13.07.2021

Hangsanierung an ÖBB-Strecke im Wipptal braucht mehr Zeit

Die Sicherung des rutschgefährdeten Hangs an der Brennerbahnstrecke läuft. Ergiebiger Regen, die Steilheit des Geländes und der bis in tiefere Schichten labile Hang machen das Unterfangen schwieriger als angenommen. Ein Ende der Arbeiten und damit auch der Einschränkungen im Zugverkehr ist nicht vor 31. Juli zu erwarten. Die ÖBB bitten um Verständnis.

Rasch reagiert haben die ÖBB Anfang Juli, nachdem ein Hang an der Brennerbahnstrecke zwischen Ellbögen und Matrei in Folge starker Niederschläge abzurutschen drohte. Nach der Begutachtung durch Experten wurden sofort Maßnahmen zur Sanierung des Hanges eingeleitet. Die Arbeiten haben seit Beginn mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen: Nicht nur, dass im extrem steilen Gelände gearbeitet werden muss und die Zugänglichkeit des betroffenen Bereichs derzeit nur über die Schiene möglich ist, haben auch die wiederkehrenden starken Regenfälle den Fortschritt der Arbeiten erschwert. Überdies hat sich im Lauf der Arbeiten gezeigt, dass die Böschung tiefergehend saniert werden muss als ursprünglich angenommen. Diese Faktoren zusammengenommen bedeuten, dass die Arbeiten und damit auch die Einschränkungen im Zugverkehr länger dauern werden als zu Beginn angenommen. Konkret heißt das aus heutiger Sich, dass die Strecke in diesem Abschnitt jedenfalls bis inklusive 31. Juli nur eingleisig befahrbar bleibt – vorausgesetzt die Witterung macht keine längeren Arbeitsunterbrechungen notwendig.

Weiterhin Schienenersatzverkehr zwischen Innsbruck und Steinach

Die S-Bahnen zwischen Steinach und Hall in Tirol fallen daher in diesem Zeitraum weiterhin aus und werden zwischen Steinach und Innsbruck durch Busse ersetzt. Im Abschnitt zwischen Innsbruck und Hall fallen diese Züge aus, Fahrgäste werde gebeten, die nächsten fahrplanmäßigen Verbindungen zu nutzen. Die S-Bahnen zwischen Innsbruck und dem Brenner verkehren weiterhin laut Fahrplan. Im Nahverkehr steht daher auf der Schiene zwischen Innsbruck und Steinach bis 31. Juli nur ein Stundentakt zur Verfügung, dazwischen fahren Busse.

ÖBB bitten um Verständnis, geänderte Abfahrtszeiten für Busse

Die ÖBB bitten für die Unannehmlichkeiten um Verständnis und empfehlen den Fahrgästen, sich unmittelbar vor Fahrtantritt nach Möglichkeit nochmals über die gewünschte Verbindung zu informieren.  Die Abfahrtszeiten der SEV-Busse von Innsbruck (Verladestelle Frachtenbahnhof) nach Matrei und Steinach wurden um 14 Minuten vorverlegt, damit die regionalen Anschlüsse (Busse) in Matrei und Steinach gewährleistet werden können. Das bedeutet, dass die SEV-Busse in Innsbruck jeweils zur Minute ´10 abfahren (anstatt ´24). Die ÖBB werden während der Teilsperre weiterhin die Kapazität der S-Bahnen zwischen Innsbruck und Brenner jeweils von Mittag bis in den Abend hinein verdoppeln, um dem erwartbar verstärkten Fahrgastaufkommen für diese Züge zu entsprechen. Aktuelle Informationen unter streckeninfo.oebb.at bzw. vvt.at

Rückfragehinweis für Medien

Hangsanierung

Dr. Christoph Gasser-Mair

Pressesprecher Tirol, Vorarlberg

ÖBB-Holding AG
Südtiroler Platz 7
6020 Innsbruck

Telefon +43 664 8417208

Christoph.Gasser-Mair@oebb.at

Für allgemeine Informationen oder Fahrgastinfos kontaktieren Sie bitte unser ÖBB Kundenservice +43 5 17 17 oder oebb.at/kontakt.

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.