23.09.2021

ÖBB: Planung für Unterführung in Pörtschach abgeschlossen

Finanzierungsübereinkommen zwischen ÖBB und Land Kärnten; Eisenbahnkreuzung auf B 83 wird durch Unterführung ersetzt; Hauptarbeiten an der Unterführung starten 2022

Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen hat oberste Priorität. In Österreich arbeiten daher der Bund, die Länder und die ÖBB kontinuierlich daran, niveaugleiche Eisenbahnkreuzungen zu reduzieren. Seit dem Jahr 2000 wurde die Zahl der Eisenbahnkreuzungen österreichweit nahezu halbiert. Dafür werden von den ÖBB jedes Jahr rund 20 Mio. Euro in die Hand genommen, auch in Kärnten profitiert man davon.

In Pörtschach am Wörthersee wird im Bereich des Yachthafens die Eisenbahnkreuzung aufgelassen und durch eine Unterführung für den Straßenverkehr sowie eine zusätzliche, kleinere Unterführung für Radfahrer und Fußgänger ersetzt. Die Einreichplanung für das Bauvorhaben wurde abgeschlossen und der Behörde zur Genehmigung übermittelt.  Neben den Arbeiten im unmittelbaren Gleisbereich wird eine Reihe von begleitenden Straßenbauarbeiten erfolgen. Dabei wird etwa die Linienführung der B83 Kärntner Straße optimiert, die nördlich und südlich gelegenen Gemeindestraßen neu eingebunden und der überregionale R4 Wörthersee-Radweg mit einem gesonderten Tragwerk über die B83 geführt. Dadurch wird die Sicherheit auf der Straße und auf der Schiene wesentlich erhöht. Die Baukosten belaufen sich auf 14,80 Mio. Euro und werden von den ÖBB und dem Land Kärnten getragen. Die Finanzierungsvereinbarung dazu wird nun unterzeichnet.

Bereits im November 2021 wird mit ersten bauvorbereitenden Maßnahmen, wie etwa Vermessungen, begonnen. Die Hauptarbeiten erfolgen im Jahr 2022. Mit einer Beeinträchtigung des Straßenverkehrs durch temporäre Umleitungen ist zu rechnen. Die Gesamtfertigstellung der Unterführung erfolgt bis Jahresende 2023.

Franz Jank, ÖBB Infrastruktur AG: „Ziel der ÖBB ist es, niveaugleiche Bahnübergänge laufend zu reduzieren. Vor allem bei dieser stark befahrenen Eisenbahnkreuzung ist eine Trennung von Schienen-, Kraftfahrzeug-, Rad- und Fußgängerverkehr überaus sinnvoll. Neben der Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer fallen zukünftig auch lästige Wartezeiten für die Straßenverkehrsteilnehmer weg.“

Landesrat Martin Gruber, Straßenbaureferent Land Kärnten: „Durch die Unterführung, aber auch durch die umfassenden begleitenden Baumaßnahmen für Radfahrer und Fußgänger wird die Situation gleich mehrfach verbessert. Es ist eine wichtige gemeinsame Millioneninvestition in die Infrastruktur von Pörtschach, die für mehr Verkehrssicherheit sorgen wird.“

Landesrat Sebastian Schuschnig, Mobilitätsreferent Land Kärnten: „Dieses Projekt bedeutet nicht nur verkehrspolitisch eine Verbesserung, es hat auch für den Tourismus einen klaren Mehrwert. Von der neuen Verkehrsinfrastruktur werden alle Einheimischen und die Gäste der Region profitieren.“

Silvia Häusl-Benz, Bürgermeisterin Gemeinde Pörtschach: „Mit der Errichtung der Unterführung wird ein Nadelöhr auf der B83 Kärntner Straße entschärft, welches bisher für Probleme im Alltagsverkehr gesorgt hat.“

Die Südstrecke: Vom Reisen und Befördern der Zukunft

An mehr als 100 großen und kleinen Projekten arbeitet die ÖBB-Infrastruktur AG derzeit entlang der Südstrecke, einem Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors. 200 Kilometer Bahnlinie werden modernisiert, 170 Kilometer neu gebaut. 80 km neue Tunnel und 150 neue Brücken errichtet. Über 5.000 Menschen arbeiten daran. Nach Fertigstellung der Projekte eilen die Züge in 2 Stunden 40 Minuten von Wien nach Klagenfurt, von Graz nach Klagenfurt in 45 Minuten. Sie passieren, auf insgesamt 470 km, viele neue Bahnhöfe und durchqueren mit hohen Geschwindigkeiten zwei Berge – den Semmering und die Koralpe. Das Projekt Südstrecke umfasst: den Nordbahn-Ausbau, den Ausbau Wien-Bratislava, den neuen Wiener Hauptbahnhof, das Güterzentrum Wien Süd, den Ausbau der Pottendorfer Linie, den Bau des Semmering-Basistunnels, acht modernisierte Bahnhöfe auf dem Weg von Bruck nach Graz, den modernisierten Grazer Hauptbahnhof und 130 Kilometer neue Koralmbahn. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen für einen zukunftsorientierten Personen- und Güterverkehr.
infrastruktur.oebb.at/suedstrecke

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.