08. November 2019

ÖBB bauen Erfolg der S-Bahn weiter aus

Die ÖBB Infrastruktur baut auf jahrzehntelange Erfahrung mit jährlich hunderten großen und kleinen Bauprojekten, die alle im Zeit- und Kostenrahmen liegen. Gemeinsam mit Bund und Ländern verfolgen die ÖBB ein Ziel: möglichst viele Menschen für Bahn und Bus zu begeistern.

Die aktuelle politische Diskussion rund um eine dritte Schnellbahnstrecke durch Wien neben Floridsdorf-Meidling und Hütteldorf-Aspern Nord zeigt den Stellenwert, den die S-Bahn in der Ostregion mittlerweile zu Recht hat. Allerdings bleiben in der Debatte entscheidende Fakten unberücksichtigt. Die ÖBB begrüßen jeden Vorschlag, der die Bahn attraktiver macht, solange er umsetzbar ist und den tatsächlichen Anforderungen der Verkehrsprognosen entspricht. Denn die ÖBB schaffen und modernisieren eine Bahn-Infrastruktur für Generationen, halten sich dabei an Verkehrsplanung und -prognosen und finanzieren das alles mit Steuergeld, mit dem verantwortungsvoll umzugehen ist. Die ÖBB sind in der Ostregion bereits einen Schritt weiter. Basierend auf den Zahlen der "Verkehrsdatenharmonisierung Ostregion" hat die ÖBB Infrastruktur entsprechend in den letzten zwanzig Jahren Milliarden Euro in die Verbesserung der Bahn-Infrastruktur investiert. Ein erfolgreicher Weg, den die ÖBB weiterverfolgen.

Der Ausbau geht weiter und konzentriert sich aktuell auf die Verkehrsströme aus dem Süden, zwischen Wien Meidling und Wiener Neustadt. Denn von hier kommen derzeit rund 40 Prozent aller Menschen, die aus dem Umland nach Wien pendeln. Und das Potenzial steigt zunehmend: Von allen Pendlerinnen und Pendlern, die täglich aus dem Süden nach Wien einfahren, nutzen nur 20 Prozent die Öffentlichen Verkehrsmittel. Daher schaffen die ÖBB im Süden von Wien mit dem viergleisigen Ausbau von Wien nach Wiener Neustadt (Stichwort Ausbau Pottendorferlinie) mehr Kapazitäten für die Zukunft. Im Westen von Wien funktioniert das immer besser, durch die vier Gleise nach St. Pölten fahren hier schon 40 Prozent der Pendlerinnen und Pendler mit dem Zug.

Um innerhalb der kommenden Jahre spürbare Anreize für die Bahn zu schaffen, wünschen sich die ÖBB von der Politik einen stärkeren Fokus auf dem Ausbau der Regionalbahnen und P&R-Anlagen, damit Fahrgäste gar nicht ins Auto einsteigen oder schon frühzeitig auf die Bahn umsteigen. Dazu sollten die mit Niederösterreich abgeschlossenen Verträge rasch umgesetzt werden. Als Lösung für einen klimafreundlichen Verkehr verfolgen dies die ÖBB gemeinsam mit allen Beteiligten.

Aktuelle Bahnprojekte in der Ostregion

Der Ausbau geht weiter. Um den Fahrgästen auch künftig ein attraktives Verkehrsnetz in und um Wien zu bieten, arbeiten die ÖBB momentan intensiv an folgenden Projekten:

Achse Nord-Süd:

  • Wien - Wiener Neustadt: Viergleisiger Ausbau bis 2023 durch Ausbau der Pottendorferlinie (Fernverkehr profitiert von neuen/freiwerdenden Kapazitäten)
  • Modernisierung der Nordbahn bis zur Staatsgrenze

Achse Ost-West:

  • Ausbau Wien - Bratislava: bis 2023 mit neuen Haltestellen, P&R, Elektrifizierung, mehr und schnellere Züge zwischen den Hauptstätten
  • S-80 Hütteldorf-Aspern: alle Viertelstunde in 30 Minuten von Ost nach West mit 5 neuen Haltestellen und Verknüpfung mit allen 6 U-Bahnen (!)
    • Verbindungsbahn: Hütteldorf - Meidling

In den nächsten Jahren werden in die Infrastruktur Ausbaumaßnahmen der S-Bahn in Wien und im Wiener Umland insgesamt rund 2 Mrd. Euro investiert.

Zukünftige Bahnprojekte in der Ostregion

Um den Pendlerinnen und Pendlern künftig noch mehr und pünktlichere Züge auf den Strecken in und um Wien zu bieten, sind folgende Projekte in Planung, die gemeinsam vom Bund und den
Ländern Wien und Niederösterreich noch zu finanzieren sind:

Achse Nord-Süd:

  • Meidling - Mödling: 2 zusätzliche S-Bahn Gleise für einen 5 Minuten Takt
  • Modernisierung der S-Bahn-Strecke zwischen Meidling und Floridsdorf, um zu mehr und längeren Zügen (von 700 auf 900 Züge am Tag) zu kommen

Ost-West:

  • Modernisierung Hütteldorf bis Westbahnhof inkl. neuer S-Bahn Haltestelle Baumgarten
  • Flughafenspange (Flughafen Wien nach Bruck/Leitha) inkl. Flughafenbahnhof

Im Sinne des Klimaschutzes wollen die ÖBB der Umsetzung dieser Projekte dem Ziel näherkommen, noch mehr Menschen für den Umstieg auf die Bahn zu begeistern.

Auf Basis der zukünftigen Verkehrsentwicklung ist der Bahnverkehr in der gesamten Ostregion weiter zu evaluieren. Dazu werden die Verkehrsprognosen dienen, die gerade in Erarbeitung sind und auf deren Grundlage ein neues Bahnzielnetz erstellt werden wird. Es ist von gravierenden Erweiterungen des Eisenbahnnetzes in Wien und Niederösterreich auszugehen, da die Bevölkerungszunahme in der Ostregion weiter voranschreitet.

Dies kann auch zusätzliche Umfahrungsstrecken für den Güterverkehr und Schnellzugverkehr betreffen, damit für S-Bahn und Regionalzüge mehr Platz auf den Stadtstrecken bleibt. Ob eine dritte Schnellbahn durch Wien dann auch erforderlich sein wird, ist Bestandteil der Evaluierung.

"Solchen langfristigen Visionen verschließen wir uns nicht, sehen aber auch die großen Hürden bei der Umsetzung in den nächsten Jahren. Dafür brauchen wir die volle politische Unterstützung vom Bund und aus den Ländern", sagen die ÖBB.

Vergleich: Öffentlicher Verkehr - Wien und München

Im direkten Vergleich - München / Wien - ist der geforderte Ausbaubedarf der Wiener S-Bahn in Form einer neuen Stammstrecke gegenwärtig zu relativieren. Im Gegensatz zu München hat Wien mit der U- und S-Bahn ein integriertes Verkehrs-System. Außerdem fährt die S-Bahn in München direkt durchs Zentrum, bei uns fährt die S-Bahn um die Innenstadt herum. Dank des integrierten Taktfahrplans ist es innerhalb weniger Minuten möglich, an über zehn Knotenpunkten in Wien in die U-Bahn umzusteigen, um analog zur Münchner S-Bahn direkt in die Innenstadt zu gelangen.

Ausbauprojekte

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Leiter Externe Kommunikation, Konzernpressesprecher

Mag. Robert Lechner

Leiter Externe Kommunikation, Konzernpressesprecher

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Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 474 Millionen Fahrgäste und 113 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2018 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von rund zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem der Zukunft. Konzernweit 41.641 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlingen sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.