04.10.2021

ÖBB: Bauarbeiten für die Strecke Klagenfurt – Weizelsdorf schreiten zügig voran

Bis 2023 modernisieren die ÖBB die Strecke zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf grundlegend. Die Bauarbeiten laufen seit April 2021. Neben der Elektrifizierung werden auch Haltepunkte und Kreuzungen adaptiert oder neu gebaut – für mehr Komfort und mehr Sicherheit. Die Investitionskosten betragen rund 50 Millionen Euro.

Damit zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf Züge künftig umweltfreundlich mit grünem Bahnstrom anstatt mit Diesel unterwegs sein können, wird der rund 12 Kilometer lange Streckenabschnitt bis zum Jahr 2023 etappenweise modernisiert. Neben der kompletten Elektrifizierung der Strecke bedeutet das auch den Ausbau des Bahnhofs Maria Rain, die Adaptierung weiterer Haltestellen sowie die Auflassung oder technische Sicherung mehrerer Eisenbahnkreuzungen. Darüber hinaus entsteht in Lambichl eine komplett neue Haltestelle. Ergänzt werden die Adaptierungsmaßnahmen durch die zusätzliche Schaffung von Park&Ride sowie Bike&Ride Stellflächen.

Was ist passiert und wie geht es weiter?

Bis zur Fertigstellung 2023 gibt es noch viel zu tun. Eine große Herausforderung stellt die Errichtung der neuen Haltestelle Köttmannsdorf Lambichl inkl. Park&Ride sowie Bike&Ride-Anlage dar. Bevor dies in Angriff genommen werden konnte, musste hier die Kreuzung beider Landesstraßen neugestaltet werden. Die Arbeiten in diesem Bereich wurden im September 2021 abgeschlossen. Im Anschluss wurde mit der Errichtung der Park&Ride-Anlage begonnen. Als ökologische Begleitmaßnahme wird 2022 parallel dazu der Toppelsdorfer Bach umgelegt.

Die Haltestelle Maria Rain wird künftig zum Bahnhof aufgewertet. Damit kürzere Zugsintervalle möglich sind, wurde ein zusätzliches Gleis gebaut. Der neue Mittelbahnsteig wird im nächsten Jahr gebaut. Weiters entsteht auch hier eine moderne Park&Ride sowie Bike&Ride-Anlage für Fahrgäste. Mit diesen Arbeiten wurde bereits begonnen, sie sollen bis zum Sommer 2022 abgeschlossen sein.

Auch auf der Strecke zwischen den Bahnhöfen Klagenfurt und Weizelsdorf laufen die Arbeiten bereits auf Hochtouren. Im Sommer erfolgte die Gleiserneuerung zwischen Klagenfurt und Maria Rain sowie die Adaptierung der Draubrücke Hollenburg. Im Sommer 2022 bekommen auch die beiden Bogenbrücken einen Korrosionsschutz.

2022 werden unter anderem auch Eisenbahnkreuzungen umgebaut, erneuert und teilweise auch aufgelassen. Die Bahnsteige in der Haltestelle Klagenfurt Süd und im Bahnhof Weizelsdorf werden verlängert.

Streckensperre mit Schienenersatzverkehr

Aufgrund der umfassenden Bauarbeiten ist auch 2022 eine Streckensperre zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf erforderlich. Diese ist von 14. Februar bis 11. Dezember 2022 geplant. In dieser Zeit werden Ersatzbusse geführt.

Umweltschonend unterwegs

Die Elektrifizierung der Strecke Klagenfurt - Weizelsdorf ist ein wesentlicher Beitrag zur CO₂-Reduktion von Bahnstrecken. Als größtes Klimaschutzunternehmen Österreichs verstehen sich die ÖBB als Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. So gestalten wir schon heute eine umweltfreundliche Infrastruktur und ermöglichen unseren Kindern und Enkelkindern morgen eine lebenswerte Zukunft. Mit der Elektrifizierung zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf werden dann jährlich CO₂ Emissionen eingespart, für die 75 ha Wald zur Aufnahme nötig wären. Das entspricht rund 100 Fußballfeldern.

Rückfragehinweis für Medien

Mag.a Rosanna Zernatto-Peschel, MAS

Pressesprecherin Kärnten, Osttirol, Steiermark, südl. Burgenland

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Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2020 insgesamt 287 Millionen Fahrgäste und über 95 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit rund 97 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von über drei Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen knapp 42.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich bis zu 1,3 Millionen Reisende und rund 1.300 Güterzüge sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.