01.06.2021

Unterführung Lanzendorf für den Verkehr freigegeben

Auflassung der Eisenbahnkreuzung bringt mehr Sicherheit im Straßenverkehr und Optimierung des Verkehrsflusses; Investitionskosten 14,8 Millionen Euro

Der Bahnübergang, wo die Landesstraße B11 niveaugleich im Gemeindegebiet von Lanzendorf die Trasse der Ostbahn (Wien-Bruck/Leitha-Hegyeshalom) gekreuzt hat, wurde in einem gemeinschaftlichen Projekt der ÖBB mit dem Land Niederösterreich und der Gemeinde Lanzendorf aufgelassen und durch eine Unterführung ersetzt. Durch diese neue, niveaufreie Bahnquerung mit der B11 wird der Verkehrsfluss optimiert und die Sicherheit erhöht. Investiert wurden insgesamt 14,8 Millionen Euro. Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG, und Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko haben gemeinsam mit NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker und Bürgermeisterin Silvia Krispel die Unterführung offiziell eröffnet.

„Die größtmögliche Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen zu gewährleisten, ist unser oberstes, gemeinsames Ziel, und das haben wir hier in Lanzendorf erreicht.“, freut sich Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG. „Mit dem Neubau der Unterführung ist die Unfallgefahr auf der Eisenbahnkreuzung gebannt. Für unsere Fahrgäste haben wir die Haltestelle Lanzendorf-Rannersdorf attraktiviert. Die Bahnsteige wurden komplett erneuert sowie eine Park&Ride-Anlage mit 53 PKW-Stellplätzen und eine Bike&Ride-Anlage mit 48 Stellplätzen errichtet.“

Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko: „An dieser Eisenbahnkreuzung der Ostbahn mit der B11 sind in der Vergangenheit täglich in etwa 6.800 Autos auf ca. 370 Züge getroffen, wodurch es für die Straßenverkehrsteilnehmer:innen immer wieder zu Wartezeiten gekommen ist. Durch die Errichtung der Unterführung profitiert jetzt nicht nur der motorisierte Verkehr, sondern auch alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Von der B11 entkoppelt wurde ein kombinierter Geh- und Radweg mit Stiegenaufgängen zu den jeweiligen Bahnsteigen hergestellt, wodurch ein Aufeinandertreffen der verschiedenen Verkehrsmittel minimiert wurde.“

NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker: „Dem NÖ Straßendienst ist es wichtig, gemeinsam mit der ÖBB die Eisenbahnkreuzungen optimal zu gestalten und den Verkehrsteilnehmern sicher anzubieten, wie hier in Lanzendorf mit der neuen Unterführung im Zuge der B 11.“

Bürgermeisterin Silvia Krispel: „Seit Mitte der 80er Jahre hat sich die Gemeinde darum bemüht, eine Lösung im Bereich der Eisenbahnkreuzung herbeizuführen. Entsprechend groß zeigt sich heute die Freude in der Bevölkerung, dass dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde und die langen Umfahrungen ein Ende haben. Durch die Niveaufreimachung wurden für alle Verkehrsteilnehmer:innen – ob sie nun mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind – mehr Sicherheit, verkürzte Fahrzeiten und höhere Lebensqualität erreicht. Mit der Errichtung der Unterführung hat auch die gesamte Bahnhofsanlage ein neues modernes Gesicht bekommen.“

Begleitende Straßenbaumaßnahmen

Mit der Errichtung der Unterführung im Zuge der B11 erfolgt die Anbindung an die Verbindungsstraße zur Ingenieur-Karl-Strycek-Straße und Buchengasse sowie zur Eichenstraße bis zur Firma Dasch.

Kosten und Finanzierung

Die Gesamtkosten für die Unterführung, die Bahnsteige und die Park&Ride-Anlage betragen 14,8 Millionen Euro. Davon übernehmen die ÖBB ca. 11,3 Millionen Euro, das Land Niederösterreich ca. 2,5 Millionen Euro und die Gemeinde Lanzendorf rund eine Million.

Rückfragehinweis für Medien

DI Christopher Seif

Pressesprecher Wien, Niederösterreich, Burgenland

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