04.06.2020

ÖBB: Bahn frei für moderne Mobilitätsdrehscheibe Rum

Die ÖBB setzen ihre Bahnhofs- und Haltestellenoffensive im Großraum Innsbruck weiter erfolgreich fort. Ab Juni wird die ÖBB-Haltestelle Rum zu einer modernen und kundenfreundlichen Mobilitätsdrehscheibe mit neuer Tram-Haltestelle und erweiterter Bike+Ride-Anlage ausgebaut. Ab Ende 2022 ist ein rascher Umstieg von der Tram und den Regiobussen auf den Zug und umgekehrt möglich.

Bahnhöfe und Haltestellen sind der nachhaltige erste Eindruck für die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs. Als zentrale Drehscheibe sind sie eine der wichtigen Säulen zum bequemen Umstieg auf Bus und Bahn und damit auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität. „Investitionen in die Bahninfrastruktur sind ein großer und wichtiger Jobmotor mit bedeutsamen Impulsen für die regionale Wirtschaft. Die ÖBB leisten damit auch einen wichtigen Beitrag für die Sicherung der Arbeitsplätze in der Region, wie am Beispiel der ÖBB-Haltestelle Rum zu sehen ist. Ab Juni 2020 wird die Haltestelle zu einer kundenfreundlichen und modernen Mobilitätsdrehscheibe mit neuer Tram-Haltestelle sowie erweiterter Bike+Ride-Anlage ausgebaut. Zudem wird die IVB-Regionalbahn-Linie 5 von Innsbruck bis nach Rum verlängert. Die Endhaltestelle der erweiterten Regionalbahn befindet sich dann im unmittelbaren Nahbereich der ÖBB-Haltestelle Rum – ein Grund mehr, auf eine umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität umzusteigen und so einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele in unserem Land zu leisten“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe zum Start der Arbeiten. Nach Abschluss der Arbeiten im Dezember 2022 begrüßt die neue Mobilitätsdrehscheibe östlich der Landeshauptstadt die Fahrgäste in einem neuen und modernen Design mit erhöhtem Kundenkomfort, barrierefreien Zugängen, kurzen Fußwegen und einer direkten Anbindung der Regionalbahn-Linie 5 an die S-Bahn-Züge. Damit ist ein kundenfreundlicher und schneller Umstieg von der Tram in den Zug und umgekehrt möglich. Künftig können Kundinnen und Kunden, ohne Umweg über den Hauptbahnhof, in Rum direkt umsteigen und so die Randbereiche der Stadt erreichen. Insgesamt investieren die Projektpartner ÖBB-Infrastruktur AG, IVB, Land Tirol und die Gemeinde Rum rund 20 Millionen Euro in das Projekt.

Trotz COVID-19 starten die Arbeiten pünktlich laut Fahrplan

Die derzeit weltweit durch die Ausbreitung von COVID-19 (Coronavirus) vorherrschende Situation stellt auch die ÖBB-Infrastruktur AG vor große Herausforderungen. „An erster Stelle steht in einer derartigen Krisensituation die Gesundheit der Menschen. Gemeinsam mit den Vertragspartnern unternehmen wir alle Anstrengungen, um die Gesundheit und Sicherheit der auf der Baustelle tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass wir im Juni pünktlich laut Baustellenfahrplan mit den Arbeiten an der neuen, modernen Mobilitätsdrehscheibe in Rum beginnen können“, freut sich ÖBB-Infrastruktur Vorstand Franz Bauer. Insgesamt sind in Österreich wieder alle Baustellen der ÖBB-Infrastruktur AG am Laufen.

Die Um- bzw. Neubauarbeiten im Detail

„Als Gemeinschaftsprojekt von IVB und ÖBB wird eine neue, breite sowie barrierefreie und helle Fußgängerunterführung mit drei Liftanlagen zwischen den ÖBB-Bahnsteigen und einem Großmarkt im Gewerbegebiet Neu-Rum errichtet. Dies kommt insbesondere mobilitätseingeschränkten Fahrgästen sowie Personen mit schwerem Gepäck, Kinderwägen oder Fahrrädern zugute, die dadurch komfortabel und einfach alle Bahnsteige der Haltestelle und der Tram-Haltestelle erreichen. Die Bestandsunterführung und ursprüngliche Zugang zur ÖBB-Haltestelle Rum wird adaptiert und bleibt zur Nutzung auch als Ortsverbindung zwischen Rum und dem Gewerbegebiet von Neu-Rum erhalten. Ein deutlicher Mehrwert für unsere Gemeinde“, freut sich Rums Bürgermeister Edgar Kopp. Barrierefreie Wegeleitsysteme, moderne Warteräumlichkeiten sowie Informations- und Servicemonitore sorgen zusätzlich für eine kundenfreundliche Atmosphäre. Zudem wird für einen effizienten Lärmschutz gesorgt. Von den ÖBB werden im Bereich der Haltestelle die Lärmschutzwände adaptiert und teilweise erneuert. Die IVB errichten im Bereich der gesamten Serlesstraße ein gedämmtes Schienensystem, um die Anrainerinnen und Anrainer bestmöglich vor Immissionen durch die Tram zu schützen. „In das Tiroler Öffi-Netz wird weiter kräftig investiert. Durch die Verlängerung der Regionalbahn-Linie 5 von Innsbruck bis nach Rum und im Westen nach Völs sowie die direkte Anbindung der Linie 5 und der Regionalbusse an die neue ÖBB-Haltestelle Rum erschließt sich für die Kundinnen und Kunden eine völlig neue Dimension im Tiroler Nahverkehr. Einmal mehr ein Grund auf umweltfreundliche und nachhaltige Mobilitätsvarianten umzusteigen“, so IVB-Geschäftsführer Martin Baltes.

ÖBB und IVB ersuchen um Verständnis für die Arbeiten

Die ÖBB und die IVB sind bemüht, die Beeinträchtigungen während der Bauarbeiten so gering wie möglich zu gestalten. Bauvorhaben dieser Größenordnung sind jedoch mit Gleissperren, Nachtarbeiten sowie mit einem Anstieg des Lärmpegels und mit Staubbelastung verbunden. Die Anrainerinnen und Anrainer werden zeitgerecht mittels Postwurf informiert. Zudem muss im Zuge der Bauarbeiten die Hallerstraße mehrfach umgelegt werden, um die Herstellung des Unterführungsbauwerks zu ermöglichen. Dies geschieht unter Aufrechterhaltung der Zufahrten zum Gewerbegebiet Neu-Rum sowie des Verkehrs auf der Hallerstraße. Aufgrund der Arbeiten kann es zu Verkehrsbehinderungen sowie Umleitungen kommen. Die ÖBB und die IVB bitten dafür um Verständnis.

Mobilitätsdrehscheibe Rum: Zahlen – Daten - Fakten

Start Baumaßnahmen:

Juni 2020

Gesamtfertigstellung:

Dezember 2022

Umbaumaßnahmen:

Neue Personenunterführung als barrierefreier Zugang von Tram und Bus zu S-Bahn und umgekehrt (Gemeinschaftsprojekt von ÖBB und IVB), drei neue Personenlifte, Modernisierung der Bahnhofsausstattung (zeitgemäße Informationsmonitore, witterungsgeschützte Wartekojen, Bahnsteigdächer und Wegeleitsystem), taktiles Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen, neue moderne Stahl-Glas-Konstruktion als komfortabler Wartebereich, Erneuerung des Unter- und Oberbaus der Bahnhofsgleise, adaptierte Lärmschutzwände im ÖBB-Haltestellenbereich, Errichtung eines gedämmten Schienensystems im Bereich der gesamten Serlesstraße (IVB)

Projektpartner:

ÖBB-Infrastruktur AG, Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB), Land Tirol, Gemeinde Rum

Gesamtinvestition:

rund 20 Mio. Euro

Rückfragehinweis für Medien

Visualisierungen

Dr. Christoph Gasser-Mair

Pressesprecher Tirol, Vorarlberg

ÖBB-Holding AG
Südtiroler Platz 7
6020 Innsbruck

Telefon +43 664 8417208

Christoph.Gasser-Mair@oebb.at

Für allgemeine Informationen oder Fahrgastinfos kontaktieren Sie bitte unser ÖBB Kundenservice +43 5 17 17 oder oebb.at/kontakt.

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ÖBB. Heute. Für morgen. Für uns.

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.