08. Juni 2018

ÖBB-Güterverkehr: Rollende Landstraße der Rail Cargo Group zwischen Salzburg und Triest-Fernetti wieder aufgenommen

Aufgrund erfreulich hoher Nachfrage wurde die Verbindung der Rollenden Landstraße zwischen Salzburg und Triest-Fernetti zwei Monate nach ihrer Einstellung wieder aufgenommen. Ab sofort verkehren auf der Strecke wieder sechs Züge pro Woche.

Rund 6.000 LKW pro Jahr wechseln damit wieder von der Straße auf die Schiene. Nach der Einstellung der Verbindung Ende März hatte es beim bisherigen Betreiber U.N. Ro-Ro Anfragen und hohe Nachfrage vor allem türkischer Frächter gegeben. Das türkische Logistikunternehmen hat sich deshalb in Kooperation mit der Rail Cargo Group (RCG) zur Wiederaufnahme der Rollenden Landstraße (ROLA) zwischen Salzburg und dem Hafen in Triest entschieden.

Die ROLA der RCG ist ein schienengebundenes Transportsystem, bestehend aus Niederflurwaggons für die Beförderung von LKW und Begleitwagen für die Mitfahrt der LKW-Lenker. Mit hoher Frequenz der Züge und festem Fahrplan wird ein leistungsfähiges Angebot für die Transportwirtschaft geboten. Die mitfahrenden LKW-Lenker haben die Möglichkeit, im Begleitwagen Speisen und Getränke zu konsumieren und folglich die vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten. Durch die Verlagerung von Straßengüterverkehren auf die Schiene leistet die ROLA einen direkten Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und sorgt so für eine nachhaltig saubere Umwelt.

Verstärkte Nutzung des ISU-Systems

Zur Einstellung im März war es gekommen, da viele Frächter vermehrt das innovative ISU-System zwischen Wels und Triest-Fernetti in Anspruch genommen haben. Bei diesem System werden Trailer und Zugmaschine eines LKW voneinander getrennt, der Trailer wird mit Spezialequipment mittels Kran auf den Waggon verladen, die Zugmaschine nicht. Am Bestimmungsort wird der Trailer nach dem gleichen Prinzip abgeladen und dann an eine neue Zugmaschine angekoppelt. Mit diesem System können nicht kranbare Sattelauflieger auf der Schiene transportiert werden. Nach dem Start des ISU-Verkehrs zwischen dem Hafen Triest und dem Terminal Wels konnten die Verbindungen von anfänglich 3-4 Zugpaaren pro Woche zuletzt im März auf 7 Zugpaare aufgestockt werden. Verkehre auf dieser Strecke boomen. Geplant ist eine weitere Aufstockung der ISU-Verkehre auf 10 Zugpaare pro Woche.

Die ROLA ist, ebenso wie das ISU-System, auf die Ankunft- u. Abfahrtszeiten des Schiffsverkehrs abgestimmt, sodass bei Nutzung der Schienenalternativen ROLA oder ISU eine sehr kurze Laufzeit zwischen der Türkei und Europa möglich ist.

Aktuelles Zugprogramm ROLA & ISU (ab Juni 2018):

4 ROLA-Verbindungen mit insgesamt 272 Zügen pro Woche:

Wörgl - Brennersee222 Züge/Woche
Wels - Maribor28 Züge/Woche
Wörgl - Trento16 Züge/Woche
Salzburg - Triest-Fernetti6 Züge/Woche
1 ISU-Verbindung mit insgesamt 14 Zügen pro Woche:
Wels - Triest-Fernetti14 Züge/Woche

Sowohl die ROLA als auch die ISU-Verkehre sind Teil der Kooperation mit der türkischen Reederei und ergeben jährlich ein Volumen von über 20.000 Sendungen. U.N. Ro-Ro ist der führende Fährenbetreiber am stark wachsenden türkischen Markt und kooperiert mit der RCG bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich.

Ziel ist es, mit einem optimalen Transportmix die Verkehre weiter zu erweitern und so von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern sowie die Türkei noch besser an Nord-West-Europa anzubinden.

Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB

Die Rail Cargo Group ist mit rund 2,2 Mrd. EUR Umsatz jährlich und rund 8.700 MitarbeiterInnen eines der führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Ausgehend von den Heimmärkten Österreich und Ungarn bietet die Rail Cargo Group maßgeschneiderte Bahnlogistiklösungen zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer und sorgt für sicheren, umweltfreundlichen und zuverlässigen Transport auf der Schiene. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG.

Rückfragehinweis für Medien

Mag. Robert Mosser

Pressesprecher Salzburg

ÖBB-Holding AG
Weiserstraße 7
5020 Salzburg

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Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.