29.01.2020

Streckenausbau Wien-Bratislava: Zwei Eisenbahnkreuzungen bei Raasdorf ab 6. Februar gesperrt

Neue Überführungen ab Herbst; Örtliche Umleitungen werden eingerichtet; Ausbau Wien-Bratislava geht zügig voran

Die Bahnstrecke zwischen Wien Stadlau und der Staatsgrenze bei Marchegg wird derzeit unter laufendem Bahnbetrieb elektrifiziert und abschnittsweise zweigleisig ausgebaut. Das stärkt die Verbindung zwischen den beiden EU-Hauptstädten und verkürzt die Fahrzeit um bis zu 25 Minuten. Im Zuge des Ausbaus werden aber auch die Bahnhöfe und Haltestellen entlang der Strecke modernisiert und barrierefrei gestaltet. Außerdem werden sämtliche Eisenbahnkreuzungen aufgelassen und durch Unter- oder Überführungen ersetzt.

Nachdem im Vorjahr die Überführung der L5 über die Marchegger Ostbahn errichtet und für den Verkehr freigegeben wurde, starten heuer die Arbeiten an den Querungen der L11 und der L3019. Die Eisenbahnkreuzungen werden deshalb ab 6. Februar gesperrt, örtliche Umleitungen werden eingerichtet. Im Oktober 2020 sollen beide Überführungen eröffnet werden.

Keine Wartezeit, mehr Sicherheit

Bis 5. Februar heißt es auf der Groß-Enzersdorfer Straße (L3019) und der L11 am Bahnübergang noch anhalten und auf die Vorbeifahrt des Zuges warten. Tags darauf starten die Arbeiten für die neuen Überführungen und beide Bahnübergänge werden für den gesamten Straßenverkehr gesperrt. Eine örtliche Umleitung über die L5 wird eingerichtet. Wie auch im Vorjahr soll die Errichtung binnen weniger Monate abgeschlossen sein. Dann entfällt die Wartezeit an der Eisenbahnkreuzung und sämtliche VerkehrsteilnehmerInnen profitieren von der erhöhten Sicherheit.

Unterdessen geht auch der Ausbau entlang der Strecke zügig voran. Der Bahnhof Raasdorf steht den Fahrgästen bereits zur Verfügung, die Arbeiten an den Haltestellen Glinzendorf und Untersiebenbrunn sowie entlang der Strecke laufen auf Hochtouren. Außerdem starten heuer noch die Arbeiten an der Überführung der Gemeindestraße Untersiebenbrunn.

Streckenausbau Wien-Bratislava: EU-weit relevant

Nach der Fertigstellung des von der EU geförderten Projekts profitieren die Fahrgäste von einer raschen und sicheren Zugverbindung zwischen den beiden Hauptstädten Wien und Bratislava. Insgesamt stärkt der Ausbau das transeuropäische Netz, da die Strecke auf zwei europäischen Kernnetzkorridoren liegt: dem Baltisch-Adriatischen Korridor und dem Rhein-Donau-Korridor. Die Pendlerinnen und Pendler entlang der Strecke profitieren durch die Modernisierung sämtlicher Bahnhöfe und Haltestellen. Außerdem wird das P&R-Angebot enorm ausgebaut.