30. November 2017

ÖBB: Umbau der Lavanttalbahn voll im Gang

Mit der Eröffnung der Unterführung in der St. Jakober Straße wird ein weiterer Meilenstein für die Attraktivierung der Lavanttalbahn erreicht. Mit dem Fahrplanwechsel geht die Strecke wieder in den Normalbetrieb.

Seit 2008 realisieren die ÖBB Zug um Zug die neue Lavanttalbahn. Diese ist bedeutender Zubringer für die Koralmbahn und dient vornehmlich dem S-Bahn-Verkehr und der Versorgung der Industriebetriebe im Großraum Wolfsberg. Die heutige Verkehrsfreigabe der St. Jakober Straße markiert einen weiteren Meilenstein für eine attraktive Lavanttalbahn und setzt zugleich wichtige Akzente für den Komfort und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

„Mit der Freigabe der Unterführung in der St. Jakober Straße wird nicht nur die Verkehrssicherheit erhöht, die Unterführung bringt auch raumplanerische Vorteile. Stadtteile, die bisher durch Schranken getrennt waren, werden durch die Unterführung verbunden und damit einfacher erreichbar. Auch für den Öffentlichen Verkehr bringt die neue Unterführung Vorteile mit sich: die Züge können zeitsparender fahren, weil die Zuggeschwindigkeiten vor der bisherigen Schrankenanlage nicht mehr reduziert werden müssen“, erklärt Verkehrsreferent Rolf Holub.

Wolfgang Knes, Nationalratsabgeordneter: „Es freut mich, dass die Weichen für die Zukunft der Lavanttalbahn gestellt sind. Dazu trägt auch die fertiggestellte Unterführung der St. Jakober Straße bei. Ein gelungenes Projekt, dass auch der Sicherheit dient und neue Impulse bringt.“

Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz: "Die Attraktivierung der Lavanttalbahn ist eine enorme Aufwertung für unsere gesamte Region. Für Wolfsberg speziell bedeuten die neue Unterführung und die technischen Sicherungsmaßnahmen an den Bahnübergängen nicht nur ein Mehr an Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, sondern auch eine nachhaltige Verbesserung der städtischen Infrastruktur. Wolfsberg ist damit ein Stück schöner, sicherer und als Wirtschaftsstandort attraktiver geworden!"

„Die neue Lavanttalbahn von Wolfsberg bis zur künftigen Anbindung an die Koralmbahn stellen wir samt Elektrifizierung bis zur Inbetriebnahme der Koralmbahn für den Nahverkehr, welchen wir für Ende 2022 planen, fertig. Diese ist damit fit für die Zu(g)kunft“, erklärt Geschäftsbereichsleiter Hubert Hager von der ÖBB-Infrastruktur AG.

Die Maßnahmen im Detail

Ein zentrales Projekt der Attraktivierung der Lavanttalbahn ist die neue Unterführung in der St. Jakober Straße (Landesstraße 137). Parallel wurde die schienengleiche Eisenbahnkreuzung mit einer von Hand bedienten Schrankenanlage (übrigens eine der letzten in Kärnten), aufgelöst. Ebenso aufgelöst wurden die Eisenbahnkreuzungen in der Schleifenstraße und in Wolkersdorf Nord. Insgesamt werden 16 Eisenbahnkreuzungen entlang der Strecke aufgelassen, was nicht nur für mehr Sicherheit sorgt, sondern auch für einen flüssigeren Verkehr und damit für einen höheren Komfort.

Aber nicht nur die Investitionen in die Sicherheit standen an oberster Stelle, sondern auch der weitere Bahnhofsumbau von Wolfsberg. Sämtliche Gleise und Weichen wurden erneuert und auf den künftigen Bedarf für den Betrieb der Koralmbahn neu ausgelegt. Ebenso erfolgten die Vorarbeiten zur Elektrifizierung der Strecke vom neuen Bahnhof Lavanttal bis in die Bezirkshauptstadt. „Elektronische Stellwerke sorgen nunmehr  in den Bahnhöfen von Wolfsberg, St. Stefan und St. Andrä für mehr Sicherheit und eine optimale Betriebsabwicklung“, so Hager.

Aufgrund der Arbeiten an der Lavanttalbahn musste die Strecke St. Paul im Lavanttal – Wolfsberg – Bad St. Leonhard von März an gesperrt werden. Mit dem kommenden Fahrplanwechsel geht die Strecke nun wieder regulär in Betrieb. Wir bedanken uns bei der Bevölkerung für das Verständnis während der Bauarbeiten. Für die Wolfsbergerinnen und Wolfsberger gab es am Donnerstag daher den ganzen Tag über kostenlos Maroni, Koralmbahn-Adventkalender und Informationsbroschüren zur künftigen Hochleistungsstrecke zwischen Graz und Klagenfurt.

Koralmbahn als Teil der neuen Südstrecke

Die 130 Kilometer lange Koralmbahn ist Teil des Baltisch Adriatischen Korridors und ist ein wichtiges Bindeglied auf dieser neuen Südstrecke. Die Neubaustrecke wird nicht nur die Landeshauptstädte Klagenfurt und Graz auf kürzestem Wege verbinden, sondern auch im Europäischen Sinn eine wichtige Hochleistungsverbindung darstellen. Ihr Herzstück ist der 33 Kilometer lange Koralmtunnel. Darüber hinaus entstehen an der neuen Hochleistungsstrecke 12 neue Bahnhöfe und Haltestellen, über 100 Brücken sowie zahlreiche weitere Tunnelbauten.

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Pressesprecher Kärnten, Osttirol, Steiermark, südl. Burgenland

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Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 461 Millionen Fahrgäste und 111 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2016 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.265 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.