10. Mai 2019

ÖBB: Service für die Semmering-Bergstrecke - Komplettsperre für alle Züge ab 18. Mai

Umfangreiche Erneuerungs- und Instandhaltungsarbeiten auf der Semmering-Bergstrecke; Schienenersatzverkehr für Fernverkehrszüge zwischen Wiener Neustadt und Mürzzuschlag von 18. bis 28. Mai; Schienenersatzverkehr für den Nahverkehr schon seit 16. März bis 10. Juni; Investitionen von 37,6 Millionen Euro

Wie Autos brauchen auch Bahnstrecken regelmäßig ein umfassendes "Service", damit unsere Fahrgäste sicher und pünktlich unterwegs sind. Bis der Semmering-Basistunnel 2026 in Betrieb geht, rollen täglich rund 180 Züge über die 160 Jahre alte Semmeringstrecke. Dieses Verkehrsaufkommen müssen wir auch in der topographisch anspruchsvollen Lage unter härtesten Witterungsbedingungen bewältigen. Große Temperaturschwankungen, Schnee und Frost setzen der Zuverlässigkeit der Gleisanlagen Grenzen. Die denkmalgeschützte Semmeringstrecke zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag stellt eine der intensivst genutzten Bahnstrecken im Netz der ÖBB dar - ist sie doch ein Nadelöhr auf der Nord-Süd-Verbindung im Osten Österreichs und auf europäischer Ebene. Deshalb führen wir bis 2025 weitreichende Erneuerungs- und Instandhaltungsarbeiten an der Bergstrecke durch. Mitte März haben bereits Arbeiten begonnen, die einen Schienenersatzverkehr für den Nahverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag von 16. März bis inklusive 10. Juni erfordern. Die intensivste Phase findet jetzt in der zweiten Mai-Hälfte von 18. bis 28. Mai statt. In diesem Zeitraum muss auf der Semmeringstrecke nicht nur für den Nahverkehr, sondern auch für den Fernverkehr ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Der Schienenersatzverkehr für die Fernverkehrszüge betrifft den Abschnitt Wiener Neustadt - Mürzzuschlag. Der Nahverkehr fährt während der Totalsperre zwischen Neunkirchen und Mürzzuschlag im Schienenersatzverkehr. Investiert werden in die Maßnahmen auf der Semmering-Bergstrecke im heurigen Jahr 37,6 Millionen Euro.

Lange Planung und komplexe Umsetzung der Baumaßnahmen

Dem gesamten Projekt ist eine lange Planungsphase voraus gegangen, um die Arbeiten möglichst effizient erledigen zu können, und um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so weit wie möglich in Grenzen zu halten, was bei der Komplexität der einzelnen Vorhaben sehr schwierig ist.

Baumaßnahmen Semmering-Bergstrecke:

  • Gamperl- Wagner und Rumplergrabenviadukt: Einbau einer lastverteilenden Platte unter Gleis 2, anschließender Lückenschluss zw. Platte Gleis 1 (errichtet 2018) und Platte Gleis 2 und Gesamt-Revitalisierung der Viadukte
  • Abtrag und Wiederaufbringen der Brüstungsmauern am Gamperl- und Wagnergrabenviadukt
  • Alter Semmeringtunnel: Sanierung Sohlkanal und Einbau Stromschiene
  • Neubau Weichenverbindung im Bereich Unterwerk Semmering
  • Gleisneulagen im Streckenabschnitt Payerbach - Breitenstein
  • Erneuerung der Bahnsteige im Bf. Eichberg
  • Sanierung von Durchlässen im Streckenabschnitt Eichberg - Breitenstein
  • Errichtung einer Gleisdrainage im Bf. Breitenstein
  • Durchführung der erforderlichen Erhaltungsarbeiten im Zuge der Totalsperre

ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Die ÖBB sind bemüht, Lärm- und Staubentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der durchzuführenden Arbeiten und der dazu erforderlichen Maschinen und Warnsignale nicht vermieden werden können. Um den Zugverkehr im Sinne der Reisenden so wenig wie möglich zu beeinflussen, ist es notwendig und sinnvoll auch in der Nacht zu arbeiten. Durch die Maßnahmen wird die Qualität der Schieneninfrastruktur gewährleistet. Über die Arbeiten wurde von uns auch eine Anrainerinfo versendet.

Betriebliche Einschränkungen - Schienenersatzverkehr

  • 16. März bis 10. Juni 2019
    Schienenersatzverkehr für Nahverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag
    Ausgenommen:
    • REX 1975 Payerbach-Reichenau Abfahrt 00:06 Uhr
    • REX 1952 Mürzzuschlag Abfahrt 03:45 Uhr
    • REX 1956 Mürzzuschlag Abfahrt 05:21 Uhr
  • 18. bis 28. Mai 2019: Totalsperre
    • Schienenersatzverkehr für Fernverkehr zwischen Wr. Neustadt und Mürzzuschlag
    • Schienenersatzverkehr im Nahverkehr zwischen Neunkirchen und Mürzzuschlag

Kundeninformation

Die Kundeninformation zum Schienenersatzverkehr erfolgt an den Bahnhöfen (Plakate, Informationen auf Monitoren, Lautsprecherdurchsagen), Durchsagen im Zug bzw. im Internet unter www.oebb.at. Auskünfte über ihre Reisemöglichkeiten erhalten unsere KundInnen anhand der ausgehängten Fahrpläne und unter Tel. 05-1717. Die Sonderfahrpläne mit den Fahrzeiten und der Information zu den Haltestellen der Schienenersatzverkehrsbusse sind in den Bahnhaltestellen und an den Haltestellen des Schienenersatzverkehrs ausgehängt. In den Bussen des Schienenersatzverkehrs ist keine Fahrradbeförderung möglich. Wir bitten unsere Fahrgäste für diesen Zeitraum die geänderten Reisebedingungen zu berücksichtigen sowie Aushänge vor Ort zu beachten.

Die Südstrecke: Vom Reisen und Befördern der Zukunft

An mehr als 100 großen und kleinen Projekten arbeitet  die ÖBB-Infrastruktur AG derzeit entlang der Südstrecke, einem Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors. 200 Kilometer Bahnlinie  werden modernisiert, 170 Kilometer neu gebaut. 80 km neue Tunnel und 150 neue Brücken errichtet. Über 5.000 Menschen arbeiten daran. Ab Ende 2026 eilen die Züge in 2 Stunden 40 Minuten von Wien nach Klagenfurt, von Graz nach Klagenfurt in 45 Minuten. Sie passieren, auf insgesamt 470 km, viele neue Bahnhöfe und durchqueren mit hohen Geschwindigkeiten zwei Berge - den Semmering und die Koralpe. Das Projekt Südstrecke umfasst: den Nordbahn-Ausbau, den Ausbau Wien-Bratislava, den neuen Wiener Hauptbahnhof, das Güterzentrum Wien Süd, den Ausbau der Pottendorfer Linie, den Bau des Semmering-Basistunnels, acht modernisierte Bahnhöfe auf dem Weg von Bruck nach Graz, den modernisierten Grazer Hauptbahnhof und 130 Kilometer neue Koralmbahn. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen für einen zukunftsorientierten Personen- und  Güterverkehr.
infrastruktur.oebb.at/suedstrecke

Rückfragehinweis für Medien

Christopher Seif

DI Christopher Seif

Pressesprecher Wien, Niederösterreich, Burgenland

ÖBB-Holding AG
Bahnhofsplatz 1
3100 St. Pölten

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Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 474 Millionen Fahrgäste und 113 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2018 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von rund zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem der Zukunft. Konzernweit 41.641 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlingen sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.