15.06.2020

Neue Bahnunterführung in Pottschach: Start Hauptarbeiten

Arbeiten von Mitte März 2020 bis Juni 2022; Investitionssumme 12,1 Millionen Euro

Schon seit März laufen Vorarbeiten für die neue Bahnunterführung L4132/Putzmannsdorfer Straße im Gemeindegebiet von Ternitz an der Südstrecke. Die Hauptarbeiten für die Unterführung, die nach der Fertigstellung die Eisenbahnkreuzung bei der Haltestelle Pottschach ersetzen wird, starten heute. Nach zwei Jahren Bauzeit soll die Verkehrsfreigabe im Juni 2022 erfolgen. Die Kosten für die Unterführung belaufen sich auf 12,1 Millionen Euro.

Mehr Sicherheit auf Schiene und Straße

Nach der Errichtung der neuen Unterführung wird die Eisenbahnkreuzung an der Putzmannsdorfer Straße der Geschichte angehören. Dadurch wird auch das Risiko eines Unfalls zwischen Bahn und StraßenverkehrsteilnehmerInnen gebannt. Zusätzlich zu diesem großen Sicherheitsgewinn wird die neue Unterführung auch den Verkehrsfluss für die AutofahrerInnen erleichtern.

Neue Unterführung durch geänderten Verlauf der L4132

Der Standort der Unterführung ist im Vergleich zur Eisenbahnkreuzung etwas Richtung Wr. Neustadt versetzt. Dies erfordert auch das Anlegen eines neuen Verlaufs der zusammentreffenden Straßenzüge. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels, wird die Unterführung als Weiße Wanne ausgeführt (wasserdicht). Weiters umfassen die Baumaßnahmen die Herstellung und das Einheben zweier Eisenbahnbrücken, die über die tieferliegende Straße führen. Diese Stahltragwerke werden vom ÖBB Brückenwerk gefertigt. Des Weiteren wird eine Straßenbrücke über den Stuppacher Werksbach errichtet. Erforderlich ist auch der Bau der neuen Fahrbahn der L4132 und die Errichtung der Entwässerungseinrichtung inkl. Versickerungsbecken. Die Unterführung wird des Weiteren, mit einem beleuchteten zur Strassenfahrbahn parallel geführten Geh und Radweg ausgestattet. Die geänderte Lage der Unterführung im Vergleich zur jetzigen Eisenbahnkreuzung erfordert die Neugestaltung der Kreuzung L4132/L4151/A. Weninger Straße vor der NMS, der Zufahrt zur Firma Lekkerland aus dem Wannenbauwerk und die Umgestaltung des Knotens L4132/Webereistraße/Park&Ride Pottschach. Abschließend wird die bestehende Lücke in der Lärmschutzwand im Bereich des abzutragenden Bahnübergangs geschlossen.

Technische Daten zur Unterführung L4132:

  • Stützweite: ca. 17 m
  • Lichte Weite: 16,2 m
  • Lichtehöhe: 4,7 m
  • Fahrbahnbreite L4132 im Wannenbereich: zw. 3,25 m u. 3,8 m zuzüglich 0,5 m Randstreifen plus 0,5 m Schrammbord und einem separat geführten 3 m breiten Geh-und Radweg
  • Fahrbahnbreite L4132 Freilandbereich: Fahrstreifen 3,25 m zuzügl. 1,25 m Bankett plus 0,5 Rand- u. Sicherheitsstreifen und einem 3 m Geh- und Radweg

Beeinträchtigungen während Bauarbeiten

Die Arbeiten werden bis Juni 2022 dauern.

Für die Bahn-KundInnen sind über die gesamte Baudauer immer wieder Beeinträchtigungen im Personennahverkehr zwischen Neunkirchen und Payerbach-Reichenau (vorwiegend in den Nachtstunden Ausfall von einzelnen Zügen) sowie geringfügig längere Fahrtzeiten zu erwarten - dies auch deshalb, weil parallel am Bahnhof Ternitz mit April Modernisierungsarbeiten begonnen haben.

Kosten und Finanzierung

Das Projekt wird von den ÖBB in Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde Ternitz umgesetzt. Investiert werden 12,1 Millionen Euro, von denen die ÖBB 66 Prozent tragen, das Land Niederösterreich übernimmt 19 Prozent der Kosten, die Stadtgemeinde Ternitz 8 Prozent und die Firma Lekkerland (Werkszufahrt) 7 Prozent.

Landesrat Ludwig Schleritzko: "Jede Eisenbahnkreuzung ist eine potentielle Gefahrenquelle im Straßenverkehr. Aus diesem Grund wurde in den letzten 10 Jahren über 260 Eisenbahnkreuzungen technisch gesichert. Mit baulichen Maßnahmen wie dieser gehen wir sogar noch einen Schritt weiter und können so die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer deutlich erhöhen."

Franz Bauer, ÖBB: "Die ÖBB-Infrastruktur AG steht für die Leistungsfähigkeit und Sicherheit von Eisenbahnanlagen im ÖBB-Netz. Damit diese auch weiterhin gewährleistet bleiben, ersetzen wir die bestehende Eisenbahnkreuzung durch eine neue, zeitgemäße Unterführung, die gleichzeitig auch ein großes Plus an Sicherheit für die Straßenverkehrsteilnehmer bringt."

Rupert Dowrak, Bürgermeister: "Es freut mich, dass wir nach der Fertigstellung der Unterführung Rohrbach nun gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen und dem Land Niederösterreich das Projekt Pottschach umsetzen können. Mit den beiden Unterführungen entlang unserer Hauptverkehrsader verhindern wir nicht nur lange Wartezeiten vor Schrankenanlagen, sondern erhöhen damit auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer."

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Die ÖBB sind bemüht, Lärmentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der durchzuführenden Maßnahmen und der dazu erforderlichen Maschinen nicht vermieden werden können. Durch den Einsatz der Arbeitsgeräte sowie der Warnsignale für die Arbeiter kann es zu einem Anstieg des Geräuschpegels kommen.

Rückfragehinweis für Medien

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