08.05.2020

ÖBB: Planung für neue Unterinntalbahn aktualisiert

Im August 2019 haben die ÖBB die Umweltverträglichkeitserklärung zur Neubaustrecke Schaftenau - Radfeld zur Genehmigung eingereicht. Nach intensiven Abstimmungen mit den Gemeinden wurden Details des Projektes nochmals verbessert. Von den Maßnahmen profitieren die Anrainer der neuen Bahn.

Beim Bau einer neuen Eisenbahnstrecke ist eine Vielzahl verschiedener Umweltaspekte zu berücksichtigen. In einer Umweltverträglichkeitserklärung haben die ÖBB bereits im vergangenen Sommer die Planung sowie geplante Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen bei der zuständigen Behörde eingereicht. Die Unterlagen werden derzeit von Sachverständigen geprüft, im Anschluss zur Einsichtnahme aufgelegt und abschließend auch öffentlich verhandelt.

Lösungen gemeinsam mit Gemeinden erarbeitet

Trotz der weit fortgeschrittenen Planung haben die ÖBB mit den Gemeinden der Region den intensiven Austausch zu Teilaspekten des Projektes weiter fortgesetzt. In zahlreichen Gesprächen haben die Techniker gemeinsam mit den Bürgermeistern und Interessensträgern Ergänzungen zu den Planunterlagen und verschiedene Bedürfnisse der Anrainer weiter ausgelotet. Ergebnis der intensiven Abstimmungen war eine Aktualisierung der Planungen im Zusammenhang mit einer Baustelleneinrichtungsfläche in Angath sowie in Bezug auf die Verknüpfungsstelle Langkampfen. Im Februar und März haben die Gemeinderäte von Angath und Langkampfen den ÖBB-Vorschlägen zugestimmt. Damit war der Startschuss für die Anpassung der Einreichpläne gegeben. Alle Überarbeitungen wurden Anfang Mai an die Behörde übermittelt.

Anpassungen in Langkampfen

Am Gebiet der Gemeinde Langkampfen war im Bereich Unterlangkampfen - Niederbreitenbach die Führung der neuen Bahngleise ursprünglich in einer ca. 1.150 m langen Wanne vorgesehen. Weiters war im Bereich Schaftenau/Auweg eine Überführung über die neu zu errichtenden Bahngleise geplant. Die Aktualisierungen sehen nun im Bereich Unterlangkampfen - Niederbreitenbach eine Unterflur-Tunnelstrecke vor. Im Bereich Schaftenau/Auweg soll die Querung der Bahntrasse in einer Unterführung erfolgen. Konsequenz daraus ist, dass sich das Tunnelportal für die Weiterführung der Eisenbahnstrecke in Richtung Deutschland um rund 800 Meter in Richtung Osten verschiebt.

Baustelleneinrichtung in Angath wird reduziert

Am Gebiet der Gemeinde Angath ist eine Baustelleneinrichtungsfläche zwischen Ortskern und Inntalautobahn A12 vorgesehen. Durch die Aktualisierung der Pläne ist eine Halbierung der Baustelleneinrichtungsfläche Angath möglich. Zugleich wird ein Teil der in Angath reduzierten Baustelleneinrichtungsfläche nun in den Bereich des nicht besiedelten Liesfeldes am Rande des Gemeindegebietes Kundl verlegt. Die Bevölkerung in den Projektgemeinden wird durch die gemeinsam ausgearbeiteten Anpassungen der Baulogistik wesentlich entlastet.

Lärmschutz ist ein besonderes Anliegen

Besonderes Augenmerk legen die Planer der neuen Unterinntalbahn auf die zeitgemäße Ausgestaltung der Lärmschutzmaßnahmen. Diese berücksichtigen sowohl die spezifische Umweltsituation als auch die topografischen Verhältnisse im Inntal. Die ÖBB rechnen mit einer gesamthaften Verbesserung der Verkehrslärmsituation im gesamten Projektraum. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet dabei auch die Umlegung des Schienenverkehrs von der Bestandstrecke auf die moderne Neubaustrecke.

Wichtiges Projekt am Nordzulauf zum Brenner-Basistunnel

Der zweite Ausbauschritt am Nordzulauf zum Brenner Basistunnel dient zur Herstellung einer leistungsfähigen Umfahrung des stark belasteten Eisenbahnknotens Wörgl. Durch das Projekt wird die Möglichkeit geschaffen, zusätzliche Gütertransporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern, was wiederum der ohnehin transitgeplagten Bevölkerung im Inn- bzw. Wipptal zugutekommen würde. Zudem würde dadurch ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des CO2 Ausstoßes geleistet. Auch der weitere Ausbau von regionalen Verkehrsangeboten wird durch die Herstellung einer modernen Schieneninfrastruktur wirkungsvoll unterstützt.

Rückfragehinweis für Medien

Nach intensiven Abstimmungen mit den Gemeinden wurden Details des Projektes nochmals verbessert.

Dr. Christoph Gasser-Mair

Pressesprecher Tirol, Vorarlberg

ÖBB-Holding AG
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