24.01.2020

Hauptarbeiten für Unterführung Lanzendorf starten

Auflassung der Eisenbahnkreuzung bringt Mitte 2021 mehr Sicherheit im Straßenverkehr und Optimierung des Verkehrsflusses; Investitionskosten 14,8 Millionen Euro

Der Bahnübergang, wo die Landesstraße B11 niveaugleich im Gemeindegebiet von Lanzendorf die Trasse der Ostbahn (Wien-Bruck/Leitha-Hegyeshalom) kreuzt, wird in einem gemeinschaftlichen Projekt der ÖBB mit dem Land Niederösterreich und der Gemeinde Lanzendorf aufgelassen und durch eine Unterführung ersetzt. Durch diese neue, niveaufreie Bahnquerung mit der Landesstraße B11 wird der Verkehrsfluss künftig optimiert und die Sicherheit erhöht. Investiert werden insgesamt 14,8 Millionen Euro. Heute haben sich Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG, und Karl Wilfing, Präsident des Niederösterreichischen Landtages, gemeinsam mit Josef Decker, Leiter Straßendienst Land NÖ, und Bürgermeisterin Silvia Krispel ein Bild vom bisherigen Verlauf der Arbeiten gemacht.

Errichtung Unterführung beginnt

Auf der Eisenbahnkreuzung der Ostbahn mit der B11 treffen täglich in etwa 6.800 Autos auf ca. 370 Züge, wodurch es immer wieder zu Wartezeiten kommt. Mit dem Neubau einer Unterführung wird die Möglichkeit geschaffen, den Straßenverkehr flüssiger abzuwickeln. Die Ausbildung der Unterführung erfolgt als wasserdichte Wanne. Die Fahrbahnbreite beträgt sieben Meter, die lichte Durchfahrtshöhe knapp fünf Meter. Von der B11 entkoppelt wird ein kombinierter Geh- und Radweg mit Stiegenaufgängen zu den jeweiligen Bahnsteigen hergestellt. Außerdem werden im Zuge des Projekts die Bahnsteige 1 und 2 erneuert sowie eine Park&Ride-Anlage mit 53 PKW- sowie 48 Bike&Ride-Plätzen errichtet.

Ablauf Hauptarbeiten

Die Hauptarbeiten für die Errichtung der Unterführung sind für den Zeitraum Jänner 2020 bis Mai 2021 anberaumt. Von 24. Jänner 2020 bis 21. Mai 2021 ist die Eisenbahnkreuzung mit der B11 gesperrt. In den kommenden Wochen werden die bestehenden Wartebereiche sowie die Stiegeneinhausungen abgetragen. In der ersten Februar-Hälfte werden in mehreren Nachtschichten Bohrpfähle gesetzt, wofür ein massives Drehbohrgerät zum Einsatz kommt. Der Einbau einer sogenannten Hilfsbrücke, unterhalb derer das neue Eisenbahnbrückentragwerk über der Straße errichtet wird, erfolgt mittels Kranwagen an den Wochenenden von 21. bis 24. Februar 2020 bzw. 28. Februar bis 3. März 2020.

Vorarbeiten bereits abgeschlossen

Die Vorarbeiten für dieses Projekt wurden schon im vergangenen Jahr durchgeführt. Dabei wurden neben notwendigen Abbrucharbeiten und der Baufeldfreimachung auch die Verbindungsstraße zwischen Ingenieur-Karl-Strycek-Straße und Buchengasse sowie die neue Verbindungsstraße „Eichenstraße bis Firma Dasch“ hergestellt.

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Um die Beeinträchtigungen in einem möglichst kurzen Zeitrahmen zu halten und um den Zugverkehr tagsüber im Sinne der zahlreichen Fahrgäste weitgehend aufrechterhalten zu können, müssen die Arbeiten teilweise auch an Wochenenden oder in der Nacht durchgeführt werden. Die ÖBB sind bemüht, Lärmentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der durchzuführenden Arbeiten und der dazu erforderlichen Maschinen nicht vermieden werden können. Durch die Maßnahmen wird die Qualität der Schieneninfrastruktur gewährleistet.

Kosten und Finanzierung

Die Gesamtkosten für die Unterführung, die Bahnsteige und die Park&Ride-Anlage betragen 14,8 Millionen Euro. Davon übernehmen die ÖBB ca. 11,3 Millionen Euro, das Land Niederösterreich ca. 2,5 Millionen Euro und die Gemeinde Lanzendorf rund eine Million.

Rückfragehinweis für Medien

(v.l.) ÖBB-Vorstand Franz Bauer, Bürgermeisterin Silvia Krispel, NÖ-Landtagspräsident Karl Wilfing, Leiter NÖ Straßendienst Josef Decker

Mag. Karl Leitner

Pressesprecher Oberösterreich

ÖBB-Holding AG
Scharitzerstraße 8
4020 Linz

Telefon +43 664 6179446

karl.leitner@oebb.at

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Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.