03.06.2020

ÖBB: Linienverbesserung bringt Entlastung der Verkehrssituation in Golling

Baustart für Meilenstein in Golling noch 2020 geplant; Neue Unterführung sorgt für Erhöhung der Verkehrssicherheit

Nach umfassenden Planungen wird 2020 der Baustart für die Linienverbesserung der Bahnstrecke in Golling inklusive Errichtung von zwei Unterführungen für den Straßenverkehr erfolgen. Mit dem Ersatz der Eisenbahnkreuzung in der Wasserfallstraße wird der Verkehrsfluss in der Gemeinde stark verbessert – die langen Schließzeiten entfallen und auch Rettungskräfte müssen im Notfall keine zeitraubenden Umwege in Kauf nehmen. In den vergangenen Jahren ist es dort auch zu einer Unfallhäufung gekommen. Zudem wird durch die Beseitigung dieses Nadelöhrs im Hauptentwicklungsgebiet von Golling die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer stark erhöht und auch noch die bestehende Eisenbahnunterführung in der Ramslstraße neu gebaut.

Verbesserter Lärmschutz

Gleichzeitig wird mit der Errichtung der Unterführung ein Synergieeffekt genutzt, um neben einer Geschwindigkeitsanhebung südlich des Bahnhofs Golling-Abtenau durch eine leicht veränderte Führung der Bahntrasse auch die Lärmsituation für die Anrainerinnen und Anrainer zu verbessern. Die durch die Eisenbahnkreuzung bisher bedingte Lücke im Lärmschutz wird geschlossen und im gesamten Abschnitt eine dem Stand der Technik entsprechende neue Lärmschutzwand errichtet.

Vergabeverfahren für die Bauleistungen gestartet

Seit dem Planungsstart 2017 wurde das Projekt in intensiver Abstimmung mit Anrainern und der Gemeinde für den Bau vorbereitet und alle notwendigen Genehmigungen in den vorgesehenen Verfahrensschritten eingeholt. Die ÖBB investieren gemeinsam mit der Gemeinde Golling ca. 26 Millionen Euro für dieses Projekt. Die von diesem Projekt direkt betroffenen Anrainer wurden seitens der ÖBB-Infrastruktur AG und der Gemeinde Golling regelmäßig über den Fortschritt des so wichtigen Projekts informiert. Mit 15 Grundstückseigentümern sowie Rechtsträgern konnte eine einvernehmliche Einigung erzielt werden.

Trotz intensiver Bemühungen keine Lösung mit zwei Anrainern

Durch den Flächenbedarf der neuen Unterführung in der Wasserfallstraße müssen einige Gebäude weichen. Dem Eigentümer eines Wohnhauses wurden seitens der ÖBB bzw. der Gemeinde neben der üblichen Ablöse auf Basis von Sachverständigengutachten mehrere Ersatzimmobilien in der Gemeinde und alternative Lösungsvorschläge angeboten. In zahlreichen Gesprächen wurde zwar vor wenigen Monaten ein grundsätzliches Einvernehmen hergestellt, aber letztendlich ist kein rechtswirksamer Kauf zu Stande gekommen. Von einem weiteren Grundstückseigentümer wurde keine Zustimmung zur Grundinanspruchnahme erteilt. Um die Umsetzung des Projekts zu gewährleisten, mussten somit Enteignungsverfahren eingeleitet werden, bestätigt Projektleiter Christian Höss: „Wir bedauern sehr, dass wir trotz intensiver Gespräche und vieler innovativer sowie individueller Ansätze keine zufriedenstellende Lösung für die Betroffenen finden konnten. Im Sinne der Sicherheit und des öffentlichen Interesses war es jetzt notwendig, die Sache der Behörde zur Entscheidung vorzulegen.“

Bauausschreibung erfolgt – Fertigstellung für 2022 geplant

Die Ausschreibung für die Vergabe des Bauvorhabens ist bereits erfolgt. Die Bauarbeiten für dieses wichtige Projekt sollen im September starten und finden bei laufendem Bahnbetrieb statt. Die Fertigstellung des gesamten Projektes soll bis Dezember 2022 erfolgen.

Rückfragehinweis für Medien

Die Eisenbahnkreuzung in der Wasserfallstraße verschwindet.

Dr. Christoph Gasser-Mair

Pressesprecher Tirol, Vorarlberg

ÖBB-Holding AG
Südtiroler Platz 7
6020 Innsbruck

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