26.11.2020

Neue Bahnhofsqualität in Hilm-Kematen

Umfangreiche Modernisierung ermöglicht barrierefreie Erreichbarkeit der Züge zum Zug. Auch Gleise und Oberleitung neu, Investitionen ca. 6,7 Millionen Euro.

Am Bahnhof Hilm-Kematen haben die ÖBB in den letzten zehn Monaten umfangreiche Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung gesetzt.  Der Bahnhof wurde barrierefrei gestaltet und die Kernpunkte der Modernisierung – Komfortgewinn und Steigerung der Aufenthaltsqualität – umgesetzt. Gleichzeitig wurden neue Gleise verlegt, die Oberleitung erneuert und zahlreiche Entwässerungsmaßnahmen gesetzt. Investiert wurden insgesamt ca. 6,7 Millionen Euro, von denen das Land Niederösterreich 130.000 Euro übernommen hat.

Franz Bauer, Vorstandsdirektor ÖBB-Infrastruktur AG: „Bei den Bahnhofsprojekten legen die ÖBB größten Wert auf Komfort, Sicherheit, Transparenz und Übersichtlichkeit – und es hat sich mittlerweile gezeigt, dass sich die Investitionen bezahlt machen. Die Österreicher sind in der EU die fleißigsten Bahnnutzer, wie die jährlich durch den VCÖ durchgeführten Erhebungen belegen. Auch in Hilm-Kematen wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass noch mehr Menschen auf die Bahn umsteigen und damit gleichzeitig aktiv zum Schutz unserer Umwelt beitragen.“

ÖBB-Bauprojekte sind auch für die österreichische Wirtschaft enorm wichtig, bestätigt Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko: „Sie sichern Arbeitsplätze, sind schnell konjunkturwirksam und haben eine nachhaltig positive Wirkung. Die Bahn selbst wird leistungsstärker und damit noch attraktiver für die Kunden. Ein hochleistungsfähiges, gut ausgebautes Bahnnetz stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich und ist die Grundlage für nachhaltige Mobilität.“

Barrierefreiheit und mehr Komfort am Bahnhof

In Hilm-Kematen steht den Fahrgästen jetzt eine moderne und barrierefreie Verkehrsstation zur Verfügung. Ein neuer, höherer Mittelbahnsteig inklusive eines Blindenleitsystems zur besseren Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen ermöglicht ein niveaugleiches Ein- und Aussteigen in die Züge. Über eine Rampe gelangt man bequem und barrierefrei auf den Bahnsteig, der mit einer modernen Wartekoje, die einen verbesserten Schutz vor Niederschlägen und Wind bietet, ausgestattet ist. Neue Kundeninformationssysteme wie Infomonitore sowie eine neue Bahnsteigausstattung runden das Angebot ab.

Neue Gleise und neue Oberleitung erhöhen Qualität der Schieneninfrastruktur

Zur Optimierung der Betriebsqualität wurden Schienen, Schwellen und Weichen erneuert. Insgesamt wurden dabei neue Gleise über eine Länge von 1,75 Kilometer, drei Weichen und 2.800 neue Schwellen verlegt sowie 7.200 Tonnen Gleisschotter verarbeitet. Die Oberleitungsanlage, die viele Jahre höchst zuverlässig ihren Dienst getan hat, wurde dem heutigen Stand der Technik (korrosionsarme Materialen, Leiterquerschnitte etc.) angepasst. Dabei wurden 40 Masten neu gesetzt und die Oberleitung getauscht. Weitere Vorhaben im Rahmen des Projekts waren unter anderem die Errichtung einer neuen Sicherungsanlage bei der Eisenbahnkreuzung in Kilometer 15,231 inklusive Gleiseindeckung und Asphaltierung sowie die Herstellung einer neuen Entwässerung mit neuen Kanälen, Drainagen, Schächten und zwei neuen Versickerungsbecken.