25.05.2021

ÖBB nehmen Planungen für zweigleisigen Vollausbau zwischen Wien und Bratislava in Angriff

um mehr als 15 Minuten schneller zwischen den beiden EU-Hauptstädten; mehr und schnellere Züge mit 100% grünem Strom; besseres Angebot für Pendlerinnen und Pendler im Marchfeld

 

Das Ziel ist, die Fahrzeit zwischen den beiden EU-Hauptstädten um mehr als 15 Minuten zu verkürzen – und das mit 100% grünem Bahnstrom. Während aktuell die Baumaschinen entlang der Strecke an der Modernisierung der Bahnhöfe und Haltestellen sowie an der Elektrifizierung und dem zweigleisigen Ausbau zwischen Siebenbrunn-Leopoldsdorf und Schönfeld-Lassee arbeiten, starten parallel die Planungen für den Vollausbau.

„Es ist schon jetzt ein Projekt, von dem zahlreiche Menschen profitieren. Entlang der Strecke stehen künftig modernisierte Bahnhöfe und Haltestellen zur Verfügung, außerdem werden sämtliche Eisenbahnkreuzungen durch Unter- oder Überführungen ersetzt. Mit dem Planungsstart für den Vollausbau gehen wir noch einen Schritt weiter und heben die Streckenkapazität auf ein neues Niveau“, fasst Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur zusammen. Doch nicht nur die beiden Hauptstädte rücken näher zusammen. „Sämtliche Bahnhofsmodernisierungen ermöglichen einen barrierefreien Zugang zum öffentlichen Verkehr und gehen mit einer Verbesserung des P&R-Angebots einher. So profitieren vor allem die Pendlerinnen und Pendler aus der Region vom Ausbau“, betont Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Über 5 Kilometer neues Gleis verlegt

Schon jetzt gleicht die Strecke zwischen der Wiener Stadtgrenze und der Staatsgrenze bei Marchegg einer Großbaustelle. Ende März arbeitete sich der sogenannte Schnellumbauzug vom Bahnhof Schönfeld-Lassee Richtung Bahnhof Siebenbrunn-Leopoldsdorf vor und verlegte in wenigen Tagen auf einer Länge von mehr als fünf Kilometern das zweite Streckengleis. Dabei blieb der reguläre Bahnbetrieb aufrecht. Auch sonst laufen die Arbeiten auf Hochtouren: Der Bahnhof Raasdorf ist seit April 2020 modernisiert, der Bahnhof Untersiebenbrunn seit Dezember 2020. Im Herbst 2021 folgen Glinzendorf, Siebenbrunn-Leopoldsdorf und Breitensee. Die Fertigstellung von Schönfeld-Lassee ist im September 2022 geplant.

Auch bei den Über- und Unterführungen entlang der Strecke ist bereits mehr als die Hälfte fertig und für den Verkehr freigegeben: Die drei Überführungen im Gemeindegebiet von Raasdorf (L3019, L5 und L11), die Unterführung des Marchfeldkanalradwegs, die Überführung der L9 in Obersiebenbrunn, die Unter- sowie die beiden Überführungen der Gemeindestraße in Untersiebenbrunn und die B49 in Marchegg. Für die Unterführung der L4 in Lassee und der Überführung L6 starten die Arbeiten noch heuer.

Ausbau in drei Modulen

Schritt für Schritt nähern sich die ÖBB dem Vollausbau. Im ersten Modul wurde von September 2016 bis Dezember 2018 der Wiener Abschnitt ausgebaut. Die Züge fahren seither zweigleisig und elektrifiziert von Wien Stadlau bis zur neu errichteten Station Wien Aspern Nord - und Reisende sowie PendlerInnen und Pendler profitieren seit damals von einem Halbstundentakt auf der S 80 zwischen Hauptbahnhof Wien und Wien Aspern Nord. Seit August 2018 laufen die Arbeiten im Niederösterreichischen Abschnitt. In diesem zweiten Modul ist der zweigleisige Ausbau zwischen Siebenbrunn-Leopoldsdorf und Schönfeld-Lassee vorgesehen. Außerdem werden sämtliche Eisenbahnkreuzungen aufgelassen und durch Unter- oder Überführungen ersetzt. Alle diese Bauwerke sind in ihrer Dimension bereits für den zweigleisigen Vollausbau ausgerichtet. Für das dritte Modul – den zweigleisigen Ausbau in den bislang noch eingleisigen Abschnitten – starten im April 2021 die Planungen. Ab Dezember 2025 sollen die ersten Züge auf der durchgehend zweigleisigen Strecke auf österreichischem Staatsgebiet fahren.

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Mag. Daniel Pinka, MAS

Pressesprecher Schwerpunkt: Wien, Sicherheit

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