07. Juni 2018

ÖBB elektrifizieren die Gailtalbahn

Schneller und umweltfreundlicher: Bis Ende 2019 wird die Gailtalbahn von Arnoldstein bis nach Hermagor elektrifiziert und modernisiert. Aus diesem Grund muss die Bahnstrecke von 9. Juli bis einschließlich 11. November 2018 gesperrt werden. Für die Bahnreisenden wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen organisiert.

Schneller und umweltfreundlicher von Hermagor nach Villach, so lautet die Devise für die Zukunft der Gailtalbahn. Nach der Neuorganisation des Verkehrssystems werden jetzt die nächsten Akzente gesetzt: In den kommenden Monaten werden die Vorarbeiten für die eigentlichen Elektrifizierungsarbeiten durchgeführt. Das betrifft insbesondere das Setzen der neuen Oberleitungsmasten. Außerdem startet die Attraktivierung aller Bahnhöfe und Haltestellen. Schwerpunkt ist es, den Komfort der Bahnkunden zu erhöhen: vor allem durch die Herstellung der Barrierefreiheit. Zusätzlich werden neue Bushaltestellen und Park & Ride Anlagen gebaut, damit die Bahnkunden leichter zum Zug kommen. Der Bahnhof Hermagor wird für den Personenverkehr entflechtet und der Güterumschlag neu organisiert. Durch das Maßnahmenpaket reduziert sich die Fahrzeit zwischen Hermagor und Arnoldstein um einige Minuten.

Das gesamte Bauprojekt wird in zwei Schwerpunktphasen durchgeführt: Vom 9.7. bis einschließlich 11.11.2018 muss die Bahnstrecke für den gesamten Zugsverkehr gesperrt werden. Für die Fahrgäste wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingesetzt. Nächstes Jahr wird ebenfalls ein Bahnverkehr zwischen dem 8.7. und 14.12.2019 nicht möglich sein. Am 15.12.2019 wird dann der elektrische Bahnverkehr zwischen Arnoldstein und Hermagor planmäßig aufgenommen.

Naturschutz ist ein wichtiges Element des Bauprojektes: Im Projektgebiet befinden sich Natura 2000 Gebiete, Europaschutzgebiete, Vogelschutzgebiete und Naturdenkmäler. Ein umfangreiches Maßnahmenpaket wird umgesetzt: Bauzeiteinschränkungen während Brut- und Laichzeiten, Schutzmaßnahmen für angrenzende Biotopen, Wiederherstellung beanspruchter Flächen und Schaffung von Ersatzmaßnahmen. Die Oberleitungsmasten im Projektgebiet werden zum Schutz stark bedrohter Vogelarten wie z.B. dem Uhu, Graureiher, Schwarz- und Weißstorch im Rahmen der ÖBB Umweltinitiative "Freie Flugbahn für den Uhu" über die gesamte Strecke mit Vogelschutzhauben versehen.

Als Beitrag zur Verkehrssicherheit werden insgesamt 20 Eisenbahnkreuzungen im Gailtal zusätzlich technisch gesichert, also mit Lichtzeichenanlagen oder Schrankenanlagen ausgestattet.

Das Verkehrsministerium, die ÖBB und das Land Kärnten investieren für den Ausbau der Gailtalbahn bis 2019 rund 61 Mio. Euro.

Die ÖBB investieren heuer in Kärnten rund 241 Mio. Euro in die Erneuerung und in den Neu-bau der Infrastrukturanlagen und sind damit einer der größten Investoren im Land. Bis 2023 fließen im Auftrag des Bundes rund 1,67 Mrd. Euro nach Kärnten um moderne Schieneninfrastrukturen zu errichten und bestehende weiter zu verbessern.

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Herbert Hofer

Pressesprecher Kärnten, Osttirol, Steiermark, südl. Burgenland

ÖBB-Holding AG
10. Oktober Straße 20
9500 Villach

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Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.