13.05.2020

ÖBB: Viergleisiger Ausbau der Weststrecke für mehr CO2-schonende Mobilität

UVP-Bescheid für Ausbau Linz-Marchtrenk von Bundesverwaltungsgericht bestätigt; Fortsetzung der viergleisigen Ausbaus Richtung Westen; Viergleisiger Ausbau Linz-Wels bringt besseres Angebot im CO2-freundlichen Zugverkehr

Die am 27. April 2020 zugestellte Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes zu den Einsprüchen betreffend UVP-Bescheid zum viergleisigen Ausbau der Strecke Linz-Marchtrenk ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Baustart für diesen für Oberösterreich so wichtigen Bahninfrastrukturausbau. Das Bundesverwaltungsgericht hat den vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Jahr 2018 ausgestellten positiven UVP-Bescheid bestätigt. Die ÖBB bedanken sich, dass das Gericht dieses komplexe Verfahren trotz der aktuellen Situation einer weltweiten Pandemie zum Abschluss gebracht hat. Damit können die ÖBB ihre Planungen mit voller Kraft fortsetzen und den Grundstein für ein besseres Zugangebot in Oberösterreich legen.

Mehr Kapazität für regionalen, nationalen und internationalen Bahnverkehr

Aktuell ist zwischen Linz und Wels kaum noch Platz für zusätzliche Züge. Verkehrsprognosen sagen für die nächsten Jahre deutliche Steigerungen des Bahnverkehrs auf dieser wichtigen nationalen und internationalen Strecke voraus. 32 Prozent der Züge fahren heute auf der Weststrecke, obwohl diese nur rund zehn Prozent der Betriebslänge des Österreichischen Schienennetzes ausmacht. Grund für die ÖBB, den viergleisigen Ausbau der Weststrecke kontinuierlich zu forcieren. Denn der Nutzen der seit 1989 sukzessive geplanten und realisierten und seit 2017 in Betrieb befindlichen viergleisigen Strecke zwischen Wien und Linz- Kleinmünchen spricht für sich: Bahnreisende sind schneller am Ziel als mit dem Auto. Die Anzahl der Fernverkehrsreisenden hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. In Zeiten des Klimawandels trägt dies zu einer positiven Klimabilanz bei.

Das Projekt "Viergleisiger Ausbau Linz-Wels" im Überblick

Die ÖBB investieren auf der Weststrecke insgesamt mehr als 1,25 Mrd. € in den Abschnitt Linz - Wels und führen damit ihre Erfolgsgeschichte des viergleisigen Bahnausbaus auf Österreichs wichtigster Bahnstrecke zwischen Wien und Salzburg weiter. Auf der Strecke Linz-Marchtrenk werden rund 776 Millionen € investiert, auf der Strecke Marchtrenk-Wels rund 226 Millionen € (für diesen Abschnitt läuft noch das UVP-Verfahren). Bereits im Laufen sind die Arbeiten für den viergleisigen Ausbau der Westseite Linz Hbf., für den rund 251 Millionen € investiert werden (Baustart September 2019). Wie wichtig der viergleisige Ausbau Linz- Wels für Oberösterreich ist, zeigt die Statistik: Bis zu 400 Züge werden täglich von den Fahrdienstleitern der Betriebsführungszentrale Linz zwischen Linz und Wels durchgeschleust - Tendenz steigend. Nachdem der Zugverkehr von Wien bis Linz Kleinmünchen auf vier Gleisen, danach aber auf zwei Gleisen geführt wird, stoßen die Gleiskapazitäten bereits jetzt an ihre Grenzen.

Vier Gleise schaffen mehr als zwei

Der Ausbau zwischen Linz und Wels ist daher der nächste notwendige Schritt auf der Weststrecke. Mit dem Ausbau der Weststrecke zur viergleisigen Hochleistungsstrecke wird die dafür nötige höhere Kapazität im Personen- und Güterverkehr geschaffen. Diese bildet die Basis für mehr Züge und ein besseres Angebot im Zugverkehr. Gleichzeitig punktet die viergleisige Weststrecke mit modernen Haltestellen, hohem Reisekomfort und deutlich kürzeren Fahrzeiten.

Viergleisiger Ausbau der Weststrecke

Im Dezember 1989 wurde die Bahnstrecke Wien - Salzburg zur Hochleistungsstrecke erklärt. Seither wird die Weststrecke Zug um Zug von Wien aus in Richtung Westen viergleisig ausgebaut. Der viergleisige Ausbau der Weststrecke ist auch Teil des Zielnetz 2025+, einer Ausbaustrategie von BMVIT und ÖBB. Seit der Inbetriebnahme der 60 Kilometer langen Neubaustrecke zwischen St. Pölten und Wien im Dezember 2012 hat sich die Reisezeit zwischen Wien Hbf. und Linz Hbf. bei Geschwindigkeiten bis zu 230 km/h um 19 Minuten auf 1:14 Stunden verkürzt. Mit dieser Fahrzeit lässt die Bahn das Verkehrsmittel Auto weit hinter sich und ist zudem auch sicherer.

Rückfragehinweis für Medien

Viergleisiger Ausbau der Weststrecke

Mag. Robert Mosser

Pressesprecher Salzburg

ÖBB-Holding AG
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Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.