06.11.2020

Streckenausbau Wien – Bratislava: Überführung der L11 in Raasdorf für Verkehr freigegeben

Zweite von drei Überführungen in Raasdorf fertig; Höhere Sicherheit für alle VerkehrsteilnehmerInnen; Arbeiten voll im Zeitplan

Freie Fahrt zwischen Markgrafneusiedl und Groß-Enzersdorf: Die neu errichtete Überführung der L11 über die Marchegger Ostbahn im Gemeindegebiet von Raasdorf konnte Anfang November planmäßig für den Verkehr freigegeben werden. Die Wartezeit am geschlossenen Schranken und die Umleitung während der Bauzeit gehören somit der Vergangenheit an.

Nach nur 9 Monaten Bauzeit ist in Raasdorf ein weiterer Meilenstein geschafft. Die neue Überführung ersetzt nun endgültig die bisherige Eisenbahnkreuzung im Ausfahrtsbereich des Bahnhofs Richtung Marchegg. Sie ist die vierte von insgesamt 14 Über- oder Unterführungen, die im niederösterreichischen Bauabschnitt sämtliche Eisenbahnkreuzungen ersetzen werden.

Dazu Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG: „Die ÖBB-Ausbaumaßnahmen entlang der Strecke Wien – Bratislava leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Straße und Schiene. Von der räumlichen Trennung der beiden Verkehrsträger profitieren letztlich alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.“

Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko: „Sicherheit im Verkehr ist für das Land Niederösterreich ein oberstes Gebot. Die neue Bahnüberführung trägt wesentlich dazu bei. Darüber hinaus gehört die bisher entstandenen Wartezeiten am geschlossenen Schranken der Vergangenheit an. Das beschleunigt den Verkehr und garantiert rascheres und sicheres Vorankommen.“

Die dritte Überführung, nämlich jene der Groß-Enzersdorfer Straße (L3019), wird voraussichtlich Mitte Dezember an den NÖ Straßendienst übergeben. In weiterer Folge soll Anfang 2021 dieser Straßenabschnitt mit der Brücke von der Gemeinde Raasdorf in das Gemeindestraßennetz übernommen werden. „Dann ist Raasdorf die erste Gemeinde im Niederösterreichischen Bauabschnitt, bei der sämtliche Baumaßnahmen, die unmittelbare Auswirkungen auf den Straßenverkehr oder die Zug-Pendlerinnen und -pendler haben, abgeschlossen sind“, freut sich Raasdorfs Bürgermeister Walter Krutis.

Streckenausbau Wien – Bratislava auf einen Blick

Der Ausbau der eingleisigen Dieselstrecke zwischen Wien Stadlau und der Staatsgrenze bei Marchegg zu einer elektrifizierten und teilweise zweigleisigen Hochleistungsstrecke erfolgt unter laufendem Bahnbetrieb. Nach der Fertigstellung des von der EU geförderten Projekts profitieren die Fahrgäste von einer raschen und sicheren Zugverbindung zwischen den beiden Hauptstädten Wien und Bratislava. Die Fahrzeit von Wien Hbf. nach Bratislava hl.st. wird von derzeit 66 Minuten auf 40 Minuten reduziert. Insgesamt stärkt der Ausbau das transeuropäische Netz (TEN), da die Strecke auf zwei europäischen Kernnetzkorridoren liegt: dem Baltisch-Adriatischen Korridor und dem Rhein-Donau-Korridor. Die Pendlerinnen und Pendler entlang der Strecke profitieren durch die Modernisierung sämtlicher Bahnhöfe und Haltestellen. Außerdem wird das P&R-Angebot enorm ausgebaut.