04.11.2020

ÖBB: Bahnhof Braz erhält elektronisches Stellwerk

Update für den ÖBB-Bahnhof in Braz. Das bestehende Stellwerk wird durch ein elektronisches Stellwerk ersetzt. Damit werden die Züge künftig von der ÖBB-Betriebsführungszentrale in Innsbruck ferngesteuert. Die Inbetriebnahme ist für Mitte August 2021 geplant. Parallel zu den Arbeiten werden die Signalanlagen, die Kabelwege sowie die sicherheitstechnischen Anlagen erneuert.

Die ÖBB-Infrastruktur AG sorgt für Leistungsfähigkeit und Sicherheit des Bahnbetriebes im Streckennetz der ÖBB. Um dies auch für die Zukunft zu gewährleisten, wird laufend in die Bahnanlagen investiert. So auch am ÖBB-Bahnhof in Braz, wo aktuell das bestehende Stellwerk durch ein elektronisches Stellwerk (ESTW) ausgetauscht wird. Im Zuge dieser Arbeiten werden auch die Signalanlagen, die Kabelwege und sonstigen sicherungstechnischen Einrichtungen erneuert. Mit der Inbetriebnahme, Mitte August 2021 wird der Bereich Braz von der ÖBB-Betriebsführungszentrale in Innsbruck ferngesteuert.

Zahlreiche Einzelmaßnahmen für noch mehr Sicherheit

Baustart für die Reinvestition des Stellwerkes in Braz war Ende August 2020. Die Aufräumarbeiten (Abtrag der alten Signale, Gleisfreimeldeeinrichtungen, etc.) werden vermutlich noch bis in den Oktober 2021 andauern. Ebenfalls wird eine neue Eisenbahnkreuzungssicherungsanlage (EKSA) errichtet, die künftig automatisch gesteuert wird. Die derzeit bestehende Eisenbahnkreuzungssicherungsanlage wird mittels Drahtzügen vom örtlichen Fahrdienstleiter bedient. Zwei weitere EKSA werden an das neue Stellwerk angepasst. Der Bedienbereich des Stellwerkes in Braz umfasst den Bahnhof Braz sowie die Selbstblockstelle (Sbl) Braz 1 zwischen Bludenz und Braz und steuert insgesamt drei EKSA. Zudem werden die Kabelwege werden für die neuen Außenanlagenkomponenten teilweise neu errichtet bzw. angepasst. An der Gleislage und zulässigen Höchstgeschwindigkeit wird nichts verändert. Für das neue elektronische Stellwerk wurde ein separates Technikgebäude errichtet, in dem ebenfalls die Fachbereiche Telematik und Energie untergebracht sind. Die Kosten für den Austausch des bestehenden elektromechanischen Stellwerkes inklusive neuer EKSA belaufen sich auf rund fünf Mio. Euro.

Arbeiten auch während der Nachtstunden

Die Arbeiten finden in den kommenden Monaten bis voraussichtlich 14. Dezember 2020 während der Zugpausen in den Abend- und Nachtstunden, jeweils zwischen 21:30 Uhr und 06:00 Uhr statt. An folgenden Wochenenden werden Kabelquerungen und Signalfundamente errichtet:

Fr. 06.11.2020 bis Mo. 09.11.2020 – jeweils von 21:30 Uhr bis 06:00 Uhr
Fr. 27.11.2020 bis Mo. 30.11.2020 – jeweils von 21:30 Uhr bis 06:00 Uhr
Fr. 04.12.2020 bis Mo. 07.12.2020 – jeweils von 21:30 Uhr bis 06:00 Uhr
Fr. 11.12.2020 bis Mo. 14.12.2020 – jeweils von 21:30 Uhr bis 06:00 Uhr

Die ÖBB sind bemüht, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halben. Leider können ein Anstieg des Lärmpegels sowie Staub nicht gänzlich vermieden werden. Zudem werden zum Schutz der Arbeitenden an den Baustellen optische und akustische Warnsignale abgegeben. Die ÖBB bitten um Verständnis.

Rückfragehinweis für Medien

Mit der Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerkes, Mitte August 2021, wird der Bereich Braz von der ÖBB-Betriebsführungszentrale Innsbruck ferngesteuert

Dr. Christoph Gasser-Mair

Pressesprecher Tirol, Vorarlberg

ÖBB-Holding AG
Südtiroler Platz 7
6020 Innsbruck

Telefon +43 664 8417208

Christoph.Gasser-Mair@oebb.at

Für allgemeine Informationen oder Fahrgastinfos kontaktieren Sie bitte unser ÖBB Kundenservice +43 5 17 17 oder oebb.at/kontakt.

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.