24. Mai 2019

Verkehrsfreigabe Unterführung Stockerau

Auflassung der Eisenbahnkreuzung bringt mehr Sicherheit im Straßenverkehr und Optimierung des Verkehrsflusses; Investitionskosten ca. 10 Millionen Euro

Die niveaugleichen Kreuzungen der Landesstraße B3 und des angrenzenden Geh- und Radweges mit der Trasse der Nordwestbahn (Wien-Znaim) im Stadtgebiet von Stockerau waren immer neuralgische Verkehrsknotenpunkte, an denen es aufgrund geschlossener Schranken häufig zu längeren Wartezeiten für die StraßenverkehrsteilnehmerInnen gekommen ist. In einem gemeinschaftlichen Projekt der ÖBB mit dem Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde Stockerau wurde diese Eisenbahnkreuzung aufgelassen und durch eine Unterführung ersetzt. Durch diese neue, niveaufreie Bahnquerung mit der Landesstraße B3 wird der Verkehrsfluss künftig optimiert und die Sicherheit erhöht. Investiert wurden insgesamt mehr als 10 Millionen Euro. Die Verkehrsfreigabe erfolgte heute durch Thomas Simandl, Regionalleiter der ÖBB Infrastruktur, Landesrat Ludwig Schleritzko, Bürgermeisterin Andrea Völkl und Josef Decker, NÖ Straßenbaudirektor.

Errichtung Unterführung

Die Eisenbahnkreuzung der Nordwestbahn mit der B3 war einer der meistbefahrenen Bahnübergänge in Niederösterreich. In etwa 14.000 Autos trafen täglich auf ca. 90 Züge, wodurch es immer wieder zu Wartezeiten gekommen ist. Mit dem Neubau einer Unterführung wurde nun die Möglichkeit geschaffen, den Straßenverkehr flüssiger abzuwickeln. Die Ausbildung der Unterführung erfolgte als wasserdichte Wanne. Die lichte Durchfahrtshöhe beträgt 4,70 m und neben den zwei Fahrstreifen wurde auch ein erhöhter, von der Fahrbahn getrennter, kombinierter Geh- und Radweg hergestellt. Dabei fielen rund 20.000 m³ Aushub an und es wurden ca. 6.500 m³ Beton sowie 700 Tonnen Bewehrungsstahl verarbeitet. Die Vorarbeiten für dieses Projekt haben bereits im Oktober 2017 begonnen, die Hauptarbeiten starteten Ende Jänner 2018.

Begleitende Straßenbaumaßnahmen

Im Zuge der Errichtung der Unterführung wurde auch die Straßenbrücke über den Göllersbach erneuert und für mehr Verkehrssicherheit ein Kreisverkehr bei der Kreuzung mit der Pragerstraße (Landestraße L 30) errichtet. Zudem erfolgte eine Nebenflächengestaltung entlang der B3 vom neuen Kreisverkehr bis zur Kreuzung B3 / Schaumanngasse.

Um die Straßensperre der B3 optimal auszunutzen, wurde auch die Fahrbahn von der Rudolf-Diesel-Straße bis zur Unterführung sowie zwischen der Göllersbachbrücke und dem Knoten Stockerau Nord erneuert.

Arbeiten im Detail

  • Abtrag bestehende Eisenbahnkreuzungen
  • Errichtung Unterführung B3 / ÖBB
    • Grundwasserdichte weiße Wanne
    • Eisenbahnbrücke WIB-Tragwerk
  • Pumpwerk + Versickerungsbecken
  • Straßenbau der Landesstraße
  • Geh- und Radweg (In Unterführung erhöht)
  • Abtrag und Neubau Straßenbrücke über den Göllersbach
  • Kreisverkehr Hornerstraße (B3) – Pragerstraße (L30)
  • Anbindung Gemeindestraßen
    • bis Schaumanngasse
    • Eisenbahnersiedlung, Kolomaniwörth
    • Zufahrten Hornerstraße (B3)
  • Errichtung von Parkplätzen, Geh- und Radwegen

Kosten und Finanzierung

Die Investitionen für die Unterführung betragen 9,8 Millionen Euro. Davon übernehmen die ÖBB ca. 5,2 Millionen Euro, das Land Niederösterreich ca. 3,4 Millionen Euro und die Stadtgemeinde Stockerau 1,2 Millionen Euro. Die Kosten für die begleitenden Straßenbaumaßnahmen belaufen sich auf rund 800.000 Euro, wovon rund 700.000 Euro vom Land NÖ und rund 100.000 Euro von der Stadtgemeinde Stockerau getragen werden.

Rückfragehinweis für Medien

Christopher Seif

DI Christopher Seif

Pressesprecher Wien, Niederösterreich, Burgenland

ÖBB-Holding AG
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