicherungsarbeiten durchgeführt. Aufgrund der Arbeiten ist von 12. bis 16. August 2017 ein Gleis gesperrt, wodurch es zu vorübergehenden Einschränkungen im Nahverkehr kommen kann.


Neubaustrecke Köstendorf – Salzburg

Die Planungen für die Umweltverträglichkeitserklärung der Neubaustrecke Köstendorf – Salzburg laufen 2017 auf Hochtouren weiter.

Steindorf bei Straßwalchen – Neumarkt-Köstendorf

Für den Ausbau des Streckenabschnitts zwischen Steindorf bei Straßwalchen und Neumarkt-Köstendorf ist 2017 das Behördenverfahren, die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und die Eisenbahnrechtliche Baugenehmigung vorgesehen.

Maßnahmen Bereich Golling und Pass Lueg

Betreffend die Bestandsstrecke am Pass Lueg erfolgen die Vorbereitungen (Erkundung, Planung und Ausschreibung) für die Brücken- und Galerieerneuerung ab 2018. Für Golling starten die Planungstätigkeiten für die sogenannte Linienverbesserung Golling 1 mitsamt Ersatz der Eisenbahnkreuzung durch eine Unterführung.

Streckenausbau von Salzburg Hauptbahnhof nach Freilassing

Der Ausbau des grenzüberschreitenden Streckennetzes zwischen Salzburg und Freilassing erfolgt in vier Abschnitten. Der dreigleisige Ausbau der drei, bis zur Saalach reichenden, österreichischen Abschnitte ist durch die ÖBB bereits fertiggestellt. Aktuell läuft der dreigleisige Ausbau des vierten Abschnitts von der Saalachbrücke bis Freilassing. Federführend ist dabei die Deutsche Bahn (DB). Die Gesamtfertigstellung ist für Dezember 2017 geplant.

Erneuerung Vorplatz Salzburger Hauptbahnhof

Das Projekt wird gemeinsam von der ÖBB-Infrastruktur AG und der Stadt Salzburg umgesetzt. Der Südtirolerplatz wird revitalisiert. Die Neugestaltung integriert den Umbau des Brunnens sowie neue Sitzsteine. Auch die Taxi- und Kiss & Ride Bereiche werden neu gestaltet. Kundinnen und Kunden für beide Bereiche warten künftig witterungsgeschützt unter der Überdachung. Die Taxi-Zufahrt wird durch eine neue Schrankenanlage überwacht. Die Fertigstellung des Projekts ist für Juni 2017 geplant.

Ausbau von Park & Ride und Bike & Ride Anlagen

  • Neumarkt-Köstendorf:
    Bis Dezember 2017 ist die Errichtung von 246 PKW Abstellplätzen geplant. Das Projekt wird nach einem festgelegten Kostenschlüssel von ÖBB, Land Salzburg und der Gemeinde Neumarkt am Wallersee umgesetzt.
  • Bad Vigaun:
    Fertigstellung der neuen Haltestelle und Neubau einer Park & Ride Anlage mit 60 PKW Abstellplätzen, 2 PKW Abstellplätzen für mobilitätseingeschränkte Reisende, sowie 48 Rad- und 10 Mopedabstellplätzen bis Juni 2017.
  • St. Johann im Pongau:
    Erweiterung der bestehenden Park & Ride Anlage auf insgesamt 48 PKW Stellplätze bis Dezember 2017. Das Projekt wird nach einem festgelegten Kostenschlüssel von ÖBB, Land Salzburg und der Gemeinde St. Johann im Pongau umgesetzt.
  • Golling-Abtenau:
    Erweiterung der bestehenden Park & Ride Anlage auf insgesamt 35 PKW Stellplätze und 120 Rad Stellplätzen bis November 2017. Das Projekt wird nach einem festgelegten Kostenschlüssel von ÖBB, Land Salzburg und der Gemeinde Golling-Abtenau umgesetzt.

Die kontinuierlichen Qualitätsverbesserungen im ÖBB-Angebot zeigen sich auch in der Kundenfrequenz. Immer mehr Menschen steigen auf die umweltfreundliche Bahn um. Bis 2022 sieht der ÖBB-Investitionsplan für das Bundesland Salzburg Investitionen von 470,4 Millionen Euro vor.

Neue Wienerdammbrücke

Die Arbeiten für die erste Projektphase wurden bereits gestartet. Bis zum August 2017 wird rund 150 Meter stadtauswärts von der bestehenden Brücke, eine neue Stahlbetonrahmenbrücke mit einer lichten Weite von rund 14 Meter und einem durchgehendem Gleisschotterbett errichtet. Die neue Stahlbetonrahmenbrücke ist die Voraussetzung, die Verkehrsachsen in diesem Bereich zu optimieren. Da im Zuge des Umbaus die Landstraße verlegt werden muss, haben Verkehrsplaner und Bauabteilung der Stadt Salzburg, gemeinsam mit den ÖBB eine optimale Lösung ausgearbeitet. Parallel zur Errichtung der neuen Bahnunterführung wird die Stadt Salzburg auf Höhe des neuen Brückenbauwerks einen Kreisverkehr errichten. Über diesen wird der Verkehr aus Richtung Kirchenstraße zur neuen Bahnunterführung und Richtung Salzburg-Nord geführt – der bisherige Umweg auf dieser Route von der Kirchenstraße stadteinwärts zur alten Unterführung entfällt künftig. Um einen reibungslosen Verkehrsstrom für den Individualverkehr und den öffentlichen Verkehr zu gewährleisten, wird der Kreisverkehr aus Richtung Bahnhofstraße mit einem Bypass Richtung Unterführung umfahren. Die Unterführung wird zwei Fahrspuren sowie einen Gehsteig bieten. Die Arbeiten für die Verlegung der Straßenunterquerung Landstraße inklusive Errichtung des Kreisverkehrs dauern von Juni bis Oktober 2017.

Rückfragehinweis für Medien

Johann Kapferer

Johann Kapferer

Pressesprecher Salzburg, Tirol, Vorarlberg

ÖBB-Holding AG
Südtiroler Platz 7
6020 Innsbruck

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ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 461 Millionen Fahrgäste und 111 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2016 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.265 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.700 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.