05. März 2018

ÖBB: Namenswettbewerb für Tunnelbohrer beim Semmering-Basistunnel

Die ÖBB-Infrastruktur sucht Namen für die beiden Geschwister-Maschinen beim Semmering-Basistunnel. Die beiden 120 Meter langen Tunnelbohrer graben ab Frühjahr 2018 einen Teil des Bahntunnels.

Zwei Tunnelbohrmaschinen - eine pro Tunnelröhre - werden beim Semmering-Basistunnel schon bald zum Einsatz kommen. Dabei werden sich die Riesenbohrer vom Fröschnitzgraben (Stmk.) in 400 Meter Tiefe rund 9 Kilometer in Richtung Gloggnitz durch den Berg fressen. Noch sind die beiden Geschwister-Maschinen namenlos - unter infrastruktur.oebb.at/tunnelbohrer gibt es die Möglichkeit, Namen vorzuschlagen und mit kreativen Ideen zu punkten. Für die drei besten Vorschläge gibt es Tickets für den Start-Event des Tunnelbohrers im Sommer zu gewinnen.

Tunnelbohrer haben 1.000 Kilometer lange Anreise

Der Großteil des 27 Kilometer langen Bahntunnels wird "in Handarbeit" im klassischen Bagger- und Sprengvortrieb errichtet. Die Tunnelbohrmaschinen können nur dort zum Einsatz kommen, wo das Gestein sehr homogen, also gleichbleibend und relativ fest ist. Wie eine fahrende Fabrik unter der Erde kleiden sie den ausgebrochenen Tunnel gleich mit Betonfertigteilen, den sogenannten Tübbingen, aus. Die Tunnelbohrmaschinen wurden in einem Werk in der Nähe von Lyon gebaut und legen vor ihrem Einsatz eine 1.000 Kilometer lange Reise per Schiff und Lkw von Frankreich zum Semmering zurück. Aus Platzgründen werden die beiden Bohrer hintereinander in Einzelteilen angeliefert und dann 400 Meter unter der Erde zusammengebaut. Eine Maschine wiegt gigantische 2.500 Tonnen - das entspricht in etwa dem Gewicht von 400 Elefanten. 120 Meter sind diese Giganten lang - das ist länger als ein Fußballfeld. Im Frühjahr 2018 wird der erste Tunnelbohrer beim Semmering-Basistunnel seine Arbeit aufnehmen.

Fortschritt auf allen Baustellen

Nicht nur im Fröschnitzgraben wird auf Hochtouren gearbeitet. Von niederösterreichischer Seite in Gloggnitz haben sich die Maschinen und Arbeiter bereits 2,5 Kilometer in den Berg gegraben. Auf den anderen Baustellen in Göstritz (Schottwien, NÖ), Fröschnitzgraben und Grautschenhof (beide Spital/Semmering, Stmk.) errichtet man Zugänge, die Menschen und Material tief ins Innere des Berges befördern. Das westliche Tunnelportal befindet sich in Mürzzuschlag. Dort geht es mit den Arbeiten rund um den Bahnhof und das Portal 2019 los.

Semmering-Basistunnel

Der rund 27 km lange Semmering-Basistunnel bringt mehr Reisequalität für die Fahrgäste und erhöht die Leistungsfähigkeit des Schienengüterverkehrs deutlich. Ab 2026 reisen Fahrgäste umweltfreundlich und sicher mit der Bahn in weniger als zwei Stunden von Wien nach Graz. Ab diesem Zeitpunkt wird auch der Güterverkehr energieeffizient auf der neuen Strecke abgewickelt. Was bisher auf der Weststrecke mit attraktiven Fahrzeiten und dichten Zugintervallen erlebbar ist, wird bald auch auf der Südstrecke umgesetzt. Durch den Semmering-Basistunnel wird die Bahn nun auch auf der Nord-Süd-Verbindung Österreichs zum Auto und zum LKW konkurrenzfähig.

Die neue Südstrecke

An mehr als 100 großen und kleinen Projekten arbeitet die ÖBB-Infrastruktur AG derzeit entlang der Südstrecke, einem Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors. 200 Kilometer Bahnlinie werden modernisiert, 170 Kilometer neu gebaut. 80 km neue Tunnel und 150 neue Brücken errichtet. Mehr als 5.000 Menschen arbeiten daran. Ab Ende 2026 eilen die Züge in 2 Stunden 40 Minuten von Wien nach Klagenfurt, von Graz nach Klagenfurt in 45 Minuten. Sie passieren, auf insgesamt 470 km, viele neue Bahnhöfe und durchqueren mit hohen Geschwindigkeiten zwei Berge - den Semmering und die Koralpe. Das Projekt Südstrecke umfasst: den Nordbahn-Ausbau, den Ausbau Wien-Bratislava, den neuen Wiener Hauptbahnhof, das Güterzentrum Wien Süd, den Ausbau der Pottendorfer Linie, den Bau des Semmering-Basistunnels, acht modernisierte Bahnhöfe auf dem Weg von Bruck nach Graz, den modernisierten Grazer Hauptbahnhof und 130 Kilometer neue Koralmbahn. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen für einen zukunftsorientierten Personen- und Güterverkehr. infrastruktur.oebb.at/suedstrecke

Rückfragehinweis für Medien

Christopher Seif

DI Christopher Seif

Pressesprecher Wien, Niederösterreich, Burgenland

ÖBB-Holding AG
Bahnhofsplatz 1
3100 St. Pölten

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Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.