05. November 2019

Mit den ÖBB sicher durch den Winter in Salzburg

Alle Vorkehrungen sind getroffen - der Winterdienst für die 59 Bahnstationen und 234 Streckenkilometer in Salzburg steht bereit: Bei frostigem Wetter sorgen in ganz Salzburg bis zu 100 Mitarbeiter für die Befahrbarkeit des Streckennetzes. Nach den Rekordschneemengen im vergangenen Winter wurden die Lawinenschutzbauten am Pass Lueg verstärkt.

Bereits Anfang November sind die ÖBB für die kalte Jahreszeit gerüstet und fit für den Winter: Die technische Winterausrüstung ist aktiviert und die Vorbereitungen für Eis, Frost und Schnee sind getroffen. Dafür investieren die ÖBB jährlich rund 40 Millionen Euro in den Winterdienst. Bei Schneefall arbeiten bis zu 5.000 Mitarbeiter im Schichtbetrieb vor allem im Gleis- und Weichenbereich sowie an den Bahnsteigen, damit die Fahrgäste mit der Bahn zuverlässig und sicher ins Büro oder nach Hause kommen. Der ÖBB-Winterdienst arbeitet bundesländerübergreifend, damit die Teams dort eingesetzt werden, wo sie benötigt werden. Im Anlassfall sind die Teams gemeinsam mit Winterdienstfirmen bereits in den frühen Morgenstunden im Einsatz und befreien 59 Bahnhöfe und Haltestellen im Bundesland Salzburg von Eis und Schnee. Österreichweit sind es insgesamt 1000 Bahnhöfe und Haltestellen - das entspricht einer Fläche von rund 3 Millionen Quadratmetern.

Schneeräumgeräte sind einsatzbereit

Die entsprechenden Vorbereitungen werden schon lange vor Beginn der Wintersaison getroffen. Überprüft wird beispielsweise die Einsatzbereitschaft von Schneeräumgeräten und über 10.000 Weichenheizungen. Auch 6.420 Brücken und 197 km Lawinen- und Steinschlagschutz wurden auf ihre Wintertauglichkeit kontrolliert. Die Techniker und Lehnenmeister sorgen dafür, dass sich die Anlagen in einwandfreiem Zustand befinden.

Lawinenschutzbauten am Pass Lueg verstärkt

Für eine höhere Lawinensicherheit wurden am Pass Lueg nach dem vergangenen Rekordwinter auf einer Länge von 150 Metern bis zu fünf Meter hohe Verbauungen errichtet. Die neuen Anlagen wurden so geplant, dass sie sich mit den bestehenden Schutzbauten überlappen und diese ergänzen und verstärken. Zudem wurden auf einer Länge von rund 500 Metern die im Winter von den enormen Schneemassen beschädigten Schutzeinrichtungen repariert. Die Bauwerke werden künftig höheren Schneemengen standhalten können und damit auch eine höhere Lawinensicherheit gewährleisten.

Winterdienst ist oft Handarbeit

Hat der Winter Einzug gehalten, sind weitere Berufsgruppen besonders gefordert. Dazu zählen beispielsweise die Streckenmitarbeiter, die Weichen von Schnee und Eis befreien oder Fahrdienstleiter, die bei Streckenunterbrechungen aufgrund von Schnee entsprechende Ersatzmaßnahmen setzen, um den Zugbetrieb bestmöglich aufrecht zu erhalten. Das Streckennetz, knapp 5.000 km in Österreich - 234 davon in Salzburg, wird kontinuierlich mit Schneepflügen, Schneefräsen und Schneebürsten vom Schnee befreit. Trotzdem ist der Winterdienst oft noch Handarbeit: Denn Tätigkeiten wie Schneeräumung von Weichen, Enteisen von Brücken und Tunnel, Abschaufeln von Bahnsteigdächern oder Säuberung der Spurrillen bei Eisenbahnkreuzungen erfolgen manuell.

Weichenheizung lässt Schnee und Eis schmelzen

Österreichweit werden über zwei Drittel der rund 15.000 Weichen elektrisch beheizt. Wenn abzusehen ist, dass Schnee und Eis wichtige Weichenverbindungen lahmlegen, werden die Weichenheizungen automatisch aktiv und bringen den Schnee im Weichenbereich zum Schmelzen. Bei extrem widrigen Witterungsverhältnissen haben Fahrdienstleiter zusätzlich die Möglichkeit, die sogenannte "Flugschneetaste" zu aktivieren und für eine festgelegte Zeit ein "Dauerheizen" zu veranlassen, wodurch die Weichen frei von Schnee und Eis bleiben. 

Rückfragehinweis für Medien

Mag. Robert Mosser

Pressesprecher Salzburg

ÖBB-Holding AG
Weiserstraße 7
5020 Salzburg

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