15.06.2021

ÖBB: Bauarbeiten für die Strecke Klagenfurt – Weizelsdorf laufen auf Hochtouren

Seit April 2021 laufen die Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf. Bis 2023 modernisieren die ÖBB diesen Bereich grundlegend. Neben der Elektrifizierung werden auch Haltepunkte und Kreuzungen adaptiert oder neu gebaut – für mehr Komfort und mehr Sicherheit. Die Investitionskosten betragen rund 50 Millionen Euro.

Öfter und umweltfreundlicher von Klagenfurt nach Weizelsdorf, so lautet die Devise für die Zukunft der Bahnstrecke im Rosental. Damit zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf Züge künftig mit grünem Bahnstrom anstatt mit Diesel unterwegs sein können, wird der rund 12 Kilometer lange Streckenabschnitt bis zum Jahr 2023 etappenweise modernisiert. Neben der kompletten Elektrifizierung der Strecke bedeutet das auch den Ausbau des Bahnhofs Maria Rain, die Adaptierung weiterer Haltestellen sowie die Auflassung oder technische Sicherung mehrerer Eisenbahnkreuzungen. Darüber hinaus entsteht in Lambichl eine komplett neue Haltestelle. Ergänzt werden die Adaptierungsmaßnahmen durch die zusätzliche Schaffung von Park&Ride sowie Bike&Ride Stellflächen.

Arbeiten auf Hochtouren

Eine große Herausforderung stellt die Errichtung der neuen Haltestelle Lambichl dar. Es entsteht eine neue Haltestelle mit einer Park&Ride- und Bike&Ride-Anlage. Bevor dies in Angriff genommen werden kann, muss der Knoten B91/L99 an der Landesstraße neu gestaltet werden. Die Arbeiten in diesem Bereich laufen bereits auf Hochtouren und  sollen bis September 2021 abgeschlossen sein. Im Herbst wird dann mit  der Errichtung der Park&Ride-Anlage begonnen. Als Begleitmaßnahme wird parallel dazu der Toppelsdorfer Bach umgelegt.

Auch in Maria Rain sind die Baufahrzeuge schon im Einsatz. Diese Haltestelle wird künftig zum Bahnhof aufgewertet und erhält ein zweites Gleis sowie einen Mittelbahnsteig - beides spielt für eine mögliche Taktverdichtung eine zentrale Rolle. Zusätzlich entsteht hier eine moderne Park&Ride sowie Bike&Ride-Anlage für Fahrgäste. Am zusätzlichen Gleis und dem neuen Mittelbahnsteig wird bereits gearbeitet. Mit den Arbeiten an der Park&Ride-Anlage wird im September 2021 begonnen.

Auch auf der Strecke zwischen den Bahnhöfen Klagenfurt und Weizelsdorf laufen die Arbeiten bereits, wie  etwa Rodungsarbeiten und Sondierungsarbeiten für die Mastfundamente. Die Adaptierungsarbeiten an der Draubrücke Hollenburg starten gemäß Bauzeitplan Mitte Juli 2021.

Streckensperre mit Schienenersatzverkehr im Sommer

Im Juli 2021 starten die Gleiserneuerungen von Klagenfurt bis Maria Rain. Aufgrund der umfassenden Bauarbeiten ist eine Streckensperre zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf von 10. Juli bis 12. September 2021 erforderlich.

„Die einzelnen Bautätigkeiten wurden so geplant, dass alle erforderlichen Streckensperren so kurz wie möglich ausfallen. Wir sind bemüht Einschränkungen für Bahnkundinnen und Bahnkunden so gering wie möglich zu halten“, so Projektkoordinator Gerhard Pajer von den ÖBB-Infrastruktur AG.

„Künftig werden unsere Züge nicht nur umweltfreundlicher und noch sicherer unterwegs sein, sondern auch häufiger: Die Modernisierung der Strecke erlaubt einen Halbstundentakt zu den Hauptverkehrszeiten“, sagt Projektleiter Gerald Zwittnig von den ÖBB-Infrastruktur AG.

Alle Maßnahmen im Überblick

  • Elektrifizierung der 12 Kilometer langen Strecke
  • Umbau Bahnhof Maria Rain inklusive Park&Ride-Anlage¬ mit 30 PKW-Stellflächen und Bike&Ride-Anlage mit 30 Stellplätzen
  • Adaptierung der Haltestellen Klagenfurt-Süd und Weizelsdorf
  • Neubau der Haltestelle Lambichl inklusive Park&Ride-Anlage mit 22 PKW-Stellflächen und Bike&Ride-Anlage mit 30 Stellplätzen
  • Technische Sicherung bzw. Auflassung von Eisenbahnkreuzungen
  • Adaptierung der Draubrücke Hollenburg
  • Einbindung des Streckenabschnitts in die Betriebsführungszentrale Villach

Umweltschonend unterwegs

Die Elektrifizierung der Strecke Klagenfurt - Weizelsdorf ist ein wesentlicher Beitrag zur CO2-Reduktion von Bahnstrecken. Als größtes Klimaschutzunternehmen Österreichs verstehen sich die ÖBB als Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. So gestalten wir schon heute eine umweltfreundliche Infrastruktur und ermöglichen unseren Kindern und Enkelkindern morgen eine lebenswerte Zukunft. Mit der Elektrifizierung zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf werden dann jährlich CO2 Emissionen eingespart, für die 75 ha Wald zur Aufnahme nötig wären. Das entspricht rund 100 Fußballfeldern.

Rückfragehinweis für Medien

Links: Projektleiter ÖBB-Infrastruktur AG Gerald Zwittnig; rechts: Projektkoordinator ÖBB-Infrastruktur AG Gerhard Pajer

Mag.a Rosanna Zernatto-Peschel, MAS

Pressesprecherin Kärnten, Osttirol, Steiermark, südl. Burgenland

ÖBB-Holding AG
Am Hauptbahnhof 2
1100 Wien

Telefon +43 1 93000 32233

rosanna.zernatto-peschel@oebb.at

Für allgemeine Informationen oder Fahrgastinfos kontaktieren Sie bitte unser ÖBB Kundenservice +43 5 17 17 oder oebb.at/kontakt.

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ÖBB. Heute. Für morgen. Für uns.

Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.