07. Juni 2019

Baubeginn Unterführung Lanzendorf

Auflassung der Eisenbahnkreuzung bringt Ende 2020 mehr Sicherheit im Straßenverkehr und Optimierung des Verkehrsflusses; Investitionskosten 14,8 Millionen Euro; Hauptarbeiten starten im Februar 2020

Derzeit quert die Landesstraße B11 niveaugleich im Gemeindegebiet von Lanzendorf die Trasse der Ostbahn (Wien-Bruck/Leitha-Hegyeshalom). In einem gemeinschaftlichen Projekt der ÖBB mit dem Land Niederösterreich und der Gemeinde Lanzendorf wird nunmehr die Eisenbahnkreuzung aufgelassen und durch eine Unterführung ersetzt. Durch diese neue, niveaufreie Bahnquerung mit der Landesstraße B11 wird der Verkehrsfluss künftig optimiert und die Sicherheit erhöht. Investiert werden insgesamt 14,8 Millionen Euro.

Die Vorarbeiten für dieses Projekt haben diese Woche begonnen und dauern voraussichtlich bis Ende Oktober 2019. Gearbeitet wird teilweise auch an Wochenenden und nachts, um den Zugverkehr tagsüber im Sinne der zahlreichen Fahrgäste weitgehend aufrechterhalten zu können.

Die Vorarbeiten umfassen:

  • Abbrucharbeiten im Bereich der Firma Allitech
  • Herstellung der Verbindungsstraße zwischen Ingenieur-Karl-Strycek-Straße und Buchengasse (Sperre der Ingenieur-Karl-Strycek-Straße von Mitte Juni bis Mitte September)
  • Baufeldfreimachung zur Verlegung der III. Wiener Wasserleitung (durch Stadt Wien)
  • Bahnsteigverkürzung in der Haltestelle Lanzendorf-Rannersdorf auf 120 Meter und Versetzen eines provisorischen Übergangsstegs zwischen den beiden Bahnsteigen (voraussichtl. 4./5. August nachts)
  • Kabelumlegearbeiten im Bahnsteigbereich und im Bereich der B11 (teilweise nachts)
  • Rammsondierungen (4. und 5. August, jeweils nachts)
  • Herstellung einer neuen Verbindungsstraße "Eichenstraße bis Firma Dasch"

Umleitung von 15. Juli bis 23. August 2019

Zur Durchführung der Arbeiten ist eine Sperre der B11 ab 15. Juli, Beginn 10 Uhr, bis 23. August 2019, Ende 10 Uhr, erforderlich. Der Straßenverkehr wird während dieser Zeit folgendermaßen umgeleitet:
B 11 von Achau kommend - Kreisverkehr B11/B15 (Kanzelhof) - B15 - Kreisverkehr B15/L2003 (Lanzendorfer Au) - B15 - Kreisverkehr B15/L2003 (Pellendorf) - L2003 über Pellendorf und Zwölfaxing nach Schwechat - Kreuzung L2003/L2071 - L2071 (Schwarzmühlstraße) - Kreisverkehr B11/L2071 - B11 nach Schwechat bzw. in umgekehrter Richtung.

Die Hauptarbeiten starten im Februar 2020. Die Verkehrsfreigabe wird voraussichtlich im Dezember 2020 erfolgen, die Komplettfertigstellung der Unterführung ist für das Frühjahr 2021 geplant.

Errichtung Unterführung

Auf der Eisenbahnkreuzung der Ostbahn mit der B11 treffen täglich in etwa 6.800 Autos auf ca. 370 Züge, wodurch es immer wieder zu Wartezeiten kommt. Mit dem Neubau einer Unterführung wird die Möglichkeit geschaffen, den Straßenverkehr flüssiger abzuwickeln. Die Ausbildung der Unterführung erfolgt als wasserdichte Wanne. Die lichte Durchfahrtshöhe beträgt ca. 5,00m. Von der B11 entkoppelt wird ein kombinierter Geh- und Radweg mit Stiegenaufgängen zu den jeweiligen Bahnsteigen hergestellt.
Außerdem werden im Zuge des Projekts die Bahnsteige 1 und 2 erneuert sowie eine Park&Ride-Anlage mit 55 PKW- sowie 29 Bike&Ride-Plätzen errichtet.

Begleitende Straßenbaumaßnahmen

Heuer erfolgt die Anbindung an die B11 zur Herstellung der Unterführung im Bereich Eichenstraße und Buchengasse, im Jahr 2020 wird die eine Park&Ride-Anlage errichtet.

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Um die Beeinträchtigungen in einem möglichst kurzen Zeitrahmen zu halten, müssen die Arbeiten teilweise auch in der Nacht durchgeführt werden. Die ÖBB sind bemüht, Lärmentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der durchzuführenden Arbeiten und der dazu erforderlichen Maschinen nicht vermieden werden können. Durch die Maßnahmen wird die Qualität der Schieneninfrastruktur gewährleistet.

Kosten und Finanzierung

Die Gesamtkosten für die Unterführung, die Bahnsteige und die Park&Ride-Anlage betragen 14,8 Millionen Euro. Davon übernehmen die ÖBB ca. 11,3 Millionen Euro, das Land Niederösterreich ca. 2,5 Millionen Euro und die Gemeinde Lanzendorf rund eine Million.

Rückfragehinweis für Medien

Christopher Seif

DI Christopher Seif

Pressesprecher Wien, Niederösterreich, Burgenland

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