01.09.2020

Neue ÖBB-Lehrwerkstätte Bludenz mit Leben gefüllt

Die Bahn der Zukunft braucht geschulte Fachkräfte – Die ÖBB nehmen diese Herausforderung ernst. Das beweist der Neubau der Lehrwerkstätte am neuen Standort in Bludenz. Heute Dienstag wurde die Talenteschmiede mit modernsten Anlagen und mehr Platz für höchsten Ausbildungsstandard gemeinsam mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler eröffnet.

Die Lehrlingsausbildung bei den ÖBB hat eine lange Tradition. Mit über 2.000 Lehrlingen sind die ÖBB aktuell der größte Ausbildungsbetrieb im technischen Bereich. Bei Berufswettbewerben erreichen die Absolventen jedes Jahr zahlreiche Preise und Auszeichnungen, die Lehrwerkstätten sind staatlich ausgezeichnete Ausbildungsbetriebe. Und das Wichtigste: Die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen, die die ÖBB für die Herausforderungen der Zukunft – gerade im Klimaschutz – unbedingt brauchen. Damit dieser erfolgreiche Weg auch in Zukunft fortgesetzt werden kann, wurde in Bludenz gegenüber vom Bahnhofsgebäude an der Mokrystraße die neue ÖBB-Lehrwerkstätte für Vorarlberg gebaut. Der Neubau ersetzt die bisherige Lehrwerkstätte in Feldkirch.
Die bisherige Lehrwerkstätte in Feldkirch war baulich in die Jahre gekommen und stark sanierungsbedürftig. Zudem ist die Erreichbarkeit mit sehr langen Zugangswegen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht optimal. Ausschlaggebend für die neue Standortwahl war die wesentlich bessere Erreichbarkeit und die Hebung von Synergien zwischen Lehrlingswesen und den in Bludenz angesiedelten ÖBB-Werkstätten.

44 Mio. Euro für Bauoffensive bei ÖBB-Lehrwerkstätten

Insgesamt investieren die ÖBB österreichweit rund 44 Millionen Euro in Neubauprojekte des ÖBB-Lehrlingswesens; davon rund acht Millionen Euro für die topmoderne Ausbildungsstätte ÖBB-Lehrwerkstätte Bludenz. Während bisher 90 Lehrlinge in Feldkirch ausgebildet wurden, kann die Anzahl der Ausbildungsplätze in der neuen Lehrwerkstätte in Bludenz auf 101 Plätze erhöht werden. Die Jugendlichen können hier in verschiedenen Fachgebieten zukunftsweisende Berufe erlernen, zum Beispiel in der Mechatronik, der Elektrotechnik oder dem Gleisbau.

Bund, Land Vorarlberg und Stadt Bludenz unterstützen Lehrlingsausbildung

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler ist zur Eröffnung der Lehrwerkstätte nach Vorarlberg gekommen: „In dieser Lehrwerkstätte bilden wir ab heute junge Menschen für die Jobs der Zukunft aus. Das zeigt auch: Klimaschutz schafft Arbeitsplätze – gerade bei der Bahn. Und zwar in spannenden Berufsfeldern, sicher und zukunftsfähig. Ich freue mich das künftig über hundert Lehrlinge in einem modernen Gebäude lernen können und ihren Teil zur klimaneutralen Mobilität der Zukunft leisten.“

Landeshauptmann Markus Wallner ging bei der Eröffnung auf den hohen Stellenwert ein, den die Lehre in Vorarlberg innehat. Ein engagierter Einsatz auf dem Gebiet sei unerlässlich, da die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Wirtschaft maßgeblich von gut qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abhänge, begründete Wallner: „Unternehmen, die sich in Sachen Lehrlingsausbildung besonders einsetzen, beweisen großen Weitblick! Denn klar ist: Wer heute in Lehrlinge investiert, sichert sich für die Zukunft beste Entwicklungschancen“. Den Verantwortlichen der ÖBB dankte Wallner für das besondere Engagement bei der Fachkräfte-Sicherung: „Praxisnahe Ausbildung setzt eine moderne Infrastruktur und Ausstattung voraus“. Weiters gratulierte er zur erfolgreichen Projektumsetzung und würdigte den „starken konjunkturellen Impuls“, der mit dem Vorhaben einhergegangen ist.

Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG, zeigt sich bei der Eröffnung erfreut: „Dieser Neubau war mir persönlich ein Anliegen. Unsere Lehrlinge müssen die besten Bedingungen für ihre Ausbildung vorfinden. Die Lehrwerkstätte Bludenz bietet große, tageslichtdurchflutete Räume, optimales Raumklima durch intelligente Systeme bei Lüftung, Kühlung und Beschattung und den neuesten Stand bei der Ausstattung mit Geräten und aschinen, etwa im Bereich des 3D-Drucks. Die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind schließlich auch ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Zukunft der Bahn.“

Landesrat Johannes Rauch hebt die Wichtigkeit eines gut ausgebauten Öffentlichen Verkehrs hervor. „Die Schiene ist das Rückgrat für einen gut ausgebauten Öffentlichen Verkehr in Vorarlberg. Gut qualifizierte ÖBB Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind Garant dafür, dass dies täglich funktioniert. Gemeinsam und mit vollem Engagement arbeiten wir daran, den besten Öffentlichen Verkehr in Österreich außerhalb der Großstadt Wien anzubieten.“

Der Bludenzer Bürgermeister Mandi Katzenmayer sieht mehrere Vorteile in der neuen Ausbildungsstätte der ÖBB. „Bludenz und Eisenbahn – das hat eine lange Tradition. Für junge Menschen ist Ausbildung ein sehr wichtiges Thema. Viele Bludenzer Betriebe und auch die Stadt als Arbeitsgeber haben das schon lange erkannt. Mich freut es, dass die ÖBB mit dieser Lehrwerkstätte ein neues Zeitalter in Sachen Ausbildung in Bludenz eröffnet“.  

Der Bludenzer Vizebürgermeister Mario Leiter freut sich über die Sicherstellung von Lehrstellen. „Als Stadtrat für Raumordnung und Betriebsansiedelung war mir wichtig, am Eingang der Stadt ein „lebendiges Gebäude“ zu haben wo Gäste erkennen, dass in Bludenz produziert wird. Als Stadtrat für Jugend war mir die Sicherstellung von Lehrstellen für technische Berufe in Bludenz wichtig. Mit den ÖBB wird es gelingen, junge Menschen zu Fachkräften auszubilden und ihre berufliche Zukunft dadurch zu sichern.“

Topmoderne Ausbildungsstätte ab September 2020

Auf einer insgesamt rund 3.200 m² großen Bruttogrundfläche (BGF) ist für die Lehrlinge eine moderne Montagehalle mit Schweißarbeitsplätzen und Schmiede sowie einem Lager realisiert worden. Ebenfalls gibt es neue Arbeitsplätze zum Drehen und Fräsen sowie Büro- und Besprechungsräumen und moderne Sanitärräumlichkeiten. Im ersten Obergeschoß befinden sich Unterrichtsräume, Sozialräume und eine Pausenterasse für die Ausbilder und Lehrlinge. Im zweiten Obergeschoß sind ein Elektro-Labor, der PC-Raum und die Hydraulik- / Pneumatik- Räumlichkeiten. Weiters wurde eine topmoderne Tablet-Klasse installiert.

Um künftig den Energiebedarf zu senken wurde nachhaltig und ökologisch gebaut. Die Beleuchtung erfolgt durch LED mit automatisierter tageslichtabhängiger Steuerung. Die Beheizung und Kühlung des Gebäudes passiert durch Nutzung von erneuerbarer Energie mittels einer Luftwärmepumpe.

ÖBB sind größter Ausbilder von Lehrlingen in technischen Berufen

Die ÖBB sind Österreichs größter Ausbilder von Lehrlingen in technischen Berufen und die fertigen Facharbeiter sind gefragte Fachkräfte auf dem österreichischen Arbeitsmarkt. Der hohe Anteil an positiven Lehrabschlüssen sowie Auszeichnungen ist der beste Beweis für die Qualität der Ausbildung und vor allem des engagierten Ausbilderteams. Mit dem Neubau der Lehrwerkstätte Bludenz wurden die besten Voraussetzungen für eine moderne und praxisorientierte Ausbildung geschaffen. Das größte Kapital eines Unternehmens sind die engagierten Mitarbeiter, sie sind der Know-how Träger und Schlüssel zum Erfolg.

Zahlen – Daten – Fakten

Baubeginn: März 2019
Bezug: September 2020
Investitionsvolumen: rund 8 Mio. Euro
Bruttogrundfläche: rund 3.200 m² auf drei Stockwerken und einem Keller
Baumaßnahmen: Montagehalle mit Schweißarbeitsplätzen und Schmiede
Moderne Arbeitsplätze zum Drehen und Fräsen
Räume für Schulung, Besprechung, Aufenthalt, Lager, Büro E-Labor, PC-Raum
Bereich für Hydraulik/Pneumatik
Umkleideräume für Mädchen und Burschen
Sanitärräume ÖBB

 

Rückfragehinweis für Medien

v.l. Landesrat Johannes Rauch, Landeshauptmann Markus Wallner, Bundesministerin Leonore Gewessler und ÖBB CEO Andreas Matthä freuen sich über die neue ÖBB Talenteschmiede in Bludenz

Mag. Robert Mosser

Pressesprecher Salzburg

ÖBB-Holding AG
Weiserstraße 7
5020 Salzburg

Telefon +43 664 9603465

robert.mosser@oebb.at

Für allgemeine Informationen oder Fahrgastinfos kontaktieren Sie bitte unser ÖBB Kundenservice +43 5 17 17 oder oebb.at/kontakt.

ÖBB

ÖBB. Heute. Für morgen. Für uns.

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.