05.01.2021

ÖBB: 700 Mio. € für Top-Bahninfrastruktur in der Ostregion

Das Jahr 2021 bringt erneut einen Qualitätsschub für die Strecken und Bahnhöfe in und um Wien: Die Rekordinvestition von 700 Millionen Euro schafft Voraussetzungen für bessere Verbindungen, die nicht nur Fernreisenden, sondern vor allem TagespendlerInnen zugutekommen.

Zwei Drittel der Bahnreisenden sind in der Ostregion unterwegs. Einer der vielen Gründe, auf den Ausbau der Bahninfrastruktur in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland zu setzen.

„Wo so viele Menschen reisen, ist auch die Nachfrage nach attraktiver und zukunftsfähiger Mobilität entsprechend groß. Menschen, die sich für das umweltfreundlichste Verkehrsmittel Bahn entscheiden, werden mit einem spürbaren Qualitätsschub im Bahnverkehr belohnt“, so Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, über die Rekordsumme, die nächstes Jahr in den Ausbau und die Verbesserung der Bahninfrastruktur in Ostösterreich gesteckt wird.

Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding: „Als größter und nachhaltigster Mobilitätsanbieter Österreichs trägt der ÖBB-Konzern seine Verantwortung mit Investitionen in die Bahninfrastruktur auch 2021 – entgegen und gerade wegen der aktuellen Krise – konsequent weiter. Mit großen Streckenausbauten, vielen neuen Bahnhöfen und einer durchdachten Planungsoffensive schaffen wir die Basis für einen attraktiven, sicheren und klimaschonenden Bahnverkehr in der Ostregion."

Zukunftsprojekte ermöglichen Taktverbesserungen in Wien

Für den Großraum Wien steht 2021 im Zeichen der Sicherung und des Ausbaus der Qualität im Nahverkehr. Für PendlerInnen vor allem aus dem Süden Richtung Wien wird die Bahn so zum Verkehrsmittel der Wahl. Um das zu bewerkstelligen, planen die ÖBB mit Hochdruck auch 2021 an der Attraktivierung der Verbindungsbahn zwischen Hütteldorf und Meidling (Baustart vsl. 2023), an der viergleisigen Erweiterung der Südstrecke von Meidling bis Mödling (Baustart vsl. 2027) sowie der Ertüchtigung der S-Bahnstrecke Meidling-Floridsdorf (Baustart vsl. 2022). Mit dem Umbau der Bahnhöfe Matzleinsdorfer Platz, Franz-Josefs-Bahnhof, Grillgasse und Strebersdorf wird 2021 begonnen. Im Februar 2021 erfolgt die Gesamtfertigstellung der Bahnhofserweiterung Praterstern, wobei die Übergabe des Gebäudes der Polizeistation bereits im Dezember 2020 stattgefunden hat.

Burgenland: Planungsoffensive für bessere Verbindungen

2021 starten wichtige Planungen für Investitionsprojekte in bestehende und neue Bahnstrecken im Burgenland, die für bessere Verbindungen im und ins Burgenland sorgen, wie die Elektrifizierungen der Ostbahn (Jennersdorf – Graz) und der Mattersburger Bahn (Wr. Neustadt – Schattendorf – Loipersbach). Auch das Projekt „Schleife Ebenfurth“, von dem Burgenländische PendlerInnen profitieren, wird 2021 der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Projekt Flughafenspange (Baustart vsl. 2025) befindet sich im Trassenauswahlverfahren und sorgt für schnelle Verbindungen zum Flughafen Wien und aus dem Nordburgenland und dem Osten Niederösterreichs nach Wien.

Mehr Kapazitäten für den Umstieg auf die Bahn in Niederösterreich
Besonders umfangreiche Arbeiten stehen für Niederösterreich 2021 am (Bau-)Programm: Beim Streckenausbau zwischen Wien und Bratislava starten im Frühling die Planungen für den Vollausbau – eine elektrifizierte und durchgehend zweigleisige Verbindung zwischen den beiden Hauptstädten. Auch der Bahnhof Schönfeld–Lassee auf dieser Strecke wird ab Anfang des Jahres umgebaut. Bei der Pottendorfer Linie startet Ende des Jahres der zweigleisige Ausbau im Wiener Abschnitt. Ebenso erfolgt im Abschnitt Münchendorf – Wampersdorf der Baustart für den neuen Bahnhof Ebreichsdorf. Der Ausbau der Nordbahn zwischen Wien Süßenbrunn und Berhardsthal in Niederösterreich ermöglicht kürzere Fahrzeiten im europäischen Fernverkehr Richtung Tschechien, Polen und Ostdeutschland sowie ein verbessertes Angebot für die PendlerInnen im Nahverkehr. Der Südabschnitt des Projekts befindet sich 2021 im UVP-Verfahren – Baustart vsl. 2022.

BahnkundInnen profitieren ab 2021 von modernisierten Bahnhöfen, etwa in Oberweiden (entlang der neu elektrifizierten Strecke Gänserndorf – Marchegg), Kirchstetten, Glinzendorf, Siebenbrunn-Leopoldsdorf sowie der Haltestellen Untersiebenbrunn und Breitensee. Die Bahnhöfe Retz, Böheimkirchen, Unter Purkersdorf und Ternitz sowie die Haltestelle Langenzersdorf erhalten zusätzlich notwendige Erneuerungen. Zudem startet entlang der Westrecke der Bahnhofsumbau in Tullnerbach-Pressbaum sowie auf der Ostbahn der Bahnhof Himberg, beim Bahnhof Gramatneusiedl laufen die Planungen. Als Rückgrat des täglichen Betriebs sind auch Arbeiten entlang der Strecken notwendig, wie etwa Gleiserneuerungen oder Erneuerungen der technischen Anlagen.

Park&Ride-Angebot wird weiter ausgebaut

Vor allem für PendlerInnen wird der Umstieg auf die Bahn mit dem Ausbau des Park&Ride-Angebots weiter attraktiviert. So wird etwa in Retz die P&R- und B&R-Anlage erweitert und in Hollabrunn ein neues Parkdeck mit circa 700 Stellplätzen geschaffen. Auch in Schwechat entstehen 170 neue P&R-Plätze. Um auch die nachhaltige Mobilität zu fördern werden in Langenzersdorf 52 Bike&Ride-Abstellplätze errichtet.

Liegenschaftsentwicklungen in der Ostregion

Seit Jahren werden in der Ostregion Bahnflächen, die nicht mehr betriebsnotwendig sind, in Abstimmung mit den einzelnen Kommunen einer neuen Nutzung zugeführt. Konkret gibt es dazu Projekte in Wien am Nordwestbahnhof und im Neuen Landgut, aber auch in Niederösterreich in Amstetten oder in Unter Purkersdorf. Ziel ist es, hier statt Bahnanlagen neuen Lebensraum mit Wohnungen, Büros, Handels- und Dienstleistungsbetrieben und Grünflächen zu schaffen.

ÖBB-Bildungseinrichtungen

Auch in St. Pölten wird eine neue zentrale ÖBB-Bildungseinrichtung für Eisenbahnberufe, der sogenannte ÖBB-Bildungscampus errichtet. Der Bau geht 2021 weiter, die Inbetriebnahme des Gebäudes ist im April 2022 geplant.

Bauen geht nicht immer unter laufendem Bahnbetrieb: wichtige Streckensperren 2021

Bei der Sanierung von Bahnstrecken achten wir in erster Linie darauf, starke Einschränkungen über mehrere Jahre hinweg zu vermeiden. Daher bündeln wir Maßnahmen und sanieren bedarfsweise ganze Streckenabschnitte. Hier ein Überblick über die wichtigsten Streckensperren und deren Auswirkungen im Jahr 2021:

 

Dauer

Strecke

Grund für die Sperre

21.02. – 12.07.2021

Schienenersatzverkehr der Schnellbahnlinie S50 zwischen Rekawinkel und Neulengbach,
REX-Züge fahren lt. Fahrplan, außer am 28.03. und 20.06.2021

Innere Weststrecke

Instandhaltungsarbeiten

15.03. – 26.03.2021,

Ausfall aller Schnellbahnen von 7:00 Uhr – 22:00 Uhr,

06.04 – 25.04.2021
in der Zeit von 8:00 bis 14:20 Uhr Haltausfall für alle Züge Richtung Wien Hbf

Ostbahn

Modernisierung
Wien Grillgasse

20.3. bis 27.03.2021

Schienenersatzverkehr zwischen Wien Ottakring und Wien Heiligenstadt.

Vorortelinie

Weichenerneuerung im Bf. Heiligenstadt, sodass die Einfahrt auf die Vorortelinie nicht möglich ist.

27.03.2021 bis 19.04.2022

Gesamtsperre der Haltestelle Wien Matzleinsdorferplatz,

es bleiben keine S-Bahnen in der Haltestelle stehen.

Stammstrecke

Umbau der Haltestelle Wien Matzleinsdorferplatz

12.04 – 16.04. 2021 sowie

20.09. – 24.09.2021 Schienenersatzverkehr zwischen Parndorf und Kittsee

Parndorf – Kittsee

Instandhaltungsarbeiten

19.04. – 23.04.2021 sowie

06.09. – 10.09.2021 Schienenersatzverkehr zwischen Wulkaprodersdorf und Neusiedl am See

Pannoniabahn

Instandhaltungsarbeiten

26.04. – 30.04.2021 sowie

13.09. – 17.09.2021

Schienenersatzverkehr zwischen Fischamend und Wolfsthal

S7 (Flughafenschnellbahn)

Instandhaltungsarbeiten

03.05. – 07.05.2021 sowie

04.10. – 29.10.2021

Schienenersatzverkehr zwischen Bad Fischau-Brunn und Puchberg

Puchberger Bahn

Instandhaltung und Reinvestition

08.05. – 17.05.2021

Schienenersatzverkehr zwischen Leobersdorf und Weissenbach-Neuhaus

Leobersdorf – Weissenbach-Neuhaus

Sanierung von Eisenbahnkreuzungen

17.05. – 28.05.2021 sowie

13.09. – 17.09.2021

Schienenersatzverkehr zwischen Wöllersdorf und Gutenstein

Gutensteiner Bahn

Instandhaltungsarbeiten

02.06. – 07.06.2021 sowie

29.10. – 03.11.2021

Schienenersatzverkehr für alle Schnellbahn-Züge zwischen Münchendorf und Ebreichsdorf, REX-Züge über Gramatneusiedl

Pottendorfer Linie

Zweigleisiger Ausbau der Pottendorfer Linie

26.06. – 20.08.2021

Sperre Gl. 1: kein Halt f. Schnellbahn-, REX- und Regional-züge, Zubringerbus von Kledering; 20.08. – 05.09.2021

Sperre Gl. 2: kein Halt f. REX- und Regionalzüge; Zubringerbus von Kledering, Schienenersatzverkehr für Schnellbahnzüge zwischen Wien HBf und Gramatneusiedl

Ostbahn

Modernisierung
Wien Grillgasse

03.07. bis 06.09.2021

Schienenersatzverkehr für die Schnellbahnlinie S3, kein Halt in Strebersdorf, Bisamberg und Langenzersdorf,

REX Züge von Wien nach Korneuburg fahren wie gewohnt

Nordwestbahn

Modernisierung Langenzersdorf

10.07. – 05.09.2021:

Schienenersatzverkehr für Regionalzüge, Umleitung REX-Züge zwischen Wien und Bratislava über Gänserndorf,

Marchegger Ostbahn

Elektrifizierung,
zweigleisiger Ausbau und Bahnhofsmodernisierungen

24.07. – 31.07.2021 bzw.

31.07. – 06.09.2021

Schienenersatzverkehr zwischen Aspang und Friedberg bzw. Hartberg bzw. zwischen Wr. Neustadt und Aspang

Aspangbahn

Instandhaltung und Reinvestition

23.10. – 02.11.2021: Schienenersatzverkehr der Schnellbahnlinie S50 zwischen Unterpurkersdorf bzw. Tullnerbach-Pressbaum und Neulengbach;

Schienenersatzverkehr für REX-Züge zwischen Wien Westbahnhof und Neulengbach

Innere Weststrecke

Einhub von zwei Hilfsbrücken für den Umbau in Tullnerbach-Pressbaum

Rückfragehinweis für Medien

Bauarbeiten Überführung B16 Wampersdorf

Juliane Pamme, MA

Pressesprecherin

ÖBB-Holding AG
Am Hauptbahnhof 2
1100 Wien

Telefon +43 1 93000 32233

juliane.pamme@oebb.at

Für allgemeine Informationen oder Fahrgastinfos kontaktieren Sie bitte unser ÖBB Kundenservice +43 5 17 17 oder oebb.at/kontakt.

ÖBB

ÖBB. Heute. Für morgen. Für uns.

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.