05.02.2021

VOR / ÖBB POSTBUS: Klimafreundliche E-Busse im südlichen Weinviertel

Vergabe eines elektrisch betriebenen Regionalbussystems im südlichen Weinviertel durch Verkehrsverbund Ost-Region (VOR); Postbus ist Pionier bei alternativen Antrieben im öffentlichen Verkehr auf der Straße; Postbus gewinnt erste Ausschreibung in Niederösterreich für E-Busse im regionalen Buslinienverkehr

ÖBB Postbus – Teil des größten Klimaschutzunternehmen Österreichs – setzt bereits seit einigen Jahren vermehrt auf alternative Antriebstechnologien. Nun wurde dem größten Busunternehmen Österreichs beim Vergabeverfahren „Linienverkehr E-Bus Schweinbarther Kreuz“ des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) der Zuschlag für die Abwicklung des Linienverkehrs mit Elektrobussen für zumindest acht Jahre erteilt. Der Betrieb von 1,3 Mio. Angebotskilometern startet im Sommer 2022 mit elf E-Bussen und 27 Postbus-LenkerInnen. „Die E-Bus-Ausschreibung im südlichen Weinviertel ist eine Premiere für uns im Land Niederösterreich. Wir starten damit in eine neue Ära des Öffentlichen Verkehrs auf unseren Straßen. Die Bedeutung wird bewusst, wenn man weiß, dass 40 Prozent des Öffi-Angebots in NÖ auf den Busstrecken erfolgt. Das Land Niederösterreich finanziert dieses Projekt und kann damit über die Region hinaus seine Themenführerschaft in Puncto umweltfreundlicher und klimafreundlicher Verkehr ausbauen“, so Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

“Postbus ist stolz darauf, Innovationstreiber am Österreichischen Busmarkt zu sein und kann bei E-Bussen bereits auf einige Jahre Erfahrung zurückgreifen. Darum freut es uns ganz besonders, gemeinsam mit dem VOR das erste Projekt in Niederösterreich für ein gänzlich mit E-Bussen betriebenes Regionalbussystem zu realisieren und umzusetzen“, freut sich ÖBB-Postbus Vorständin Silvia Kaupa-Götzl.“ Und weiter: „Damit schlagen VOR und ÖBB Postbus gemeinsam den Weg in Richtung Umsetzung der Clean Vehicle Directive ein und leisten Pionierarbeit beim Einsatz von emissionsfreien Antriebstechnologien."

Erste Ausschreibung für E-Busse in Niederösterreich

Vor über einem Jahr wurde im nördlichen Niederösterreich im Bezirk Gänserndorf rund um Groß-Schweinbarth im Weinviertel die Regionalbahn eingestellt. Der für das Schweinbarther Kreuz bestellte Linienbusverkehr gewährleistet eine insgesamt wesentlich bessere regionale Erschließung der Region und wurde nun neu ausgeschrieben. Voraussetzung: Den Linienverkehr nicht wie bisher mit Dieselbussen, sondern mit batteriebetriebenen und damit vor Ort emissionsfreien Elektrobussen abzuwickeln. Für die Vergabe der Verkehre wurden verschiedene Kriterien zur Entscheidung herangezogen. Die Österreichische Postbus AG ging als Bestbieter hervor, überzeugte durch Qualität und Know-How und übernimmt ab Sommer 2022 den Betrieb für zwei Linien.

Emissionsfreie Antriebsformen wichtiger denn je

„Alternative Antriebsformen sind in Zeiten des Klimawandels und im Sinne einer nachhaltigen und ökologisch vertretbaren Mobilität wichtiger denn je. Der Einsatz etwa von Elektro- oder Wasserstoffantrieb wird künftig bei Neuausschreibungen wichtiger Bestandteil der Leistung sein – sowohl für den Stadtbusverkehr als auch für den Betrieb von Regionalbuslinien. Wir freuen uns das Projekt gemeinsam mit einem erfahrenen Partner auf dem Sektor alternativer Antriebe, wie es Postbus ist, umsetzen zu dürfen“, so VOR-Geschäftsführerin Karin Zipperer. Batteriebetriebene E-Busse stellen eine gute Alternative zu herkömmlichen Dieselbussen dar. Allein beim vorliegenden Projekt können durch den Einsatz von E-Bussen statt Dieselbussen jährlich rund 95 Tonnen CO2 eingespart werden. Der E-Antrieb ist nicht nur frei von Schadstoffen wie Feinstaub, Stickoxiden oder Schwefeldioxiden, er ist auch deutlich leiser. Das bedeutet neben einer klimaschonenden Fahrt auch eine geringere Lärmbelastung für Fahrgäste, LenkerInnen und AnrainerInnen der Busstrecken. „Damit können wir im Auftrag des Landes Niederösterreich erstmals diese alternative Antriebstechnologie im Linienbus-Regelverkehr einsetzen und wertvolle Erfahrungen für eine zukünftige Weiterentwicklung unseres Mobilitätssystems sammeln“, so VOR Geschäftsführer Wolfgang Schroll, der auch auf vielversprechende alternative Antriebe wie Wasserstoff verweist.

Die Besonderheit des Leistungsraumes

Beim aktuellen Projekt handelt es sich um ein öffentliches Verkehrskreuz, das die Bahnhöfe Gänserndorf, Wolkersdorf und Mistelbach miteinander verbindet. Der Linienbusverkehr wird dabei im dichten Taktverkehr im Stundentakt abgewickelt. Acht Busse werden auf den Linien 530 (Gänserndorf – Matzen – Wolkersdorf) und 535 (Gänserndorf – Schönkirchen – Kollnbrunn – Mistelbach) im Rundlauf unterwegs sein. Währenddessen werden bei zwei Bussen die Batterien unter Hochspannung in kaum 30 Minuten geladen, wodurch unproduktive Stehzeiten vermieden werden. So entsteht eine 100 %ige grüne Leistungsabdeckung.

Postbus: Mobilitätspartner im ländlichen Raum

Der Postbus bringt jährlich mit seinen rund 2.300 Bussen ca. 210 Mio. Fahrgäste an ihr Ziel und fährt auch überall dort, wo es sonst keine öffentliche Anbindung gibt. Die Busse sind täglich in rund 1.800 Gemeinden unterwegs und sorgen damit für öffentliche Verbindungen im ländlichen Raum. Postbus als größtes Busunternehmen in Österreich übernimmt Verantwortung für die kommenden Generationen und wird langfristig auf klimaschonende Antriebe umstellen. Als einziges Busunternehmen in Österreich hat Postbus bereits Pilotprojekte im Bereich der E-Mobilität und mit Wasserstoffantrieb umgesetzt.

Verkehrsverbund Ostregion – VOR

Als größter Verkehrsverbund Österreichs vereint VOR alle öffentlichen Verkehrsmittel in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. VOR ist in diesen drei Bundesländern mit der Planung, Koordination und Optimierung des öffentlichen Verkehrs für jährlich rund eine Milliarde Fahrgäste betraut. Zu den Kernaufgaben gehören die Tarif- und Fahrplangestaltung ebenso wie Kundenservice und die Vergabe von Verkehrsdienstleistungen. Sämtliche Regional- und Stadtbusleistungen sowie ein Teil der Schienenverkehrsleistungen werden in der Ostregion durch VOR beauftragt. Die ExpertInnen des Verkehrsverbundes sind auch über die Ostregion hinaus als Impulsgeber und Ansprechpartner für intelligente und intermodale Mobilität tätig.

Rückfragehinweis für Medien

Mag. Daniel Pinka, MAS

Pressesprecher Schwerpunkt: Wien, Sicherheit

ÖBB-Holding AG
Am Hauptbahnhof 2
1100 Wien

Telefon +43 1 93000 32233

daniel.pinka@oebb.at

Für allgemeine Informationen oder Fahrgastinfos kontaktieren Sie bitte unser ÖBB Kundenservice +43 5 17 17 oder oebb.at/kontakt.

ÖBB

ÖBB. Heute. Für morgen. Für uns.

Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.