21.01.2020

Neue Oberleitung von Rekawinkel bis Tullnerbach-Pressbaum

Abtrag und Neuerrichtung der Oberleitungsanlage auf ca. 6 km; Austausch der Fahrleitung und 120 Oberleitungsmasten; Investitionssumme 3,5 Millionen Euro

Wie Autos und Straßen brauchen auch Bahnlinien immer wieder in regelmäßigen Abständen ein „Service“. So auch auf der „alten“ Weststrecke, der sogenannten Bestandstrecke, wo es zwischen Rekawinkel und Tullnerbach-Pressbaum in den nächsten Monaten zu einer Kompletterneuerung der Oberleitungsanlage kommt. Die Oberleitung wurde im Jahr 1952 errichtet und hat somit 68 Jahre höchst zuverlässig ihren Dienst getan. 1984, also vor mittlerweile auch bereits mehr als 35 Jahren, wurden zwar Seile und Fahrdrähte getauscht, jetzt hat die Oberleitungsanlage aber langsam das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Um einen zuverlässigen, sicheren und auch effizienten Betrieb auch weiterhin zu gewährleisten, wird die Oberleitungsanlage neu und dem neuesten Stand der Technik entsprechend errichtet. Die Vorarbeiten wie Oberleitungsmastsondierungs- und Oberleitungsmastfundierungsarbeiten haben vorige Woche begonnen, in weiterer Folge werden eventuelle Rodungsarbeiten und das Stellen der Oberleitungsmasten durchgeführt. Im Sommer dieses Jahres erfolgt auf einer Länge von ca. sechs Kilometern die Montage der neuen Oberleitung und Spitzenleitungen, die bestehende Oberleitungsanlage wird dann abgetragen. Die Inbetriebnahme und somit der Abschluss der Arbeiten ist für Anfang September geplant. Die Investitionssumme beläuft sich auf 3,5 Millionen Euro.

Ablauf in mehreren Phasen

Die Vorarbeiten für das Projekt haben in der vergangenen Woche begonnen. Im Streckenabschnitt zwischen Rekawinkel und Tullnerbach-Pressbaum finden bis Ende Jänner Oberleitungsmastsondierungs- und Oberleitungsmastfundierungsarbeiten. Von 1. bis 10. Februar erfolgt das Rammen und Stellen der Fahrleitungsmasten für die Erneuerung der Oberleitung auf Gleis 1 und 2. In einer weiteren Arbeitsphase von Mitte Februar bis 14. März stehen Nachtarbeiten zur Fertigstellung der Fahrleitungsmasten auf dem Programm. Im Zeitraum 1. August bis 7. September 2020 wird die neue Oberleitungskette auf die neuen Masten aufgezogen und die alte Anlage abgebaut. Zudem finden punktuell entlang der Gleise Rodungsarbeiten statt. Dies soll verhindern, dass Bäume auf die Oberleitungsanlage stürzen und führt damit zu einer Erhöhung der Betriebssicherheit.

Betriebliche Einschränkungen überschaubar

Während der Bauphasen zur Neuerrichtung der Oberleitungsanlage wird es eingleisige Sperren geben. Einerseits in den Semesterferien von 1. bis 9. Februar – in diesem Zeitraum wird ein Schienenersatzverkehr für alle Schnellbahnzüge zwischen Tullnerbach-Pressbaum und Neulengbach eingerichtet. Im Sommer sehen die Planungen dann noch einmal einen eingleisigen Betrieb im selben Abschnitt vor.

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Die ÖBB sind bemüht, Lärmentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der durchzuführenden Arbeiten und der dazu erforderlichen Maschinen nicht vermieden werden können. Durch das Herstellen der Oberleitungsmastfundamente in Rammtechnik treten Schlaggeräusche auf. Die Baumaßnahmen laufen sowohl am Tag als auch in der Nacht, um den Zugverkehr im Sinne der zahlreichen Reisenden so wenig wie möglich zu beeinflussen. Zum Einsatz kommen Zwei-Wege-Bagger, Motorturmwagen, Rammgerät, Maststellgerät.

Rückfragehinweis für Medien

Oberleitungsmasten setzen

DI Christopher Seif

Pressesprecher Wien, Niederösterreich, Burgenland

ÖBB-Holding AG
Bahnhofsplatz 1
3100 St. Pölten

Telefon +43 664 6170022

christopher.seif@oebb.at

Für allgemeine Informationen oder Fahrgastinfos kontaktieren Sie bitte unser ÖBB Kundenservice +43 5 17 17 oder oebb.at/kontakt.

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Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.