18.09.2021

ÖBB Projekt "Koralmbahn im Granitztal" gewinnt "Goldene Unke"

Die FH Kärnten, Studienbereich Bauingenieurwesen und Architektur, vergibt gemeinsam mit Land Kärnten heuer erstmals einen Preis für nachhaltige Bauprojekte, die durch einen besonderen Fokus auf Naturschutz sowie die gelungene Umsetzung hervorstechen. Die ÖBB haben eine Auszeichnung für die Umsetzung der ökologischen Begleitmaßnahmen im Zuge der Errichtung der neuen Koralmbahn im Granitztal verliehen bekommen.

Gestern, Freitag 17.09.2021, fand im Rahmen der ÖKOBAU Messe in Klagenfurt die Verleihung der „Goldenen Unke 2021“ durch Landesrätin Sarah Schaar statt. Der Preis würdigt Unternehmen, die durch besonders innovative und durchdachte Konzepte zum schonenden Umgang mit der Natur bei der Umsetzung von Bauprojekten hervorstechen. Die ÖBB haben insgesamt fünf Projekte zu ÖKO-Maßnahmen eingereicht und wurden für die Initiativen im Granitztal mit dem ersten Platz ausgezeichnet. ÖBB Projektkoordinator Markus Höhndorf nahm den Preis im Beisein von Kollegen entgegen und bedankte sich bei der FH Kärnten und der Jury für die Würdigung des Projektes.

Die Natur am Zug

Die Koralmbahn verbindet Menschen – und sie hilft der Natur. Bei Projekten der ÖBB Infrastruktur AG ist der ökologische Aspekt immer ein integraler Bestandteil, sowohl während der Planungs- und Einreichphase als auch während der Umsetzung. Und so hat sich im Granitztal die ökologische Situation durch den Bau der Koralmbahn sogar verbessert. Das wurde den ÖBB bereits von Seiten der Naturschutz-Behörden bestätigt.

Im Granitztal wurden von den Baumaßnahmen der Koralmbahn auch ökologisch sensible Bereiche berührt. Deshalb hat die ÖBB-Infrastruktur AG einen umfangreichen landschaftsökologischen Begleitplan umgesetzt. Vorgabe war dabei, die Eingriffe nicht nur auszugleichen, sondern eine positive Öko-Bilanz ziehen zu können. So entstanden um 5.400m² mehr Biotopfläche als vom Bau beansprucht wurden. Dadurch haben sich im Granitztal auch einige ökologisch wertvolle Tierarten angesiedelt, die dort vor den Baumaßnahmen nicht heimisch waren. Zum Beispiel der Eisvogel, für den eigens sogenannte „Steilufer“ errichtet wurden und der vom verbesserten Nahrungsangebot im aufgeweiteten Granitzbach profitiert. Ein ausgeklügeltes Logistikkonzept hat dafür gesorgt, dass der Eisvogel schon während des Baus im Granitztal einziehen konnte. Auch der Biber ist mit der Koralmbahn ins Granitztal gekommen. Er fühlt sich in den neu geschaffenen Auwäldern wohl und „durchforstet“ sie auf natürliche Weise, ganz ohne Motorsäge. Schließlich wurden während des Baus auch laufend wertvolle Strukturen geschützt bzw. verpflanzt, die sich im Baufeld gebildet hatten (z. B. Röhrichte in Absetzbecken), sodass - was die Koralmbahn betrifft - die Rechnung für die Natur aufgeht.

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Mag.a Rosanna Zernatto-Peschel, MAS

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