07. Juni 2018

Internationaler Tag für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen

Sicherheit steigt, aber jeder Unfall ist einer zu viel; ÖBB setzen weiterhin auf Kombination aus Reduktion von Eisenbahnkreuzungen und bewusstseinsbildenden Maßnahmen; 'Lokführer-Perspektive einnehmen': Sonderzugfahrt für Fahrschullehrer am International Level Crossing Awareness day

Am Donnerstag, den 7.6.2018 ist der internationale Tag für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen. An diesem "International Level Crossing Awareness Day" ("ILCAD") setzt die ÖBB-Infrastruktur AG wieder ein Zeichen für mehr Sicherheit bei Eisenbahnkreuzungen.

Obwohl die Sicherheit insgesamt steigt, gab es österreichweit im Netz der ÖBB im vergangen Jahr insgesamt immer noch 66 Unfälle auf Eisenbahnkreuzungen (davon 6 tödlich). 2008 waren es 108 Unfälle mit 19 Toten, die Zahl der tödlich Verletzten ist also in den vergangenen zehn Jahren um zwei Drittel gesunken.

Die häufigsten Unfallursachen sind weiterhin Unachtsamkeit und Ablenkung der Straßenverkehrsteilnehmer. Darüber hinaus macht Gewohnheit blind: ortsansässige Personen, die täglich Eisenbahnkreuzungen queren, sind besonders gefährdet.

Seit 2000 wurde die Zahl der Eisenbahnübergänge nahezu halbiert - von rund 6.100 auf rund 3.300. Wie in den letzten Jahren wird sich auch heuer zu Jahresende diese Zahl weiter verringert haben. Im Jahr 2017 wurden österreichweit rund 50 Eisenbahnübergänge stillgelegt bzw. aufgelassen oder durch Brücken oder Unterführungen ersetzt.

Franz Seiser, Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG: "Die ÖBB investieren pro Jahr rund 25 Millionen Euro in die Verbesserung der Sicherheit bei Eisenbahnkreuzungen und sind auch bei der Bewusstseinsbildung, insbesondere bei jugendlichen Verkehrsteilnehmern, sehr aktiv - das geht von Sicherheitsvorträgen in den Schulen über die Kooperation mit Fahrschulen bis zum Einsatz emotionaler Videos, die die Gefahr von Unachtsamkeit vor Eisenbahnkreuzungen teils drastisch vor Augen führen. Denn jeder Unfall in einer zu viel."

Sonderzugfahrt am ILCAD - Eisenbahnkreuzung aus der Perspektive des Lokführers wahrnehmen

Im Rahmen einer Kooperation zwischen ÖBB Infrastruktur und dem Dachverband der Fahrschulen der Wirtschaftskammer Österreich haben Fahrlehrer anlässlich des ILCAD morgen, am 7. Juni, die Möglichkeit zur Mitfahrt auf einem Triebwagen. So können sie selber erleben, was es bedeutet, wenn Autofahrer oft ohne die nötige Aufmerksamkeit die Kreuzung queren und Lokführer weder die Möglichkeit haben auszuweichen, noch rechtzeitig zu bremsen

Ziel der Kooperation ÖBB-WKO ist, dass Fahrschulen bereits in der Ausbildung der Straßenverkehrsteilnehmer auf die besondere Situation auf Eisenbahnkreuzungen hinweisen und den Blick dafür schärfen. Denn Züge können weder rechtzeitig bremsen noch ausweichen - aus diesem Grund endet das Ignorieren von Stopptafel, Lichtzeichenanlage und/oder Schranken für Straßenverkehrsteilnehmer oftmals fatal.

Weitere bewusstseinsbildende Maßnahmen

Durch bewusstseinsbildende Maßnahmen und Kampagnen führen wir VerkehrsteilnehmerInnen vor Augen, wie gefährlich es sein kann, wenn Regeln für das sichere Queren von Eisenbahnkreuzungen nicht eingehalten werden. Dabei wenden wir uns vor allem an jugendliche Verkehrsteilnehmer - sei es im direkten Dialog an den Schulen, durch Plakate an unseren Bahnhöfen oder durch Kampagnen via Internet und in den sozialen Medien.

Ziel ist die Unfallzahlen durch verstärkte Aufklärung auf vielen Ebenen zu senken. Die diesjährige Sicherheitskampagne heißt "Pass auf dich auf". Im Zentrum steht die Botschaft "Dein Schutzengel ist nicht immer für dich da". Es bedeutet: Du hast selber Verantwortung für dein Leben, pass auf dich auf! Es geht dabei unter anderem auch um das richtige Verhalten vor Eisenbahnkreuzungen.

Links

Dreh- und Angelpunkt im Internet ist die Site www.passaufdichauf.at > Vorsicht Eisenbahnkreuzung sowie die Site infrastruktur.oebb.at/de/unternehmen/sicherheit-ist-unser-thema/aufklaerung-und-kampagnen/eisenbahnkreuzungen mit zahlreichen Kurzvideos.

Rückfragehinweis für Medien

Pressesprecher Roman Hahslinger

Roman Hahslinger, MA

Pressesprecher

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1100 Wien

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