28. November 2019

ÖBB: Grundsteinlegung Bildungscampus St. Pölten

Die Bahn der Zukunft braucht geschulte Fachkräfte – Neubau des ÖBB-Bildungscampus St. Pölten bringt modernste Anlagen und mehr Platz für höchsten Ausbildungsstandard.

In den kommenden Jahren beenden rund 10.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihren aktiven Dienst bei den ÖBB. Dadurch ergibt sich insbesondere im Bereich eisenbahnspezifischer Berufsgruppen wie Fahrdienstleiter, Verschieber, Triebfahrzeugführer oder Wagenmeister ein hoher Bedarf an neuen, gut ausgebildeten Fachkräften. Durch die Bündelung der Aus- und Weiterbildung am Standort St. Pölten schaffen die ÖBB ein österreichweites Kompetenzzentrum, in dem einheitliche Standards auf hohem Niveau vermittelt werden können. Heute wurde der Grundstein für dieses Projekt von ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Andreas Matthä gemeinsam mit Landesrat Ludwig Schleritzko und St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler gelegt. Die Fertigstellung ist für Dezember 2021 geplant, der Beginn des Lehrbetriebes ist für April 2022 vorgesehen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 70 Millionen Euro.

Andreas Matthä, CEO ÖBB: „Ab Frühjahr 2022 bieten wir mit dem neuen zentralen Bildungscampus St. Pölten fachspezifische Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten auf höchstem Niveau. Davon profitieren sowohl unsere MitarbeiterInnen im ÖBB-Konzern als auch all jene KollegInnen, die im Eisenbahnsektor in Österreich tätig sind.“

Bürgermeister Matthias Stadler: „Mit dem Bau des Bildungscampus wird St. Pölten als größter Bildungsstandort Niederösterreichs beträchtlich aufgewertet und erlangt für ganz Österreich große Bedeutung. Der ÖBB-Bildungscampus ist zudem ein wertvoller Baustein zur Erweiterung des bereits bestehenden Eisenbahnclusters in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Von diesem zukunftsorientierten Projekt wird die Stadt in vielfacher Weise profitieren: Investitionen in Millionenhöhe werten den Standort auf, kurbeln die Wirtschaft an, bringen neue qualifizierte Arbeitsplätze, locken junge Menschen in die Stadt und heben das Image der Stadt allgemein.“

Landesrat Ludwig Schleritzko: „Die Bahnlinien im Land sind das Rückgrat unserer Mobilitätsangebote in Niederösterreich. 17 Millionen Kilometer legen die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher täglich mit der Bahn zurück. Ohne gut ausgebaute Schienennetze, gut gewartete technische Anlagen und das entsprechende Wagenmaterial würde es auch keine attraktiven Verbindungen für die Pendlerinnen und Pendler geben. Die Grundlage dafür liefern die hier ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind es, die zukünftig dafür Verantwortung tragen, dass der Verkehr auf der Schiene nicht ausgebremst wird. Dafür wünsche ich alles Gute!“

Modernste Ausbildungsstandards für die besten Köpfe

Die ÖBB haben den Anspruch, zu den Top-Arbeitgebern Österreichs zu zählen. Dazu sind modernste Ausbildungsstandards und -methoden wichtig, um mit den besten Köpfen fit für die Zukunft der Bahn zu sein. Mit dem ÖBB-Bildungscampus in St. Pölten wird der Konzern alle eisenbahnspezifischen betrieblichen und technischen Ausbildungen sowie Schulungen an einem neuen modernen Standort bündeln. Der Campus wird höchste Ausbildungsqualität und einheitliche Ausbildungsstandards für erwachsene Mitarbeiter und auch für ÖBB-Lehrlinge bieten. Beide Bildungsstätten werden aber weiterhin getrennt geführt, da für Jugendliche andere (jugend)rechtliche Bestimmungen gelten als für Erwachsene. Allgemeine Bereiche wie Küche, Restaurant, Sporteinrichtungen und Veranstaltungsräume können gemeinsam genutzt werden.

Modernste Ausbildungseinrichtung für Bahnsektor

Die ÖBB bauen einen neuen zentralen Bildungscampus, bestehend aus einem Nächtigungstrakt und einem Seminar- und Übungstrakt und vereinen die beiden bestehenden Bildungszentren Wien und St. Pölten-Wörth an einem Standort.

Unterrichtet werden täglich bis zu 560 Personen, die mit Hilfe von Lehrstellwerken, Modellanlagen und Simulatoren den Bahnbetrieb im Detail erlernen. In St. Pölten erfolgt die Aus- und Fortbildung aller eisenbahnspezifischen, betrieblichen und technischen ÖBB-Berufe sowie eine Vielzahl an Schulungen wie etwa das richtige Verhalten im Gleisbereich. Zahlreiche Personen von österreichischen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) wie etwa Privatbahnen, aber auch von Bauunternehmungen, wurden schon in unseren Bildungszentren ausgebildet.

Im Seminartrakt befinden sich 30 Schulungsräume und 15 Räume mit Modell- und Simulationsanlagen. Für jene Kurs- und Seminarteilnehmer, die von weiter herkommen, wird ein Nächtigungstrakt mit 240 Zimmern gebaut. Dadurch hat man am Campus die Möglichkeit, gemeinsam zu lernen und Wissen auszutauschen sowie im Haus gemeinsam zu essen und auf den Freizeitanlagen neue Energie zu sammeln.

Die ÖBB werden außerdem ab dem nächsten Jahr den großen ÖBB-Wohnungsbestand gleich in der Nähe des TS Werks St. Pölten Schritt für Schritt attraktiveren. So schaffen die ÖBB für ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen moderne und leistbare Wohnungen.

Und für die Erreichbarkeit des Bildungscampus wird ab Fahrplanwechsel 2021/22 die neue Haltestelle Bildungscampus an der Traisentalbahn zur Verfügung stehen.

Zahlen – Daten – Fakten

  • Baubeginn:                 Oktober/November 2019
  • Baufertigstellung:       Dezember 2021
  • Beginn Lehrtätigkeit: April 2022
  • Investitionsvolumen: rund 70 Mio. Euro
  • Bruttogrundfläche:     rund 20.000 m² auf zwei Gebäudeteile
  • Baumaßnahmen:
    • Seminar- und Übungsräume-Trakt:
      Seminarräume für 20-30 Personen, Verwaltungsräume, Lehrstellwerke, Modellanlagen, Simulationsanlagen, Simulatoren.
    • Nächtigungstrakt: 240 Einbett-Zimmer mit Bad/WC.
    • Außenanlagen: Lehrmodellhalle für große Modelle (z.B. Triebfahrzeuge), Gleisbauhalle (für gleisbautechnische Ausbildung), Verschubgleise (Training für Verschieber)

Rückfragehinweis für Medien

Christopher Seif

DI Christopher Seif

Pressesprecher Wien, Niederösterreich, Burgenland

ÖBB-Holding AG
Bahnhofsplatz 1
3100 St. Pölten

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Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 474 Millionen Fahrgäste und 113 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2018 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von rund zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem der Zukunft. Konzernweit 41.641 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlingen sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.