18.02.2020

ÖBB: Mögliche Alternativen für Tunnelausbruchmaterial der Neubaustrecke Köstendorf-Salzburg vorgestellt

Sechs mögliche Varianten erarbeitet; Entscheidung im Frühherbst; Enger Austausch mit Gemeinden und Bürgerinitiativen geplant

Östlich von Salzburg wollen die ÖBB die klimafreundliche Bahn ausbauen, damit mehr und pünktlichere Züge für die Menschen der Region fahren können. Am Montag haben Vertreter der ÖBB der Gemeinde Köstendorf, den Bürgerinitiativen sowie weiteren Anrainergemeinden den momentanen Planungsstand der Neubaustrecke Köstendorf – Salzburg nach dem Verbesserungsauftrag der Behörde präsentiert. Für das Tunnelausbruchmaterial des rund 16 km langen Flachgauertunnels wurden im Nahbereich des künftigen Ostportals nun sechs Alternativen erarbeitet: zwei mögliche Deponiestandorte und vier mögliche Standorte für eine Bahnverladeanlage.

Im Oktober 2019 hatte das für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) der Neubaustrecke Köstendorf – Salzburg zuständige Ministerium den ÖBB einen Verbesserungsauftrag erteilt. Laut Einschätzung der zuständigen Sachverständigen war der geplante Deponiestandort im Steinbachgraben aufgrund eines nahegelegenen Vorkommens an Steinkrebsen nicht genehmigungsfähig. Jetzt liegen die möglichen Alternativen am Tisch: zwei Flächen für eine Deponierung des Materials vor Ort und vier Standorte für die in der Region so vehement geforderte Bahnverfuhr sind für eine detailliertere Planung vorgesehen. Bei einem der beiden möglichen Deponiestandorte handelt es sich um eine Fläche am Tannberg, die bereits in den bisherigen Einreichunterlagen als mögliche Alternative genannt wird. Ein zweiter Standort liegt im Bereich Karlsreith, nahe der geplanten Baustelleneinrichtungsfläche Weng. Eine Bahnverladeanlage wäre an vier Punkten möglich, jeweils mit Anbindung an die bestehende Weststrecke oder bereits an die neue Strecke (siehe Grafik).

Entscheidung im Frühherbst mit nachvollziehbarer Bewertungsmatrix

Auch die Perspektive der Anrainerinnen und Anrainer soll nicht zu kurz kommen. Die ÖBB bieten den Vertreterinnen und Vertretern von Gemeinden und Bürgerinitiativen an, sich in den Prozess der Alternativenauswahl mit ihrer Sicht der Dinge einzubringen. Welche Alternative letztendlich bei der Behörde zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht werden soll, kann erst nach detaillierten Untersuchungen der einzelnen Flächen entschieden werden. Dafür sind unter anderem Probebohrungen und Kartierungen erforderlich.

Laut ÖBB-Projektleitung soll die Entscheidung für eine der sechs Varianten bis zum Frühherbst fallen. Die Überarbeitung der Einreichunterlagen wird bis Jahresende dauern.

Rückfragehinweis für Medien

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Mag. Robert Mosser

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